Spaßeshalber hatten sie die nackte, schreiende Olga mit Gewürzen eingerieben, die ordentlich in einer Reihe standen, hatten Öl über ihr ausgeschüttet und eine heillose Schweinerei veranstaltet. Irgendwann hatte sich Olga dann ergeben – und keiner der ins Dorf eingefallenen Männer hatte den einzigen Gasthof verlassen, ohne in und über der armen Olga abgespritzt zu haben.
Susanne hatte würgen müssen und sich stundenlang hinter den Strohballen versteckt, die ihr als Lager dienten.
Der Grund, dass die Männer Susanne nicht beachteten, war ihr glanzloses Haar, ihre mausgrauen Augen, die etwas zu klein geratene Nase und das Fehlen praller Riesenbrüste, die allen andern Dorfbewohnerinnen zu Eigen waren. Susanne war einfach eine hart arbeitende, 21jährige Frau, gewissenhaft, schicksalsergeben. Sie war aber keine, die Männer auf sich aufmerksam machte. Es umgab sie der unsichtbare Schutz der Heiligen Madonna.
Obwohl – auch Susanne war alles andere als heilig. In einer der langen Nächte, in denen sie sich auf ihrem Lager hin und her geworfen hatte und mal wieder nicht einschlafen konnte, entdeckte sie die Erbse zwischen ihren Beinen. Da war ein warmes Gefühl, wenn sie sie schon nur berührte. Sie ließ ihre Finger ruhen, übte sanften Druck aus, und dann… verspürte Susanne zum ersten Mal in ihrem Leben ein kleines Glück, ein Glück, das sich über ihren ganzen Unterleib ausbreitete. Danach entzündete sie die Petroleumlampe, zog unter ihrer Strohmatte ihren einzigen Schatz hervor – eine Lutherbibel – und begann halblaut zu lesen, um sich selbst die Absolution zu erteilen – wegen ihres, wie sie glaubte, schändlichen Treibens. In der nächsten Nacht war ihr Verlangen nach der Erbse erneut da, unstillbar, und sie tastete an ihrer Vulva herum, bis sie es fand, das süße, kleine, steife Spitzchen.
Die hässliche Susanne
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