Die Herrenausstatterin

Dressed To Show

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Die Herrenausstatterin

Die Herrenausstatterin

Conny Lingus

"L'arte di servicio al'uomo" ist ein kleiner, sehr gediegener Herrenausstatter in einer eher ruhigen Seitenstraße am Rande der Fußgängerzone. Bereits die Glasfassade und der elegante Eingangsbereich vermitteln den Eindruck, man sei an einer der besten Adressen in Mailand oder Rom. Neben edler Konfektionsware vornehmlich italienischer Couturiers findet man hier auch eine Auswahl feinster Stoffe, aus denen man sich Anzüge oder Hemden nach Maß schneidern lassen kann.
Der Hauptgrund für den Erfolg des Geschäfts liefert allerdings Giulia di Biasini, die verführerische Besitzerin, der es mit Charme und erotischer Ausstrahlung immer wieder gelingt, ihren meist langjährigen Stammkunden weit mehr zu verkaufen, als sie ursprünglich wollten.
Bereits die umwerfende Schönheit der 37jährigen Italienerin mit der üppigen kastanienbraunen Mähne und den aufreizenden Formen verleiten manche Männer dazu, immer wieder einmal hereinzuschauen, nur um wenigstens ein kurzes Lächeln mit ihren grünen Katzenaugen und den leicht spöttischen Mundwinkeln zu erhaschen. Hinzu kommt die stets äußerst freizügige Kleidung, die eigentlich immer einen Blick auf zumindest eines der edelsten Körperteile gewährt. Giulia trägt niemals Unterwäsche, es sei denn mal einen offenen String oder eine Büstenhebe, die mehr zeigt als verhüllt. Sie lässt gerne ihren nackten Busen unter offenen Blazern oder Boleros blitzen. Oder sie trägt völlig durchsichtige Blusen über hautengen Nappalederhosen oder Leggins, die jedes Detail ihres Unterleibs betonen. Im Sommer kann es auch mal ein hauchzartes, weißes Kleid sein, das die dunklen Brustwarzen wundervoll zur Geltung bringt und so kurz geschnitten ist, dass die unteren Rundungen der Pobacken und die sorgfältig epilierte Scham nahezu unbedeckt bleiben. Das dunkle Haar fällt meistens vom Seitenscheitel über ein Auge und in großzügigen Wellen über den Rücken bis zur Taille.
Die Kunden lieben diesen Anblick und natürlich auch die Momente, wenn Giulias zartgliedrige Finger bei der Anprobe sanft über die zunehmende Wölbung unter dem Hosenschlitz streichen.
Bei der Anprobe einer Hose schmiegt sich Giulia zum Beispiel gerne ganz eng an den Rücken des Kunden, massiert mit ihrer Rechten sein erwachendes Glied unter dem Stoff der Unterhose, zieht die anzuprobierende Hose nach oben und schließt Bund und Reißverschluss mit dem nötigen Druck auf seine edelsten Teile. Zum Abschluss streichen ihre Finger den Stoff über dem Penis glatt: "Ecco, passt!"
Mancher Stammkunde verzichtet in Erwartung der Spezialbehandlung darauf, überhaupt einen Slip zu tragen und sein bestes Stück zeigt seine Vorfreude ganz unverhohlen. Giulias Penismassage fällt dann natürlich etwas intensiver aus.
Eine Besonderheit ist das Maßnehmen für die 'Beinkleider', welch schönes, altmodisches Wort! Giulia besteht darauf, dass auch des Mannes bestes Stück angemessenen Raum in der Maß-Hose bekommt. Man stelle sich doch nur einmal vor, der Herr säße im Restaurant seiner Angebeteten gegenüber, die extra für ihn eine äußerst erotische Garderobe gewählt hätte, und seine Erektion würde von einer viel zu engen Hose quasi abgewürgt. Das ginge doch überhaupt nicht. Dementsprechend besteht Giulia darauf, den Penis ihres Kunden zu vermessen, und zwar in voller Einsatzfähigkeit. Selbstverständlich ist sie dabei gerne behilflich, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Maßermittlung zu schaffen. Wenn der Einsatz der zärtlichen Finger nicht den gewünschten Erfolg hat, hilft Giulia auch gerne mit Zunge und Lippen nach. Dabei muss sie natürlich aufpassen, rechtzeitig vor der Ejakulation aufzuhören, denn sonst würde es wieder schwierig, die maximale Schwanzlänge zu ermitteln.
Giulia hat auch eine sogenannte Bodycare Bonuscard entwickelt, also eine Art Treuesystem ähnlich den guten alten Rabattmarken. Für Socken gibt es beispielsweise einen Punkt, für Hemden zehn und für Maßanzüge dreißig. Bei Erreichen von 100 Punkten kann der Kunde seinen Bodycare Bonus einlösen. Giulia führt ihn dann in den hinteren Teil des Geschäfts, wo ein antiker Massagetisch aus poliertem, indonesischem Mahagoniholz steht. Die nun ebenfalls nackte Giulia beginnt nun mit einer ayurvedischen Ganzkörpermassage mit warmem, duftendem Öl, wobei sie selbstverständlich kein Körperteil auslässt. Das Glied massiert sie allerdings immer nur bis kurz bevor er zum Höhepunkt kommt. Dann gönnt sie seinem besten Stück eine kleine Ruhepause. Nachdem sich dieses Ritual dreimal wiederholt hat, setzt sich Giulia auf den Schoß ihres Kunden, nimmt seinen gut geölten Penis in ihre Vagina auf und reitet ihn langsam bis zum gemeinsamen Orgasmus.
Giulia hat übrigens noch eine Assistentin ausgebildet, die sich mittlerweile bei Verkauf, Warenkunde, Maßnehmen und Bodycare genauso gut auskennt wie ihre Chefin.  Alice, Mitte zwanzig, ist ebenso wie ihre Chefin nymphoman veranlagt und außerdem eine umwerfende Schönheit mit seidig glänzendem blondem Haar, dass ihr bis zum Po reicht. Auch sie liebt sehr freizügige Kleidung, die nach Möglichkeit ihre nicht allzu großen, festen Brüste zeigt, deren Nippel goldene Ringe von der Größe einer Euromünze zieren. In den warmen Sommermonaten trifft man sie normalerweise oben ohne im Laden an. Entweder trägt sie dann einen String, der gerade einmal die Klitoris bedeckt, oder einen transparenten Rock mit taillenhohen Schlitzen vorne und hinten. Sowohl die nackten Pobacken als auch die sorgfältig rasierte Scham unter dem schmalen Landing Strip präsentieren sich in voller Schönheit dem Betrachter. Ihre nahtlos gebräunte Haut schimmert vom Hautöl, das sie jeden Morgen einmassiert. Übrigens ziert ein kleiner goldener Brillantring ihren Kitzler, dessen Solitär auf deren empfindlichster Stelle aufliegt und so ständig stimulierend wirkt. Am verbliebenen Schamhaar kann man übrigens sehen, dass Alice beim Blond ihrer Haare ein wenig nachgeholfen hat.
Außer bei den Stammkunden ist Alice für die 'normalen' Anproben zuständig. Wenn ein Kunde, der ihr gefällt, beispielsweise eine Hose ausgesucht hat, fragt sie ihn, ob er Unterstützung beim Ausziehen benötige. Bejaht er dies, begleitet Alice ihn in die großzügig bemessene Umkleidekabine und hilft ihm zunächst einmal aus seiner Kleidung. Normalerweise sind zumindest für einen Augenblick beide weitgehend nackt und die Körper können ihre erotische Wirkung entfalten. In der Regel begnügt sie sich damit, das Glied des Mannes mit Händen oder Lippen zu massieren, wobei er dann in ihrem Mund zum Höhepunkt kommt. Sie hat übrigens festgestellt, dass jedes Sperma ein wenig anders schmeckt, was durchaus mit der Ernährung zusammenhängen könnte. Ob wohl veganes Sperma ein wenig nach Möhre schmeckt? Aber natürlich hat auch jede Haut ihren eigenen Geschmack. Wenn sie in Stimmung ist, setzt sich Alice auf den Barhocker in der Ecke der Kabine, öffnet die Schenkel und beginnt, ihren Kitzler zu streicheln, gewissermaßen als Einladung an den Kunden, mit seinem Schwanz in ihre feuchte Spalte einzudringen und sie bis zum lautstarken Orgasmus zu vögeln. Erst nach ausgiebigem Gebrauch der bereitstehenden Kleenex-Tücher kann dann die eigentliche Anprobe erfolgen.
Allerdings steht nicht jeder Kunde auf Frauen. In diesen Fällen kommt Alessandro zum Einsatz, der dunkelgelockte Beau aus Sizilien. Er arbeitet grundsätzlich nackt, so dass jeder seinen sportlich gestählten, enthaarten Körper bewundern kann. Ein breiter Reifen um Peniswurzel und Hoden sowie ein Eichelring bringen seinen schönen, beschnittenen Schwanz so richtig zur Geltung und sorgen durch leichten Druck ständig für eine gewisse Stimulation. Alessandro ist für Unterwäsche, Badehosen und Schlafanzüge zuständig, für deren Anprobe sich der Kunde ausziehen muss. Sofern dieser auf Männer steht, ist der hübsche Verkäufer gerne dabei behilflich. Dieses Vorspiel dauert immer eine Weile und dabei kommt es durchaus auch mal zum Austausch von Körperflüssigkeiten. Dass der Kunde das Geschäft verlässt, ohne wenigstens einige Teile gekauft zu haben, kommt so gut wie nie vor.
Seit sich herumgesprochen hat, dass der schöne Nackte auch der Damenwelt nicht abhold ist, gehen immer mehr Frauen für ihre Männer Wäsche oder Pullover bei der Herrenausstatterin einkaufen. Und manchmal haben auch sie mehr davon als nur den optischen Genuss. Alessandro ist das durchaus recht.

 

Diese Kurzgeschichte entstammt der Buchreihe Dressed To Show.

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