Nymphomanin

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Nymphomanin

Nymphomanin

Joana Angelides

Mercedes vervollständigte das Werk und verließ das Bad. Margarita begab sich noch einmal zur Dusche. Als sie herausstieg und sich in den Bademantel hüllte, hörte sie das laute, unmissverständliche Fauchen von Mercedes aus einem der anderen Räume und einen brunftigen, männlichen lang gezogenen Schrei. Es klang wie aus der Wildnis herüber.
Was sind das doch für lustgesteuerte Menschen, wild und unbeherrscht. Sie lebten offenbar nur ihrer Begierde und dem Sexus!
Sie horchte in die angrenzende Stille hinein und spürt angstvoll, wie diese Wildheit und dieses sexgesteuerte Dasein, von ihr ebenfalls Besitz ergriff.

Das Miteinander mit Mercedes erhielt durch die Rasur eine neue Facette.
Mercedes liebte es, sie mit der Zunge verrückt zu machen, sie dabei anzubinden, zu fesseln und sich dabei von rückwärts von Mark ebenfalls, manchmal sogar mit einem Pinsel, oder auch von seiner Zunge bis zum Orgasmus zu treiben. Sie war eine ungezähmte Wildkatze und eine unbeherrschte Nymphomanin.
Es war ihr sicher bewusst, wie überfallsartig sie die Lust beutelte. Margarita merkte es immer daran, wenn sie mitten in einem Gespräch, plötzlich mit der Zunge ihre Lippen leckte und sich ihre Augenlider senkten. Da war sie wieder auf dem Sprung, sie war eben eine Tigerin.
Sie begleitete Mark auf einige Events, Essen mit Geschäftsfreunden und Ausstellungen, wo sie von den Anwesenden, besonders von den männlichen, immer sehr bewundert und dezent umschmeichelt wurde. Doch da er sie als seine Frau ausgab, wahrten sie Distanz. Die von ihm ausgewählten Kleider waren aufreizend, erregend und offensichtlich vor allem so ausgewählt, dass sie vor allem seine Fantasie beflügelten. Ob sie auch andere Männer erregten, war im sichtlich egal, oder steigerten seine Erregung nur noch. Sie sah es an seinen Blicken, wenn er sie sinnend betrachtete. Seine Blicke erinnerten sie an eine Rinderauktion, der sie einmal beiwohnte.

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