Die Mumu von Bubu

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Die Mumu von Bubu

Die Mumu von Bubu

Anita Isiris

Beide stammten, wie auch Bubu und Ibram, aus reichen Familien, die sich immer wegbewegen konnten, wenn es brenzlig wurde.

Und, ja, an jenem Sonntag tischte Sanna, die vollbusige Köchin, Austern auf, wie die Welt sie noch nie gesehen hatte. Attraktiv mit Salaten aller Art garniert, begleitet von einem herrlich duftenden Brunello di Montalcino, obwohl Ibram, der Gourmet, genau wusste, dass Rotwein zu Fisch oder Muscheln eine Sünde war. Aber er war ein Farbfetischist, liebte Rot über alles und erkannte zudem, dass Rotwein, im Kontrast, Bubus Blondhaar noch besser zur Geltung brachte als Weisswein. Darum dieser Brunello. Nach ein paar für Bubu todlangweiligen Dialogsequenzen über Cashflow, irgendeinen Market Index und Investments in „Artificial Intelligence“ wurden die Austern geöffnet. Und wie immer, sofort, durchzuckten Gedanken zur weiblichen Anatomie die drei Männerhirne, und alle blickten verstohlen zu Bubu, die versonnen schlürfte und dabei ihre kleine rosa Zunge zeigte. Sie trug ein blaues, weit ausgeschnittenes Kleid, das sehr viel von ihr preisgab, wie von Ibram ausdrücklich gewünscht. „Du sollst meine beiden Kollegen heiss machen“, hatte er ihr unverblümt gesagt, und „ein bisschen Erotik schadet nie und fördert den Geschäftserfolg“. Bubu, die sich im Grunde gerne zeigte, machte das nicht allzu viel aus, und sie liess sich von der Köchin beraten, welchen Halsschmuck sie denn tragen sollte. „Etwas Diskretes“, riet diese, „aber doch etwas, das von Deinen grossen Büsten ablenkt. Ich habe Erfahrung, glaube mir.

Es ist unangenehm, wenn Dir die Männer immerzu auf die Titten starren. Darum empfiehlt sich eine kleine Perle im Halsausschnitt... die aber von den meisten Männern dann doch leider ignoriert wird“, fügte Sanna schalkhaft hinzu.

Ein Wort gab das andere, das Dessert-Soufflé war ein Hauch von etwas, die Espressomaschine duftete verführerisch.

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Die Mumu von Bubu

schreibt Huldreich

Liebe Anita! Irre Geschichte, genau so sehe ich das auch mit dem Genozid, aber leider ist sei ein Einschub gerade dringend geboten. Und wieviel Lust eben nicht nur ein Mann einer Frau bzw. eine Frau mehreren Männern bereiten kann!!!

Gedichte auf den Leib geschrieben