Die Herrenausstatterin

Dressed To Show

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Die Herrenausstatterin

Die Herrenausstatterin

Conny Lingus

Am verbliebenen Schamhaar kann man übrigens sehen, dass Alice beim Blond ihrer Haare ein wenig nachgeholfen hat.
Außer bei den Stammkunden ist Alice für die 'normalen' Anproben zuständig. Wenn ein Kunde, der ihr gefällt, beispielsweise eine Hose ausgesucht hat, fragt sie ihn, ob er Unterstützung beim Ausziehen benötige. Bejaht er dies, begleitet Alice ihn in die großzügig bemessene Umkleidekabine und hilft ihm zunächst einmal aus seiner Kleidung. Normalerweise sind zumindest für einen Augenblick beide weitgehend nackt und die Körper können ihre erotische Wirkung entfalten. In der Regel begnügt sie sich damit, das Glied des Mannes mit Händen oder Lippen zu massieren, wobei er dann in ihrem Mund zum Höhepunkt kommt. Sie hat übrigens festgestellt, dass jedes Sperma ein wenig anders schmeckt, was durchaus mit der Ernährung zusammenhängen könnte. Ob wohl veganes Sperma ein wenig nach Möhre schmeckt? Aber natürlich hat auch jede Haut ihren eigenen Geschmack. Wenn sie in Stimmung ist, setzt sich Alice auf den Barhocker in der Ecke der Kabine, öffnet die Schenkel und beginnt, ihren Kitzler zu streicheln, gewissermaßen als Einladung an den Kunden, mit seinem Schwanz in ihre feuchte Spalte einzudringen und sie bis zum lautstarken Orgasmus zu vögeln. Erst nach ausgiebigem Gebrauch der bereitstehenden Kleenex-Tücher kann dann die eigentliche Anprobe erfolgen.
Allerdings steht nicht jeder Kunde auf Frauen. In diesen Fällen kommt Alessandro zum Einsatz, der dunkelgelockte Beau aus Sizilien. Er arbeitet grundsätzlich nackt, so dass jeder seinen sportlich gestählten, enthaarten Körper bewundern kann. Ein breiter Reifen um Peniswurzel und Hoden sowie ein Eichelring bringen seinen schönen, beschnittenen Schwanz so richtig zur Geltung und sorgen durch leichten Druck ständig für eine gewisse Stimulation. Alessandro ist für Unterwäsche, Badehosen und Schlafanzüge zuständig, für deren Anprobe sich der Kunde ausziehen muss. Sofern dieser auf Männer steht, ist der hübsche Verkäufer gerne dabei behilflich. Dieses Vorspiel dauert immer eine Weile und dabei kommt es durchaus auch mal zum Austausch von Körperflüssigkeiten. Dass der Kunde das Geschäft verlässt, ohne wenigstens einige Teile gekauft zu haben, kommt so gut wie nie vor.
Seit sich herumgesprochen hat, dass der schöne Nackte auch der Damenwelt nicht abhold ist, gehen immer mehr Frauen für ihre Männer Wäsche oder Pullover bei der Herrenausstatterin einkaufen. Und manchmal haben auch sie mehr davon als nur den optischen Genuss. Alessandro ist das durchaus recht.

 

Diese Kurzgeschichte entstammt der Buchreihe Dressed To Show.

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