Bis zu diesem ominösen Abend in der Spielbank ahnte André zwar von den Eskapaden seiner Frau, behielt seine Vermutung aber für sich.
„André hat sich einfach vorgestellt, wenn sie miteinander Sex hatten, dass seine Frau kurz zuvor mit einem ihrer Vorgesetzten, einem alten Knacker, gefickt hatte.“
„Und das hat ihn angemacht?“, vermutete Martin.
„Ja, sagt er jedenfalls!“
„Glaubst Du das?“
„Ich denke schon;“ antwortete Olivia. „Denn ihn macht auch mein Ehering an und dass ich verheiratet bin! Und er fragt auch danach, wann ich mit Dir zuletzt gevögelt habe!“
„Du findest es ja auch geil, wenn ich mit einem anderen Mann rummache und mich ficken lasse!“ Olivia schaute dabei Martin ganz verliebt an.
„Der war aber auch fix und fertig,“ feixte Liv, „als er mitbekommen hat, dass Du Bescheid weißt und sogar ein Foto wolltest!“ Erneut küsste die Pilotin ihren Mann. „Und als er erfuhr, dass Du deine Geschäftsführerinnen vögelst…!“
Martin grinste und zögerte nicht damit, über seine Frau zu kommen. „Dann sollte ich das auch tun…?“
„Oh, Herr Andersson…;“ Liv, die erste Geschäftsführerin der Gassner GmbH, tat gespielt überrascht. „Möchten Sie denn kein Kondom verwenden?“
„Ich vertraue Dir!“, flüsterte der Firmeninhaber.
„André muss eines verwenden!“, hauchte Liv ihrem Mann zu, während er umsichtig, aber bestimmt in sie eindrang.
Was sanft anfing, endete heftig. Nachdem Olivia ihre Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengerafft hatte, ging die Post ab! Das Ehepaar hatte sich mit Fragen und Antworten, was den Sex mit André betraf, weiter angestachelt. Die beiden gingen sehr ins Detail. Worauf Olivia sich nach dem Wechsel der Stellung auf Martins Bolzen so richtig austobte.
„…und Du hast wirklich nichts dagegen, wenn ich ihn wiedertreffe?“ Mit diesen Worten schlief Olivia etwas später eng an ihren Mann angekuschelt sehr zufrieden ein.
*****
Etwa eine Woche später. Olivia war für den kommenden Montag auf einen Flug nach Kanada, Vancouver, gebucht.
Kurz vor 18:00 Uhr läutete das Mobiltelefon der Pilotin. „Unbekannt“ erschien auf dem Display. Liv drückte auf Annehmen.
„Deborah van Hoof. Können wir kurz miteinander sprechen?“
„Ja, klar!“, antwortete Olivia. „Mein Mann ist noch nicht zu Hause und die Kinder sind beschäftigt.“
„Sie kommen doch am Montag und treffen sich mit André“ Frau van Hoof schien leicht aufgeregt zu sein. Gut, wenn man bei der Frau anruft, die eine Affäre mit dem eigenen Mann unterhält, dann darf man auch ein wenig nervös sein…“ überlegte Liv.
„Das ist korrekt!“ Auch Olivias Herz schlug ein bisschen schneller.
„Ich würde gerne mit Ihnen sprechen! Bevor Sie und André sich treffen! Sagen Sie nicht nein, bitte!“
Die beiden Frauen verabredeten sich in einem Café im Terminalgebäude, eine Stunde nach der Landung.
„Die genaue „Arrival-Time“ können Sie im Internet erfahren!“, gab Liv der Frau ihres Lovers als Ratschlag. „Bei einem Interkontinentalflug dieser Entfernung kann es immer mal eine Überraschung geben!“
„Weiß André, dass Sie mich treffen wollen?“
„Nein, er weiß von nichts.“, antwortete die Anruferin und vielleicht könnten Sie das auch für sich behalten?“ Andrés Frau bedankte sich und wünschte ihrer „Kontrahentin“ einen guten Flug.
„Dann bis Montag!“, verabschiedete sich Olivia und legte auf.
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