Die hässliche Susanne

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Die hässliche Susanne

Die hässliche Susanne

Anita Isiris


Unaufhörlich massierte Sebastian Susannes Schultern und tastete nach ihren Oberarmen. Dann drückte er einen Kuss auf ihren Scheitel. Wie eine Spinne es mit einer Fliege tut, machte sich Sebastian daran, das Schankkind zu erobern. Wie alt sie wohl sein mochte? „So an die 17“, mutmaßte Sebastian. Viel zu lange war es her, dass er sich eine willige Frau gegriffen hatte, nebst seiner Gemahlin Elfriede, die in den umliegenden Wäldern den Marodeuren zu Willen hatte sein müssen. Man hatte ihr Kleid gefunden, von Elfriede aber keine Spur.
In einem immer wiederkehrenden Alptraum sah Sebastian, wie seiner Frau das Kleid vom Leib gefetzt, sie nackt auf ein Pferd gezerrt wurde, er sah ihre Silhouette von hinten, ihre Michaelis-Raute, die er so liebte, das Pferd, das dem Horizont entgegen galoppierte und ihm sein Weibchen für immer nahm.
Und nun also Susanne. Sie war so ganz anders als die dralle Elfriede es gewesen war. Diese hatte Sebastian sehr viel Wärme gespendet und einen fruchtigen Mund gehabt. Nippel wie Schattenmorellen. Eine Fut wie eine saftige Muschel aus dem tiefen, tiefen Meer. Aber Susannchen?
Jedenfalls war Sebastians Begierde derart, dass er sie nicht mehr als hässlich empfand. Klar war ihr Haar glanzlos, klar konnte ihre Oberweite es mit der von Elfriede nicht aufnehmen, keineswegs – aber Susanne war eine Frau. Eine Frau mit zwei Brüsten und zwei begehrenswerten Öffnungen. Eine Frau mit einem Lutschemund.
Entschlossen zog Sebastian Susanne zu sich hoch, presste sich von hinten an sie. Susanne keuchte erschreckt auf. „Lass machen“, forderte Holger sie ruhig auf. „Lass machen“. Auch seine Erregung steigerte sich allmählich, das, was sich da entwickelte, ließ auch seine Libido köcheln.
Dann wirbelte Sebastian Susanne zu sich herum, so, als befänden sie sich mitten in einem wilden Tanz, und eroberte ihre Lippen.

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