Er atmete tief durch und konnte so verhindern, dass seine Tränen flossen. Er wollte fragen, was sie hier wollten, aber ein Kloß steckte ihm im Hals und er brachte kein Wort heraus. Marijana, die Blonde, sagte schließlich: „Sie sehen echt scheiße aus, Barker.“ Das wusste er selbst. Aber er hatte nicht gewusst, wie angenehm, wie samtweich ihre Stimme klang. „Es tut uns leid, wenn wir sie stören, ...“ fuhr die Indianerin in einer noch weicheren Stimme fort, und Josh sah, dass auch sie Tränen in den Augen hatte, „aber wir wollten Ihnen sagen, dass wir an Sie glauben.“
„Wir wissen, dass Sie Melanie nichts angetan haben“ fuhr die Blonde jetzt wieder fort „und wenn es sonst niemand tut, dann werden wir das beweisen!“ Josh konnte nicht verhindern, dass seine Tränen jetzt doch über sein Gesicht liefen. Er war der Starke. Er war immer für alle da und half, wo er konnte. Und jetzt plötzlich, als alle Welt ihn aufgab und verurteilte, da setzte sich plötzlich jemand für ihn ein; jemand, den er bisher nicht beachtet hatte, um nicht schwach zu werden. „Vertrauen Sie uns!“ sagte die Asiatin, während sie zaghaft nach seiner Hand griff, und die Berührung seinen ganzen Körper durchflutete. Nur ein kurzer Druck, dann wendeten die Mädchen sich wieder ab und gingen. Josh stand wie gelähmt in seiner Tür und blickte den Dreien nach. Nach ein paar Schritten drehte sich die Indianerin noch einmal nach ihm um.
Auch die anderen beiden blieben stehen und wendeten sich noch einmal zu Josh um. „Wir holen sie da raus!“ sagte die Indianerin noch mal und Josh konnte den Kloß, den auch sie im Hals hatte, selbst körperlich spüren. Den Mädchen fiel es schwer, Josh so zurückzulassen. Sie hatten diese Reaktion von ihm nicht erwartet, diese Menschlichkeit, diese Verletzlichkeit, all das, was sie jetzt in seinen Augen hatten sehen und erkennen können.
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