Er liebte gutes Essen über alles, und schon oft hatte seine Mutter am Sonntag, als Delikatesse, Austern serviert. Seine Brüder machten jedes Mal Sprüche, „das sieht ja aus wie...“... worauf sie vom gestrengen Vater, der sicher dieselben Gedanken hatte, vom Tisch geschickt wurden. Philippe schwieg jedes Mal, brach das Weissbrot, tunkte es in die Sauce, beträufelte seine Austern mit Zitronensaft und bewunderte den Glanz, das Fleisch, die Textur der Tiere, die im Tod ihr Geheimnis preisgaben.
Bubu aber war quicklebendig und gab ihr Geheimnis trotzdem preis, und genau das ist es, was Frauen so magisch macht. Sie spielen vor dem Einschlafen an ihrer Auster, öffnen sie für ihren Geliebten, auf dass er sie liebevoll lecke, sind aber alle bei vollem Bewusstsein und alles andere als tot.
Philippe näherte sich Bubus Mumu mit seinem Gesicht. Er wollte Bubus Mumu riechen, sie schmecken, ein bisschen lecken. „Das gehört aber nicht zur Wette“, sagte Bubu leise, und schon berührte Philippes Zungenspitze ihre hocherregte Clit. „Schluss jetzt, Ihr beiden“, rief es mehrfach von draussen. „Schluss jetzt“, hauchte Bubu, rutschte von der Tischkante, rückte ihren Slip zurecht, zog ihre Jeans wieder an und komplimentierte den komplett verwirrten Philippe nach draussen.
Bubu wurde älter, reifer, und so taten es auch ihre Schulkollegen. Bubus erstes Mal fand statt, als sie 18 Jahre alt war, nach der Abiturfeier, mit Marco, dem Klassenprimus. Auch für ihn war es das erste Mal. Beide waren leicht angetrunken und vollkommen enthemmt. Zu lange hatten die Hormone gebrodelt in diesen letzten Jahren, zu lange waren sie vom Wesentlichen abgelenkt worden durch Infinitesimalrechnungen, Enzyme, sprachliche Irrungen und Wirrungen höchst diskutabler Pflichtliteratur, Dem Orbitalmodell in der Chemie und dem Berechnen der schiefen Ebene in der Physik. Tief drinnen aber wütete der Sexus, die Wollust, die Geilheit.
Die Mumu von Bubu
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Die Mumu von Bubu
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Die Mumu von Bubu
schreibt Huldreich