Die Nixe

Feenzauber - Teil 4

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Die Nixe

Die Nixe

Peter Hu

Es war tatsächlich algengrün. ...Und es verbarg geschickt, was es an magisch geheimnisvollen Tiefen noch an ihr zu entdecken gab.

„Bei dir besteht wohl noch ein wenig Hoffnung. Denn blind, bist du schließlich nicht, wie ich unschwer an deinen Reaktionen erkenne,“ ...säuselte die Nixe nun mit erotisch gurrender Stimme.
„Folge mir nur nach. Ich bringe dich jetzt an einen Ort, wo du unvergessliche Dinge schauen wirst.“ ...Mit diesen Worten fasste die Nixe den Landvermesser bei den Haaren. Sie zog Egidius wieder ins tiefe Wasser. Er fürchtete schon, jetzt wolle sie ihn am Ende doch noch ersäufen. Doch dies war noch lange nicht das Ende...

*

...Das Wasserfräulein schwamm wahrlich wie ein Fisch. Na, ...Wasserfrosch, traf es wohl eher. Wenige Atemzüge später schon, waren sie an diesem tosenden Wasserfall angelangt. Die schöne Amphibie ließ ihm gerade genug Zeit für einen weiteren, tiefen Atemzug. Dann tauchten sie auch schon durch das donnernde Tosen hindurch.

Als Egidius und die Nixe wieder auftauchten, befanden sie sich in einer wundersam rosig schillernden Höhle. Tropfsteine hingen überall von der Grottendecke. Und das durch den Wasserfall bizarr gebrochene Mondlicht, veranstaltete ein seltsam bezauberndes Lichtspiel darauf.
„Willkommen in meiner bescheidenen Wohnung,“ ...erklärte die Nixe stolz, als sie engelsgleich vor ihm aus dem Wasser stieg.
„Ich bringe nur selten Fremde mit. Ich hoffe, du weißt diese Ehre zu schätzen.“
Der Landvermesser wusste gar nicht, was er mehr bewundern sollte: Diese atemberaubende, in den Felsen geschliffene Architektur, welche die Strömung seit Jahrtausenden zu diesem funkelndem Glanz poliert hatte. Oder galt sein Augenmerk doch mehr der perfekten Hinteransicht seiner schönen Gastgeberin. Bei der Gestaltung dieses griffigen, runden Kunstwerks, hatte sich die „Große Mutter“, nicht weniger Mühe gegeben.

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