Remote Rausch

Die Näherin Teil 4

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Remote Rausch

Remote Rausch

Madam Lasterhaft

Der massive Türschließer drückte die Tür müde ins Schloss. Liam zwängte sich in eine holzvertäfelte Kabine der nobel eingerichteten Herrentoilette seines Arbeitgebers. Er war auch als leitender Angestellter dazu verdonnert, die Toilette des gesamten Stockwerkes zu benutzen. Immerhin waren sie schön eingerichtet, sodass man sich ein wenig wie in einem noblen Hotel fühlte. Dafür hatte er als er die finanziellen Mittel dafür freigab, gesorgt.

Seine lederne Präsentationsmappe hatte er auf dem Waschtisch abgelegt. Besser gesagt, in die Ecke geworfen. Der Verschluss seines Gürtels ächzte, als er ihn in Nullkommanichts aufgehebelt hatte und sein angefixter Schwanz zum Vorschein kam. Das große Auge seiner Eichel blickte ihn auffordernd an. Zum Glück konnte er jetzt auf die Präsentationsmappe als Sichtschutz für seine pralle Latte verzichten.

Das Blut in seinen Adern pochte, seine Schläfen pulsierten. Er rieb seinen Lustpinsel vorsichtig mit seinen Fingerspitzen und mit einem Hauch schlechten Gewissens. Dieses verfluchte Mädchen. Marlies. Der wohlerzogene, moralisch strenge Junge in ihm verurteilte ihn als lüsternen Schmutzfinken, als er sein Vorhaben überdachte. „Ach was solls, sie hat ja angefangen.“ wischte er seine Vorbehalte beiseite und widmete sich dem angenehmen Teil.

Liams ganze linke Hand umfasste reibend das gerötete, stehende, ansehnliche Glied. Gedanken eines schwarzen, maßgeschneiderten Lackkleides schossen ihm in den Kopf. Ihre Haare. Der Duft ihrer Weiblichkeit. Sehnsucht nach ihrer Wärme, die er noch nie gefühlt hatte. Die Eichel war dick und dunkelrot mittlerweile. Lange würde das nicht gehen. Sein Atem ging schwer. Dabei fummelte er geschickt sein Smartphone aus der rechten Anzughosentasche und drehte es sich zurecht. Da war sie. Dieses junge, kreative Mädchen. Von ihm unberührt und aus dem Grunde interessant für einen Sammler von Eroberungserfahrungen wie er einer war. Ein Herzensdieb und Besessener zugleich.

Er stellte sich vor, wie dieses von den gleichen mädchenhaften Händen gefertigte schwarze Lackkleid seine junge Angebetete eines Tages umschlingen sollte während sie von ihm lustgepfählt in den höchsten Tönen Orgasmen in die Luft schrie. Sie würde ihm nicht so schnell davonkommen, an diesem Abend. Ausschweifend würde es werden. Er würde sie genussvoll vögeln, bis sie ohnmächtig werden würde und schließlich mit klapprigen Beinen den Heimweg antreten würde.

Danach würde er das Kleid vorfinden, wie es über einem seiner metallenen Stühle hängen würde wie ein Blatt, dass den Herbst und Winter überstanden hätte und vom Blättergerippe, dem Stuhl, gehalten würde. Ganz nach seiner Vorstellung eines unverbindlichen Abenteuers mit Souvenir. Denn dann würde auch sie verblüht sein für Liam. Ausgesaugt an Kraft, erfüllt von seinem Samen und mit geröteten Wangen würde sie von dannen ziehen. Er rieb härter.

Geruch von männlich erregtem Duft erfüllte die kleine, gepflegte Toilettenkabine. Er wollte den einmal aufgenommenen Faden der Lust nicht verlieren. „Die App kenne ich im Schlaf“, dachte er sich als er den mittleren, runden Button des Bedienfeldes drückte. Mit jeder Handbewegung seiner Hand am Penisschaft nach unten tippte er impulsiv auf das runde Feld in der App. Seine Gedanken fuhren Achterbahn. „Ich hoffe ihre Muschi ist auch schon richtig triefend nass. Hoffe sie ist genauso gequält wie ich.“, dachte er als er seinen Daumen verweilen ließ und mit festem Griff seinen in Flammen stehenden Lustpfahl kompromisslos den letzten Millimeter in die Höhe schießen ließ. In diesem Moment würde sie es ordentlich zwischen ihren Beinen pulsieren spüren. Sie würde verschämt ihre schlanken Schenkel übereinanderschlagen, versuchen ihre Unterhaltung fortzusetzen, die sie so oft mit ihren Kunden oder Kolleginnen in der Nähstube führte. Vielleicht musste sie eine Pause einlegen um keine Kundin beim Abstecken eines Kleidungsstückes zu pieken. Gepeinigt von ihrem durch ihn gesteuerten Remote-Vibrationsei würde ihr Stück für Stück die Kontrolle entfallen. „In diesem Moment wird sie mit roten Wangen einen Orgasmus unterdrücken und innerlich um Erlösung flehen.“, dachte er berauscht.

Das Bild dieser um Beherrschung ringenden jungen Dame, ließ seine Lust toben.

Er presste seine schmalen Lippen fest zusammen während er noch schemenhaft die Tür des Ruheörtchens hörte. „Verdammt…gerade jetzt.“ Er biss die Zähne zusammen. „Scheiß prekäre Situation.“, verfluchte er tonlos seine Lage. Er rieb ungestüm weiter. Besessen und stetig brachte er zu Ende was er angefangen hatte.

In weißen Fontänen schoss er sein Sperma in Richtung Toilettenpapierrolle. Für vorbereitetes Auffangmaterial war in der Eile keine Zeit mehr gewesen. Um viel Druck erleichtert ließ er die Rolle ein paar Drehungen vollführen, reinigte sich und wischte die verteilten Rückstände von der Wand und Toilettenpapieraufhängung.

Gluckernd nahm die Toilettenspülung das benutzte Papier in Empfang und zog es in die Abflussrohre des Vergessens. „Hoffentlich hat das Intermezzo niemand gehört.“, meldete sich sein Gewissen scharf. Er machte sich zurecht und öffnete mit einem temperamentvollen Griff die Toilettentür, griff sich seine Mappe und eilte aus dem Lokus. Ein Blick auf die Uhr in seinem Büro verriet, dass er nur eine viertel Stunde weg gewesen war.

Er setzte sich auf seinen Ledernen Bürostuhl, schickte er eine Nachricht über einen Messenger: „Schön, dass du dabei warst. Ich hoffe du bist schön nass.“, textete er, als er noch einen frechen Smilie hinterhersetzte und sein Smartphone wieder weglegte. Liam hatte Blut geleckt.

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