Alke hatte ihre Zimmerstunde, rasch ein wenig Suppe in sich hinein gelöffelt, denn auch sie war gespannt, was der gutaussehende Herr Doktor von ihr wollte. «Komm in Deiner Zimmerstunde zu mir. Ich möchte Dich untersuchen», hatte auf dem Zettelchen gestanden, das Ronathan Alke zugesteckt hatte. Es duftete nach Zedernholz, Minze, Ringelblumenextrakt und einem frischen Blumenstrauß. Ronathan achtete, anders als die meisten Ärzte seiner Zeit, sehr auf Hygiene und Ordnung. Er hatte die Erfahrung gemacht, dass besonders Frauen sich ihm rascher öffneten, weil sie auf eine Atmosphäre trafen, die der Kuno und der Ottokar auf dem Bauernhof zu Hause, mit schwieligen Händen, klebrigem Haar und immergeilem Schwanz, ihnen niemals bieten konnte. Hier wirkte alles gepflegt und dezent, ganz speziell auch die Hände des Ronathan. Sie waren groß, warm, weich und gebildet, wie gemacht für die verschiedenen Körperöffnungen. Auch Alke war sehr reinlich und hatte sich vor dem Besuch im Innenhof einer Katzenwäsche unterzogen, die ganz speziell dem Bereich zwischen ihren Beinen gegolten hatte, denn sie vermutete, dass es genau dieser Bereich war, der Ronathans Interesse weckte, einmal abgesehen von ihren schweren Brüsten, an denen sich schon so mancher Geschäftsreisende gelabt hatte, mit Zunge, Lippen und Händen.
Ronathan offerierte Alke eine Tasse Tee, und diese fühlte sich innerlich entspannt. Ronathan betrachtete sie wohlwollend. «Die Sache ist die», begann er respektvoll das Gespräch. «Ich bin Arzt, wie Du weißt, und ich sehe viele Dinge, ich sehe eigentlich alles. Ich untersuche Lungenpatienten, entferne Warzen, wo sie nicht hingehören und habe sogar einem Mädchen das Leben gerettet, das akute Bauchschmerzen hatte. Es war der Blinddarm.
Die Leder-Moni
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