Die Liste

Je oller umso doller - Teil 32

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Die Liste

Die Liste

Jo Diarist

Nachdem Sandra und Norbert hochgegangen waren, um mit den Arbeiten in der Wohnung zu beginnen, holte ich mir Zettel und Stift und begann Sandras Denkanstoß umzusetzen.

`Außereheliche Aktivitäten einstellen´, schrieb ich oben hin.

Pro:
- Ich bin frisch verliebt in eine Frau, die mein / unser Leben, in neue Bahnen lenkt.
- Ich fühle mich Norbert wieder so nahe wie zu Beginn unserer Beziehung.
- In dieser Konstellation finde ich die Erfüllung vieler meiner Sehnsüchte.


Ich überlegte lange, doch mehr fiel mir für die Pro-Seite im Moment nicht ein. Also ließ ich Platz, um vielleicht später noch etwas hinzuzufügen, und begann mit den Gegenargumenten.

Contra:
- Wenn ich nur daran denke, was es für ein Kick ist, mich als Hure zu geben, werde ich feucht.
- Ich habe Holger ein Versprechen gegeben.
- Das Gefühl von einem viel jüngeren Mann begehrt zu werden, ist überwältigend.
- Fremde Männerhände auf meinem Körper zu fühlen und andere Schwänze in mir, erregt mich mehr als alles andere.
- …

„Aaarrg“, knurrte ich und knallte den Stift auf den Tisch. „Warum nur geht mir `Contra´ so locker leicht von der Hand, und da gäbe es noch mehr? Und bei `Pro´ muss ich es mir aus den Fingern saugen“, setzte ich hinzu.
Unzufrieden mit mir selbst verstaute ich Stift und Zettel in einem Schubkasten und begann Ordnung zu machen. Dabei kreisten meine Gedanken ständig um die Liste und krampfhaft suchte ich Gründen, die für einen Ausstieg sprachen.
Meine immer noch überreizte Muschi war dabei nicht sehr hilfreich. Mein Höschen konnte ich bald auswringen und wechselte es.
Um die Feuchtigkeit aufzufangen, legte ich eine Slip-Einlage rein, doch die rieb, am immer noch geschwollenen Kitzler, und machte es nur noch schlimmer. Also, weiterhin mit einem nassen Slip rumlaufen.
Einerseits sehnte ich mich nach einem Fick, der Erlösung brachte, andererseits fürchtete ich mich davor, weil ich Angst hatte, das nicht durchzustehen.
Die Hausarbeit sollte mich ablenken, was nur teilweise gelang.
Schlafzimmer lüften, aufräumen, die verwendeten Spielsachen sauber machen und wegpacken. Dabei geriet die Kamera in meine Hände und ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, mir Bilder und Videos anzusehen.
Was waren das für geile Aufnahmen. Total überreizt legte ich die Kamera zur Seite und versuchte wieder runterzukommen. Ein weiterer Slip wanderte in den Wäschekorb.
Danach wechselte ich in die Küche, kümmerte mich ums Mittagessen und putzte zwischendurch in der Wohnung.
Das brachte mich ein klein wenig runter, und als ich die zwei zum Essen holte, hatte ich mich halbwegs entspannt.
Alles an und um die beiden, schien vor Harmonie zu strahlen. Als ich die Baustelle betrat, lagen so viele Glückshormone in der Luft, dass sie selbst meine Stimmung aufhellten. Normalerweise hätte es mich runterdrücken müssen, dass mein Mann mit einer anderen Frau in so einem Einklang agierte, doch genau das Gegenteil war der Fall. Sandra bereicherte uns in jeder Form.
Ich wollte ihnen unbedingt etwas Gutes tun und machte mich nach dem Mittagessen ans Kuchenbacken. Schon länger hatte ich das nicht mehr für Norbert und mich gemacht. Es lohnte nicht für uns zwei. Nur an manchen Wochenenden, wenn wir die junge Familie zu uns einluden, frönte ich dieser Leidenschaft.
Das traf auch aufs Kochen von besonderen Mahlzeiten zu, was ich genauso gerne machte und in den letzten Jahren vermisst hatte. Wenn Sandra jetzt bei uns bliebe, würde es wieder lohnen und das wäre ja eigentlich ein Punkt für `Pro´, durchfuhr es mich.
Allerdings könnte ich das auch machen, wenn ich meine Aktivitäten nicht aufgebe.
`Aaarrg, jetzt rede ich mir selbst die Pro-Punkte schlecht. Heißt das, ich will mich eigentlich nicht ändern?´

Zwischenzeitlich hatte sich Norbert meinen Loveplug geholt und der Gedanke, was er damit vorhatte, ließ mein Höschen schon wieder nass werden. Auch wenn es mich fast zerriss, hochgehen wollte ich erst, um sie zur Kaffeepause zu holen.
Der Kaffee war fertig, der Kuchen abgekühlt und ich auf dem Weg zu den beiden. Als ich die Baustelle betrat, traute ich meinen Augen nicht.
Norbert ließ gerade seine Hand auf Sandras schon rot leuchtenden Po tanzen.
„Was ist denn hier los?“, fuhr ich Norbert an.
„Herrin, ich war frech und der Herr lehrt mich Demut“, antwortete Sandra für ihn, was zwei weitere Klitsche zur Folge hatte.
Sandras Miene zeigte Lust, Ergebenheit und den Wunsch es weiterhin auszuleben. Norbert ging ebenfalls in seiner dominanten Seite auf und reagierte dementsprechend auf meine Frage. Was blieb mir also weiter übrig? Ich würde das Spiel mitspielen, was mir ja auch gefiel.
Unten, in der Küche, befahl mir Norbert Sandras Muschi zu lecken und am liebsten hätte ich ihn dafür umarmt. War dieser Wunsch doch schon in der Nacht übermächtig in mir gewesen.
Sie roch und schmeckte himmlisch. Sandra zu verwöhnen, sie zu küssen und zum Orgasmus zu bringen, Glück pur. Ein weiteres Höschen von mir würde an diesem Tag noch in die Wäsche wandern.
Dann machte Norbert sein unbedachtes Angebot, was meiner Geilheit voll in die Hände spielte. Die Zeit danach zog ich keinen Slip mehr an, ein Handtuch zum Trockenwischen der Schenkel, hatte ich aber immer zur Hand.
Der krönende Abschluss, das Rausbringen der Müllsäcke.
Vor allem Norbert ging das hart an, doch eins war mir an diesem Tag klargeworden. Ich wollte dieses neue Leben zu dritt, nicht mit einer Lüge nach außen leben. Um den beiden das unmissverständlich klarzumachen, hatte ich mir diesen Abschluss ausgedacht.
Sicher spielte auch der Gedanke eine Rolle, dass es ein erotischer Kick werden würde, doch das war nur zweitens.
Die Hintertür war verschlossen und wir standen uns um Treppenhaus gegenüber.
„Ist das dein voller Ernst, Rosi?“, fragte Norbert.
„Über nichts war ich mir in letzter Zeit sicherer“, gab ich zurück.
„Phhuu, das wird nicht wenige schockieren“, meinte er und blickte zu Sandra. „Ich sehe aber, dich erfreut diese Ankündigung enorm und werde mich nicht dagegen sperren“, setzte er an Sandra gewandt hinzu.
Die Anspannung fiel von uns Dreien ab. Der Adrenalinspiegel sank und plötzlich fühlten wir fast gleichzeitig, dass draußen Minusgrade herrschten und wir fast nackt in einem ungeheizten Treppenhaus standen.
Hastig stürmten wir ins Badezimmer und wärmten uns unter der Dusche auf.
Obwohl wir erst kürzlich eine barrierefreie Dusche einbauen lassen hatte, die viel Raum bot, wurde es unter dem Wasserstrahl manchmal ganz schön eng. Wir seiften uns gegenseitig ein, wuschen und rieben uns aneinander. Küssten uns und kümmerten uns besonders um die intimen Stellen des Anderen. Kurzum, es war ein wundervolles erotisches Durcheinander.
Irgendwann meinte Norbert, er müsse raus, weil sein überreizter Körper das nicht mehr aushalten würde. Nach einem Blick in Sandras Augen fielen wir über ihn her.
Ich nahm sein Glied in die Hand und Sandra presste ihre Lippen auf die seinen. Keine Wichsbewegung war nötig. Kaum hatte ich den Schwanz berührt, spritzte er auch schon ab.
Keuchend und leicht gekrümmt gab er seinen Samen. Noch Minuten später zuckte er bei Berührungen zusammen und traurig meinte er:
„Schade, jetzt werde ich heute Nacht nur noch Zuschauer sein können.“
„Meinst du?“, sagte Sandra und streichelte ihn zärtlich. „Wenn Rosi und ich es richtig anpacken, wirst du schon noch mal zum Zuge kommen.“

Wir brauchten eine Weile, um die Stimmung wieder aufzuhellen, beim gemeinsamen Abendessen fanden wir sie wieder, doch dann kam die Sprache auf meine Liste.
Ich zögerte kurz, atmete tief durch und sagte missmutig:
„Eigentlich wollte ich noch ein paar Tage warten, um mir vollkommen sicher zu sein, doch was soll’s, ich setze die letzten Erkenntnisse noch hinzu und dann bildet euch ein Urteil.“

Bei Pro fügte ich hinzu:

- Das Leben zu dritt, nicht verheimlichen. Ein schönes Gefühl und ein großer Kick.
- Wieder meiner Muse, dem Kochen und Backen frönen, für liebe Menschen.

Und bei Contra kam hinzu:
- Etwas Unanständiges, für manche Verwerfliches tun. Der ultimative Kick.

Über mich selbst erschüttert, senkte ich den Kopf und schob ihnen den Zettel hin.
Stille – gemeinsam studierten sie die Punkte und dann fühlte ich ihre Blicke. Innerlich zu Eis erstarrt hob ich den Kopf.
„Gleichstand“, meinte Sandra. „Und doch habe ich das unbestimmte Gefühl, eine Seite wiegt schwerer. Die Argumente sind kräftiger und in dir drin …“, den Rest ließ sie offen.
„So gut kennst du mich schon?“
Sandra schmunzelte nur und überließ Norbert die Antworten:
„Der innere Zwiespalt ist dir anzusehen. Du musst das machen, was dein Herz begehrt, sonst drückt dich das mit der Zeit runter, das weiß ich aus Erfahrung.“
„Aber ich will doch eure Liebe nicht verraten“, antwortete ich kleinlaut.
„Schluss, bevor wieder so eine Endlosdiskussion draus wird!“, fuhr Sandra dazwischen. „Ihr habt euch da was Unmögliches angewöhnt. Also Rosi: Was wiegt schwerer, Pro oder Contra?“
Ich öffnete den Mund, um erneut ein `Aber´ einzuwerfen, verkniff es mir nach ein Blick in Sandras Augen und sagte:
„Contra.“
„Gut, dann ist doch alles klar“, war Sandras einziger Kommentar.
„Und jetzt, verliere ich da eure Liebe?“
„Meine auf keinen Fall“, kam es ohne Zögern von Sandra.
„Ich hatte es dir schon vorher zugestanden, also weshalb sollte ich jetzt anders denken? Was ich mir wünsche, weißt du ja schon“, meinte Norbert.
„Ja, und es steht fest, dass Eine geht noch maximal zwei Monate, und wie ich das mit dem anderen handhabe, entscheide ich demnächst. Weitere Männer wird es nicht geben, auch dieses besondere Event nicht, das habe ich schon länger beschlossen“, sagte ich abschließend.
Sandra fragte nicht nach, was es damit auf sich hatte. Beide verhielten sich nicht anders als vor diesem Gespräch, doch für mich war die Stimmung am Boden.
Und wieder war es Sandra, die mit einem unglaublichen Gespür für das Richtige, den Bogen entspannte. Sie fragte, ob wir uns nicht die Bilder von der letzten Nacht ansehen könnten und Norbert war sofort dabei.
Er überspielte die Bilder und Videos auf seinen PC und wir sahen sie uns auf dem großen Bildschirm an. WOW, war das eine hammergeile Dokumentation des Abends. Das hatte ich auf dem kleinen Kameradisplay, nicht im Entferntesten so wahrgenommen und das hatte mich schon erregt.
Keinen von uns ließ das kalt und selbst Norberts Glied erwachte erneut zum Leben, was gut an der Ausbeulung seine Hose zu sehen war. Dann geriet Norbert in den Ordner mit den Bildern aus der Nacht, als er mir den Orgasmus versagt hatte. Die peitschten uns ein weiteres Level höher und meine Missstimmung war fast vergessen.
Plötzlich fragte Norbert:
„Wie war das, wollten wir die Bilder nicht im Forum hochladen?“
„Willst du das denn immer noch?“, fragte ich zurück.
„Klar, pass auf, wir sortieren alle Bilder mit Gesicht aus oder beschneiden sie dementsprechend. Dann legen wir in jedem Profil von uns eine Galerie an, in die wir die besten Bilder packen. Unsere Profile verändern wir dahingehend, dass wir uns als Freunde verbinden, ich als Herr und du als Sub. Das hat den Vorteil, dass wir begründen können, du bekommst keine Nachrichten, außer ich lasse es zu, oder über mich. Wenn dir das recht ist?“
„Ist mir sehr recht. Ich will keine Anfrage von dort haben!“, betonte ich.
„Gut, und zu guter Letzt legen wir einen Thread an, in dem wir die Nacht mit Bild und Wort dokumentieren. Das wird der Hammer.“
Norbert war Feuer und Flamme, stürzte sich in die Arbeit und Sandra streichelte die Beule in seinem Schritt.

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