Die Nixe

Feenzauber - Teil 4

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Die Nixe

Die Nixe

Peter Hu

Sehnsüchtig schmachtend, schielte der verschmähte Gast immer wieder in Richtung der Königin. Doch auch Violett ließ ihn nur schmunzelnd schmachten.

„Na, na, Vorsicht, Vorsicht..., junger Rüpel! ...Wendet sofort den gierigen Blick lieber von meiner Frau Gattin ab. Ihr wisst wohl nicht, was sich gehört“, ...scherzte der König da in übertrieben gespielter Eifersucht.
„Ich bin aber auch ein schrecklich unaufmerksamer Gastgeber“, ...fuhr der Waldfürst schelmisch grinsend fort und nahm einen kräftigen Schluck vom schweren Herbstmet.
„Habe ich doch glatt deine Tischdame vergessen?“

„Sie scheut das Feuer, ...schmäht gebratenes Fleisch.
Sie trinkt nur Wasser, verweist bleibt meinen Wein,
mag er auch noch so köstlich sein.
An Land fühlt die Maid sich gar nicht wohl
...sie isst lieber Fisch, als Rosenkohl...
Gleichwohl ein Feenwesen von unserer Art,
dass auf ein letztes Abenteuer mit dir harrt.

„Um diese Jahreszeit ist es schon etwas kühl im See. Doch das Seenixlein wird dir schon einheizen, das garantiere ich dir. Sie steht meiner Gattin weder in Sachen Schönheit noch an Ausdauer oder gar an leidenschaftlicher Hitze, ...auch nur im Geringsten nach.“

„Habe ich dich neugierig gemacht? Kühle dein heißes Blut am gurgelnden Strom. Dort wartet eine Überraschung auf dich, die ich eigens für dich ausgesucht habe. Ich würde sogar gern mit dir tauschen. Aber Violet hat so sehnsüchtig nach mir verlangt,“ ...lachte der Gekrönte schelmisch.
„Beeile dich. Eine Nixe wartet nicht gern!“

...Egidius war es jetzt schon etwas mulmig zumute. Am Ufer war es jetzt dunkel und frisch. Er kannte die Legenden von Seejungfrauen, welche den unvorsichtigen Wanderer mit ihren nackten Leibern locken, nur um ihn hinab in ihr feuchtes, kaltes Reich zu ziehen. Nichts war bewiesen. Doch man behauptete, dass sie die Männer dort mit Heißhunger und scharfen Zähnen verspeisten...
Als Würde der König seine Gedanken lesen, winkte er nur grinsend ab. Darauf schenkte er Egidius den Becher voll. „Probiere mal diesen, der erwärmt dich von innen. Und standfest, macht er auch...“
Das Getränk verfehlte seinen Zauber nicht. Egidius Blut schien plötzlich zu kochen. Er brauchte dringend eine Abkühlung...

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