Die neue Kollegin

Wie das Leben so spielt - Teil 1

22 15-23 Minuten 0 Kommentare
Die neue Kollegin

Die neue Kollegin

Alnonymus

“, höre ich schließlich ihre leise Stimme. Jetzt ist es an mir, völlig perplex zu sein.
„Du würdest mir keine runterhauen und um Hilfe rufen?“, frage ich wie in Trance nach.
„Ich würde doch so einen charmanten Kollegen nicht schlagen“, schüttelt sie den Kopf, „und um Hilfe rufen würde ich nur, wenn du beim Küssen tatsächlich Hilfe brauchst.“
Dass sie schlagfertig ist, weiß ich ja, aber jetzt glotze ich sie vermutlich gerade an wie ein Fisch, zumindest lässt ihr herzliches Lachen darauf schließen. Na warte, bevor meine Kollegin sich vielleicht anders entscheidet, lege ich meinen Arm vorsichtig um ihre Taille, sodass sie sich mir jederzeit entziehen kann, wenn sie das möchte. Schon berühren sich unsere Lippen ganz sanft, als wären sie etwas Zerbrechliches. Zärtlich passen sich die Bewegungen unserer Lippen einander an, so als würden wir voneinander naschen. Auch ohne unsere Zungen ins Spiel zu bringen, ist es unglaublich erregend. Es kribbelt allein davon herrlich, natürlich auch zwischen meinen Beinen. Julia legt ihre Finger in meinen Nacken, einerseits wohl, um sich festzuhalten, andererseits wohl, um mich ja nicht entkommen zu lassen. Es ist, als ob es klick gemacht hat und sich das heimliche Begehren unseres gemeinsamen Abends mit einem Schlag löst.
„Wow, Hilfe beim Küssen brauchst du jedenfalls nicht“, seufzt die Frau in meinem Arm, als sich unsere Lippen irgendwann voneinander gelöst haben.
„Du aber auch nicht“, gebe ich unruhig atmend zurück. „Unbescheiden, wie ich bin, hätte ich ja gerne noch einen“, lächle ich immer noch, „aber ich weiß nicht, ob ich dann überhaupt noch damit aufhören kann. … Außerdem ist die Gefahr zu groß, schließlich kann jederzeit ein Kollege aus dem Fahrstuhl kommen.“
Julia schaut mich an, während sie über etwas nachzudenken scheint.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 992

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben