Die neue Liebe

Wie das Leben so spielt - Teil 2

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Die neue Liebe

Die neue Liebe

Alnonymus

Mein „sportlich, sportlich, Treppe statt Fahrstuhl“ schallt Julia entgegen, als sie schließlich oben angekommen ist.
Sie sieht zauberhaft aus, zumal sie heute zu ihrer schlichten Bluse ausnahmsweise mal einen Rock trägt. Dieser ist mit einem Blumenmuster bedruckt, fast knöchellang und so luftig, dass er ihre Beine locker umschmeichelt.
„Schön, dass du da bist“, lächle ich sie an, kaum dass ich die Wohnungstür hinter uns geschlossen habe, „ich hatte kaum noch zu hoffen gewagt, dass unser wunderschöner Abend bei der Feier eine Fortsetzung findet.“
Die lustvolle Nacht erwähne ich erst einmal nicht, das wäre wohl zu direkt.
„Sorry“, zuckt sie mit den Schultern, „aber ich musste erst einmal nachdenken und mir über das ein oder andere klar werden. … Du hast mich nämlich ganz schön umgehauen. … Aber jetzt bin ich ja da.“
Ich kann gar nicht anders, als sie einfach in den Arm zu nehmen, genieße dieses herrliche Gefühl, das mein Herz schneller schlagen lässt.
„Und du hast mich nicht weniger umgehauen“, flüstere ich ihr dabei leise ins Ohr.
Glücklich führe ich meinen Gast ins Wohnzimmer, bleibe direkt hinter ihr stehen.
„Wow, ein gemütliches Nest hast du hier“, meint sie anerkennend, während sie ihre Blicke schweifen lässt.
Julia dreht sich langsam, landet so unversehens in meinem Arm. Der tiefe Blick in ihre Augen lässt mich unruhig werden.
„Ich glaube, heute brauche ich dich nicht zu fragen, ob ich dich küssen darf, oder?“, frage ich leise.
Mein Gast schüttelt nur den Kopf, ohne den Blick von meinen Augen zu lösen.
Schon liegen meine Lippen ganz sanft auf ihren. Es ist ein Déjà-vu von Montag. Wieder dieses herrliche Kribbeln, wieder dieses lustvolle Gefühl, während ich merke, wie Julia ganz weich wird in meinen Armen. Bald schon finden sich unsere Zungen zu einem neckischen Spiel, mit dem wir kaum noch aufhören können.

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