Die Mädchen von St. Bernadette

Das Ende

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Die Mädchen von St. Bernadette

Die Mädchen von St. Bernadette

Jürgen Lill

„Wie bringen wir Melanie dazu, die Wahrheit zu sagen?“ „Wir könnten versuchen, so ganz im Vertrauen mit ihr zu reden und das Gespräch aufnehmen.“ meinte Shadowcat. Aber sie widersprach sich selbst gleich, als sie fortfuhr: „Aber dafür kennen wir sie zu wenig, beziehungsweise sie uns. Sie hätte keinen Grund, ausgerechnet uns anzuvertrauen, dass sie lügt.“ „Das stimmt!“, meinte Lian. „Und wir haben auch nicht genügend Zeit, erst eine Freundschaft zu ihr aufzubauen; Erstens, weil die Verhandlung schon in ein paar Tagen ist und zweitens, weil wir auch gar nicht mehr viel länger da sein werden. Wenn ich das Schreiben richtig verstanden habe, werden wir schon nächste Woche abgeholt und müssen nicht bis zum Ende des Schuljahres hier bleiben.“

Die Drei hatten sich vor einiger Zeit in St. Bernadette beworben, einer privaten Institution, die vor allem Kunst und Sport fördert und waren nach Durchsicht ihrer Zeugnisse und anscheinend vor allem auch aufgrund der Tatsache, dass sie Heimkinder ohne Anhang waren, angenommen worden. Jetzt hatten sie ein Schreiben bekommen, in dem ihnen angekündigt wurde, dass sie im Laufe der nächsten Woche schon abgeholt werden würden, also schon während des Schuljahres wechseln konnten. Sowohl mit der Schule, als auch mit der Heimleitung war dieser Wechsel schon geregelt worden, ohne dass sich die Mädchen selbst um etwas kümmern mussten.

Die drei freuten sich zwar sehr darauf, aus dieser Schule und ihrer Klasse, und vor allem auch, aus dem Heim rauszukommen und einen neuen Lebensabschnitt in eine neue, interessante Zukunft zu beginnen. Aber jetzt hatten sie hier noch eine Aufgabe. Und sie wussten alle drei: bevor sie die nicht gelöst hatten, würden sie nirgendwo hingehen.

„Roswitha!“, sagte plötzlich Shadowcat. „Roswitha?“ fragte Marijana. „Aber natürlich!

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