Die Nixe

Feenzauber - Teil 4

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Die Nixe

Die Nixe

Peter Hu


... „Na, wie gefällt es dir bei uns, lieber Steinhart?“ Begrüßte ihn der Herrscher mit wissendem Lächeln.
Des Landvermessers verlegenes Grinsen war ihm Antwort genug. Nur der mächtige Feenzauber konnte ihm solche Manneskraft verleihen...

„Wie du siehst, mein lieber Steinhart, geht es hier so langsam auf den Herbst zu. Die ersten Blätter färben sich schon. Und es dauert nicht mehr lange, bis sie fallen. Das Feenvolk muss sich nun bald in seine Höhlen zurückziehen. Es ist an der Zeit, für den Wintervorrat zu sorgen. Denn wenn Eis und Schnee auf dem Land liegen, zieht es mein Volk vor, behaglich unter der Erde zu leben.“
„Du bist mein Ehrengast, lieber Landvermesser. Du sollst auch die unvermeidlichen, aber gerechten Jagdpflichten mit uns teilen. Wir lieben das Wildbret, ...schätzen auch die Erregung der Pirsch. Dennoch töten wir nur um der Nahrung willen; ...oder wenn wir, wegen der Störung durch den Menschen, für notwendigen Ausgleich sorgen müssen.“
„Leider geschieht das öfter, als uns lieb ist. Denn die gleichen wohlhabenden Herren, die dich in ihrer landgeilen Habgier zu uns sandten, freveln auch in anderer Weise in unserem Wald.“
„Einerseits töten sie unser edles Getier mit unsportlichen Donnerrohren, nur um ihre Stuben mit ausgestopften Kadaverteilen zu schmücken. Andererseits setzen sie Unmengen von schießbarem Wild aus, dass dann unser Land verwüstet. Und das nur, um alten Männern, die „Ihn“ nicht mehr hochbekommen, die Lust lebender Ziele zu bieten.“
„Das nimmt groteske Züge an. Als der Hirsch bei uns beinahe ausgerottet war, bemerkten auch sie ihren verhängnisvollen Fehler. Anstatt aber ihre Büchsen ruhen zu lassen, damit sich der Bestand auf natürliche Weise erholte, setzten sie auf einmal Unmengen junger Hirsche aus. Diese unschuldigen Tiere nun, schälen in ihrem Hunger so viele Bäume, dass sie verheerenden Schaden anrichten.“
„Als Waldkönig muss ich also handeln.

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