Lange hatte er mit ihr geredet und versucht, ihr klarzumachen, dass das nicht geht, auch nicht für eine Nacht.
Melanie klammerte sich an ihm fest, presste ihren jungen Körper an seinen und flehte ihn unter Tränen an, sie nicht wieder heimzuschicken. Aber Josh machte sich mit sanfter Gewalt los, schickte sie ins Bad, damit sie sich die Tränen aus dem Gesicht waschen konnte und rief dann ihre Eltern an. Er tat das nicht gerne und hätte sich wirklich gewünscht, Melanie helfen zu können; ganz abgesehen davon, dass ihm auch nicht entgangen war, wie gut sich ihr jugendlicher Körper angefühlt hatte. Aber er hatte Prinzipien, beziehungsweise einen Selbsterhaltungstrieb, der ihm zu keinem Zeitpunkt gestattet hätte, sich mit einer Schülerin einzulassen. Am nächsten Tag war Melanie nicht in der Schule erschienen. Dafür kam dann aber in der dritten Stunde die Polizei. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Als Josh mit den Polizisten ging, wusste es schon die ganze Schule. Er, Josh, hatte Melanie vergewaltigt! Der Weg vom Klassenzimmer bis zum Streifenwagen war wie ein Spießrutenlauf. Schülerinnen, die ihn abgöttisch verehrt hatten, spuckten ihn an, Lehrer beschimpften ihn in übelster Weise und die Biologielehrerin, mit der er seit über einem Jahr gelegentlich romantische Abende und manchmal sogar Nächte verbracht hatte, gab ihm eine schallende Ohrfeige, ohne dass er auch nur ein einziges Wort zu seiner Verteidigung hätte sagen können. Auf der Polizeistation stürzte sich Melanies Vater blind vor Hass und Wut auf ihn, ungeachtet der Tatsache, dass Josh ihm körperlich eigentlich weit überlegen gewesen wäre. Aber der Angriff kam so plötzlich und überraschend, dass Josh überhaupt nicht wusste, wie ihm geschah, als ihn die Faust mitten ins Gesicht traf. Für einen Moment wurde es schwarz.
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