Nymphomanin

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Nymphomanin

Nymphomanin

Joana Angelides

Da wurden die Tiere genau fixiert, taxiert und dann eingekauft. Sie erriet aus seiner Unruhe, dass er sich bereits wieder in Gedanken bei ihr und Mercedes befand und sich die unterschiedlichsten Sexszenen ausmalte.
Es wurde ihr immer mehr bewusst, dass sie nur ein Objekt war, ein Objekt, dass seine und die Begierden seiner Frau zu befriedigen hatte. Sozusagen ein Tool, ein Werkzeug.

Er bestand darauf, dass sie kein Höschen zu tragen hatte und liebte es besonders, wenn sie jene zwei Kleider mit einem sehr tiefen Rückenausschnitt trug, die er ausgewählt hatte. Wenn es die Situation erlaubte, versenkte er seine Hand in der Tiefe des Kleides, umfasste ihre Pobacken und krallte sich fest, massierte sie. Dabei konnte er mit seinem Gegenüber emotionslos Gespräche führen. Sie allerdings musste den Atem anhalten, um nicht die Contenance zu verlieren.

Wenn sie dann nach Hause kamen, spielte sich jedes Mal die gleiche Zeremonie wie am ersten Tag ab. Egal zu welcher Uhrzeit! Beide fielen gierig und geil über sich und über Margarita her und es ging oft bis zum Morgengrauen.

Wenn Margarita an diese beiden Wochen zurückdachte, stellte sie fest, sie befand sie sich in all dieser Zeit in einem Sinnesrausch, ständig gebeutelt von Orgasmen und unbändiger schrankenloser Lust, die langsam, wie ein Virus, auch von ihr Besitz ergriff.
Der Tag der Abreise kam immer näher. Sie spürte, dass Mercedes in einen Zustand der Panik geriet. Die Intervalle ihrer Lust-Anfälle und überfallsartigen Attacken wurden immer kürzer, besonders in den letzten Tagen. Sie riss sogar nachts die Schlafzimmertüre auf und legte sich neben sie, begann sie zu stimulieren und forderte Margarita zu immer intensiveren Orgasmen, obwohl sie sich abends bereits gegenseitig bis zur Erschöpfung getrieben hatten. Sie nahmen Besitz von ihr und ihrem Körper, degradierte sie damit eben zu einem Werkzeug und manipulierte dadurch auch ihre Psyche. Und Margarita wollte benutzt werden, wollte, dass sie sie erniedrigte und Mark dabei zusah. Niemals jedoch kam es zu einer Vereinigung zwischen ihr und Mark, sie war nur das Objekt für die Steigerung seiner Leidenschaft zwischen ihm und Mercedes. Er wachte auch eifersüchtig darauf, dass Mercedes nur sehr selten zu einem Orgasmus durch sie kam, außer bei der morgendlichen Dusche. Sonst griff er davor meist wild und vehement ein und beanspruchte diese Momente für sich. Doch das war Margarita inzwischen egal. Sie wollte nur brennen, glühen und dienen.

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