Die am Grill beschäftigten Mütter tauschten Blicke, und allen war klar, was da gespielt wurde.
Nun stand die noch immer triefende Simone vor Bernds Haustür und klingelte. Bei der letztjährigen Grillade war er noch nicht dabei gewesen, Simone wusste noch nicht einmal, ob Bernd möglicherweise schwul war, aber das würde sich rasch klären. Sie schwankte zwischen Frieren und Jagdfieber und fand es aufregend, in ihrem hilflosen und peniblen Zustand eine Männerwohnung erkunden zu können. Bernd öffnete prompt und sah Simone erstaunt an. „Was ist denn mit Dir los...?“, fragte er, und Simone erläuterte kurz ihr Schicksal. „Komm rein“, sagte Bernd freundlich, „ich habe eh gerade einen Tee aufgesetzt“. Simone wurde warm ums Herz, aber das Vordringlichste waren trockene Kleider. „Ich gebe Dir eins meiner Hemden“, sagte Bernd gastfreundlich, so, als könnte er Gedanken lesen. Er öffnete den Kleiderschrank im Korridor, und Simone zögerte nicht lange. Sie zog sich das klitschnasse T-Shirt über den Kopf und schlüpfte in Bernds Streifenhemd. „Möchtest Du vielleicht... duschen?“, fragte er freundlich. Bernd war alles andere als schwul, und der kurze Moment, in dem Simone ihm einen Blick auf ihren nackten Oberkörper gegönnt hatte, war ihm durch und durch gegangen. „Was für eine Frau“, dachte er bei sich, und „wenn Simone bei mir duscht, dann ist mein Bad so etwas wie geweiht, geheiligt sozusagen“.
Simone liess sich nicht zweimal bitten und betrat Bernds Dusche, während dieser ihr ein Frottiertuch heraussuchte. „Wie zuhause“, lud er sie ein und ging zurück in die Küche, wo er einer bunten Metallbox Kekse entnahm. Bernd war ein ausgesprochen fairer Typ, äusserlich zwar ein Womanizer, aber er wusste, was sich gehörte. Somit hatte er absolut keine Hintergedanken, was seine Nachbarin in ihrer desolaten Situation anging. Sie sollte es gemütlich haben bei ihm, und in gut zwei Stunden würde sie direkt gegenüber eine von ihrem Mann geöffnete Wohnungstür vorfinden.
Die nasse Simone
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Die nasse Simone
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