Es roch unglaublich gut in der Wohnung, nach frisch gebratenem Fleisch und jeder Menge unbekannter Gewürze. Der Tisch war gedeckt und Mona deutete auf einen Stuhl und sagte: „Bitte setz dich Essen, ist fertig!“ Sie stelle die Topfpflanze noch auf die Fensterbank und verschwand dann mit dem Brot und dem Salz in der Küche.
„Frido,“, rief sie auf einmal. „würdest du bitte die Flasche Wein öffnen?“
Ich ging mit der Flasche in die kleine Küche und fragte nach einem Korkenzieher. Mona stand am Herd und drehte gerade zwei Steaks um, sie zeigte nur stumm auf die Schublade neben sich. Also ging ich um sie herum und kam ihr dabei so nah, dass ich ihren betörenden Duft trotz der Bratendünste wahrnehmen konnte. Mit der Nase dicht an ihrem Nacken, sog ich ihren Duft ein und habe dabei wohl ein Geräusch gemacht, denn Mona wandte sich plötzlich um und schaute mich mit verklärten Blick an. Ich stockte in meiner Bewegung und als ihre Lippen mich berührten, versank für eine kurzen Moment die Welt um mich herum. Beinahe wäre mir die Flasche Wein entglitten, so überrascht war ich.
Mit allem hätte ich nach ihrer Bitte um Zeit, für eine neue Beziehung gerechnet, aber nicht damit.
Ich hatte leider nur eine Hand frei, zog sie aber mit dem anderen Arm leicht an mich. Aber auch Mona hatte einen Arm um meinen Nacken gelegt und küsste mich mit einer Inbrunst, die ich ihr nicht zugetraut hatte.
Doch plötzlich löste sie sich von mir und sagte zur Entschuldigung: „Die Steaks verbrennen!“ Sie wandte sich der Pfanne zu und ich spürte, wie es in ihr kämpfte.
Ich zog meinen Arm zurück, der noch auf ihrer Taille ruhte und strich ihr nur sachte mit der Hand über den Rücken, als ich mich mit der Weinflasche zur Arbeitsplatte umwandte, um sie zu öffnen.
Ich schenkte die Gläser voll und setzte mich dann wieder auf meinen Platz.
Wenig später kam Mona, stellte wortlos zwei Schüsseln auf den Tisch, mit Kroketten und Gemüse.
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