Bei Pro fügte ich hinzu:
- Das Leben zu dritt, nicht verheimlichen. Ein schönes Gefühl und ein großer Kick.
- Wieder meiner Muse, dem Kochen und Backen frönen, für liebe Menschen.
Und bei Contra kam hinzu:
- Etwas Unanständiges, für manche Verwerfliches tun. Der ultimative Kick.
Über mich selbst erschüttert, senkte ich den Kopf und schob ihnen den Zettel hin.
Stille – gemeinsam studierten sie die Punkte und dann fühlte ich ihre Blicke. Innerlich zu Eis erstarrt hob ich den Kopf.
„Gleichstand“, meinte Sandra. „Und doch habe ich das unbestimmte Gefühl, eine Seite wiegt schwerer. Die Argumente sind kräftiger und in dir drin …“, den Rest ließ sie offen.
„So gut kennst du mich schon?“
Sandra schmunzelte nur und überließ Norbert die Antworten:
„Der innere Zwiespalt ist dir anzusehen. Du musst das machen, was dein Herz begehrt, sonst drückt dich das mit der Zeit runter, das weiß ich aus Erfahrung.“
„Aber ich will doch eure Liebe nicht verraten“, antwortete ich kleinlaut.
„Schluss, bevor wieder so eine Endlosdiskussion draus wird!“, fuhr Sandra dazwischen. „Ihr habt euch da was Unmögliches angewöhnt. Also Rosi: Was wiegt schwerer, Pro oder Contra?“
Ich öffnete den Mund, um erneut ein `Aber´ einzuwerfen, verkniff es mir nach ein Blick in Sandras Augen und sagte:
„Contra.“
„Gut, dann ist doch alles klar“, war Sandras einziger Kommentar.
„Und jetzt, verliere ich da eure Liebe?“
„Meine auf keinen Fall“, kam es ohne Zögern von Sandra.
„Ich hatte es dir schon vorher zugestanden, also weshalb sollte ich jetzt anders denken? Was ich mir wünsche, weißt du ja schon“, meinte Norbert.
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