Franzi spielte mit Falk ein einfaches Brettspiel ‚Fang den Hut‘? Ja, so hieß es wohl und Falk lachte sich scheckig, wenn es ihm gelungen war, den Klotz von Franzi zu fangen. Als er mich entdeckte, sprang er sofort auf und wollte bei mir auf den Arm. Ich kam ihm zuvor, setzte mich auf den Holzboden. Der kleine Kerl legte mir seinen Arm um die Schulter wie ein Großer und lächelte mich an. Aus dem würde sicher mal ein richtiger Charmeur werden. Eilig sicherte er sich den Platz zwischen meinen Beinen und rückte so dicht es eben ging an mich heran.
„Möchtest du dich ausruhen gehen? Ich löse dich gern ab.“, bot ich Franzi an.
„Das würdest du machen?“, entgegnete sie erstaunt.
„Natürlich, warum erstaunt dich das so?“
„Chris hatte nach der Beziehung mit Falks Mutter noch drei oder vier Freundinnen, mit denen es länger ging. Aber die setzten sich immer ins gemachte Nest, ließen sich von mir von vorn bis hinten bedienen und wollten auch mit Falk nicht wirklich viel zu tun haben.“
„Was? Quatsch! Der ist doch total knuffig. Ich mag ihn, deshalb macht es mir auch rein gar nichts aus, mich mit ihm zu beschäftigen. Geh nur, es ist ok, wirklich.“
Franzi stand auf und ging in Richtung Kajütentür, nicht ohne mir liebevoll über die Wange zu streichen. „Danke.“, flüsterte sie und verschwand unter Deck.
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Franzi hatte sich einen altbackenen, echt hässlichen Badeanzug angezogen. Sie war der Meinung, dass die Zeiten, in denen sie eine Bikinifigur hatte, für sie vorbei waren. Zugegeben, der Zahn der Zeit hatte an ihrem Körper herumgenagt und ihn verändert, aber so schlimm fand ich es nun nicht. Hier und da ein Röllchen mehr, aber nicht so viel, als dass es gleich einen Haufen transparentschwingende Greenpeace Aktivisten auf den Plan gerufen hätte. ‚Rettet die Wale‘ … so schlimm war es dann doch nicht.
Auch, wenn ihre Möpse ohne den stützenden Halt wohl um einige Etagen tiefer hingen.
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