Sie lachte laut auf und wuschelte seine Haare.
Chris hatte uns wortlos zugesehen und wartete geduldig darauf, dass ich mich wieder zu ihm stellte, zu ihm bekannte. Falk hingegen löste sich von den Beinen, die ihm einen festen Halt boten und drehte sich zu mir um, als hätte er was vergessen, was ihm nun plötzlich wieder eingefallen war. Machte den einen großen Schritt auf mich zu, umklammerte nochmal meinen Hals und flüsterte: „Ich hab dich auch lieb.“
Ich schwöre, es war das erste Mal, als mir ein kleiner Junge gesagt hat, dass er mich lieb hat. Es war, als hätte er auf einen Sensor gedrückt, der mir augenblicklich nasse Augen machte. Kindermund tut Wahrheit kund, oder? Genauso sah er auch aus. Er strahlte mich lieb an, gab mir noch ein kleines Küsschen auf die Wange, lief dann aber wieder in das Versteck hinter Franzi’s Beinen.
Sie schnappte sich den kleinen Kerl, ging die Stiege hinab auf das Deck, womit sie uns wieder allein ließen. Chris hatte sich leise an mich geschlichen, um mich von hinten zu umarmen. Wir Frauen lieben das, wenn wir ganz ehrlich sind, oder? Wenn der Mann dann noch seine Hände auf unseren Bauch legt, dann ist es doch um uns geschehen, oder? Ich jedenfalls schmiegte mich rückwärts an ihn und fühlte mich sauwohl in seiner Umklammerung.
„Ich muss mich auch umziehen.“, hauchte er mir ins Ohr und verschwand nach unten.
Da stand ich nun, von allen allein gelassen, mit einer Horde aufgewühlter Schmetterlinge im Bauch. Allein, aber glücklich!
Der Knoten war endlich geplatzt, sogar recht schnell, wie ich fand. Angedeutet hatte er es ja schon öfter, dass er Gefühle für mich hegte. Doch jetzt war es raus! Laut und deutlich hatte er es gesagt. Dann war plötzlich alles ganz leicht, es brauchte nur ein kleine Erleuchtung, um ihm auch endlich meine Gefühle zu gestehen.
Nun waren wir also ein Paar! Nicht auszudenken, wenn das erstmal die Runde in der Firma machte.
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