Er zuckte mit den Schultern, sie wiederholte die Worte, er schüttelte den Kopf. Sie schauen sich ein Weilchen ratlos an, dann schickt sie sich an, die Tür wieder zu schließen. Aber so rasch gab er natürlich nicht auf. "Mama?", dann "Papa'?", das waren Worte, die sie verstehen musste. Sie schüttelte wieder den Kopf, deutete dann auf sich und hob die Hand, zwei Finger standen ab, dann deute sie auf sich und den kleinen Jungen, der ihn furchtsam anschaute. Zwei Geschwister, überlegte er, es gab kein Drittes, keine Cecile, vielleicht lebte sie doch nicht hier. Ein letzter Versuch, wieder sagte er langsam und deutlich "Je veux voir Cecile." Wieder das Kopfschütteln, wieder das verlegene Lächeln, nur noch deutlicher und wieder der Versuch, ihm die Tür vor der Nase zuzumachen. Da kam ihm eine Idee. Er beschwichtigte das Mädchen mit einer Geste, bot ihr Einhalt, holte sein Handy aus der Tasche und suchte ein Bild seiner Cecile. Sie lächelte ihr allerschönstes Lächeln, ein Engel, sein Engel. Er zeigte das Bild dem Mädchen. Sie schaute es konzentriert an, sagte nichts, schaute ihn nicht einmal an, zögerte aber, die Tür endgültig zu schließen. Er scrollte weiter, suchte nach ein paar harmlosen Bildern, fand aber keine, es gab nur wenige, die man jedem hätte zeigen können, dafür fand er die Adresse, die er auch abgespeichert hatte. Er hielt sie ihr unter die Nase, deutete auf den Namen auf dem Monitor und dann auf das Schild an der Tür. Auf einmal fing das Mädchen zu seiner großen Überraschung an zu weinen, dicke Tränen rannen über die Wangen, sie schluchzte und trat zur Seite, machte den Weg frei, eine eindeutige Aufforderung an ihn, einzutreten.
Die Wohnung, die er nun betrat, war eng und müffelte. Das Mädchen öffnete die Tür zu ihrem Zimmer, der Einrichtung nach zu schließen, ein typisches Zimmer für ein Mädchen ihres Alters. Dort stand auf einem kleinen Schreibtisch ein Laptop.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.