Carsten war zunächst nicht begeistert, als er über die Sommermonate ausgerechnet an die Friedhofsgärtnerei vermittelt wurde. Der junge Architekturstudent hatte schon einige harte Jobs angenommen, um in den Semesterferien dazuzuverdienen, und gewiss nichts gegen körperlich harte Arbeit. Aber Friedhöfe hatten ihm noch nie behagt … Wenn er sich schon keine Ferienreise leisten konnte, hätte er es doch lieber etwas lebendiger gehabt. Noch ahnte er nicht, wie vital sich seine neue Kurzzeittätigkeit gestalten sollte …
Claudia hatte den Betrieb vom Großvater übernommen. Die Zweiunddreißigjährige hatte sich schon früh für die Arbeit im Grünen entschieden. Frische Luft hielt schließlich fit. Und Gartengestaltung war schon von Kindheit an ihr Ding. Immerhin war sie inzwischen Gartenbaumeisterin und hatte fünf Angestellte. Sie hatte es längst nicht mehr nötig, selbst Hand anzulegen, tat es aber aus Leidenschaft und gern.
Sie war sehr gespannt auf die neue Urlaubsvertretung und wollte es sich nicht nehmen lassen, ihn persönlich in die ersten Schritte der Gärtnerei einzuweisen. Er war so etwa Mitte zwanzig … und sah verdammt gut aus. Davon hatte sie sich beim Einstellungsgespräch bereits überzeugt.
Aber auch Claudia brauchte sich gewiss nicht zu verstecken. Sie sah gewiss gute zehn Jahre jünger aus, mit ihrem kecken, blauäugigen „Lausbubengesicht“ und der frechen „Himmelfahrtsnase“. Sie hatte nichts von einer Tussyschönheit. Auch ihr Haar war eher kurz und glatt, dazu noch eher straßenköterblond. Aber die Frau hatte in jeder Hinsicht das gewisse Etwas. Und das galt auch für ihre drahtige, zierliche Figur. O ja, dieser Körper besaß Kraft und Ausdauer. Das konnten hunderte von Männern wohl bestätigen, denen sie an den Wochenenden auf der Tanzfläche bereits den Verstand geraubt hatte.
Die heiße Frau vom Gartenbau
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