Josh wusste nicht viel von den Mädchen, außer dass sie fast immer zusammen waren und dass sie die besten sportlichen Leistungen der ganzen Schule erzielten, wie er beim letzten Sportfest gesehen hatte. Alle drei waren ausnehmend schön. Die eine war blond, die anderen beiden hatten schwarze Haare, eine davon war ein asiatischer Typ und die andere hatte er immer für eine Indianerin gehalten, was sie auch war, wie er später erfuhr.
Was in diesem einen Augenblick, in diesem Sekundenbruchteil, als Josh die Tür öffnete und die drei Mädchen sah, alles durch seinen Kopf schoss, lässt sich kaum wiedergeben. Er erkannte die drei, registrierte – wieder einmal – ihre jugendliche Anmut und Schönheit, erinnerte sich daran, dass er nicht einmal ihre Namen wusste und wurde sich klar darüber, dass, wenn er sich überhaupt jemals mit einer Schülerin eingelassen hätte, es diese drei gewesen wären. Alle drei! Sie hatten nicht dieses kindische Gegacker, das er bei den anderen Schülerinnen immer als ziemlich nervtötend angesehen hatte. Und sie strahlten in seinen Augen irgendwie etwas sehr Würdevolles aus, das er nicht beschreiben konnte, das ihn aber schon immer fasziniert hatte. Und da wurde er sich plötzlich seiner Schuld bewusst. Er hätte sich mit jeder dieser drei Schülerinnen eingelassen, hätte dafür alles riskiert, was ihm jetzt geschah, obwohl er nichts getan hatte.
Er erinnerte sich an Träume, von denen er bisher nichts gewusst hatte, weil sie niemals sein Aufwachen überdauert hatten. Träume von diesen drei Mädchen, von ihren schlanken jugendlichen Körpern, die er berührte und die ihn berührten, von den Gerüchen ihrer Haut, die er in Wahrheit gar nicht kannte. Aber in seinem Bewusstsein, in seinem normalen, geordneten Leben, das er bisher geführt hatte, hatte er solche Gedanken niemals zugelassen.
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