Mein Gott, was ein heißes Schnittchen!, dachte ich bei mir. Sie trug eine schwarze Seidenbluse, einen blutroten Rock, schwarze Strümpfe und dazu Lack-Pumps im selben Rot wie der Rock. Bei jedem Schritt wippten ihre Brüste aufreizend in der Seidenbluse. Einfach wunderschön anzusehen.
Als sie nun endlich auf ihrem Stuhl saß, schaute ich auf, ließ meinen Blick über das Publikum schweifen und endete damit, Verena anzuschauen.
Indem ich ihr mit dem Kopf fast unmerklich zunickte, huschte ein Lächeln über meinen Mund. Auch Verena nickte genauso unauffällig, ebenso mit einem Lächeln zurück.
Ich begann mit der ersten Passage aus meinem neuen Werk „Singapur“ und nach wenigen Minuten war es mucksmäuschenstill im Saal. Ich hatte mein Publikum im Bann.
Während ich immer mal wieder umblätterte, schaute ich in die gebannten Gesichter meiner Zuhörerinnen und Zuhörer. Ich schätzte mal so an die 80 Leute, wobei auffallend viele Paare darunter waren. Das freute mich natürlich, dass Männer offenbar auch lasen! Nach einer Weile schaute ich auf, natürlich auch auf Verena. Sie hatte ihren linken Arm auf dem Tisch abgelegt, ihr Sektglas in der Hand.
Weil mein Lesesessel ein wenig schräg auf der Bühne stand, saß ich ihr praktisch direkt gegenüber, trotzdem sie ziemlich am Rand saß.
Sie sah mich an, lächelte und spreizte ihre Knie vielleicht gut zwei Handbreit. Auf der Bühne saß ich aber leider zu hoch, um ihr Angebot auskosten zu können. Sie lächelte noch immer und schlug jetzt ihre schlanken Beine wieder übereinander. Mir wurde warm! Aber ich musste mich jetzt konzentrieren, also vertiefte ich mich wieder in die Zeilen meines Buches.
Verena hatte Schwierigkeiten gehabt, einen Parkplatz zu bekommen, war deshalb gerade auf die letzte Minute gekommen.
Die Lesestunde
Showtime - Teil 2
5 20-32 Minuten 0 Kommentare
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