Die Stunde schritt vor, der Nachmittag neigte sich dem Ende zu. Wäre ich allein gewesen, hätte ich mich nun auf den Weg zu meinem kleinen Privatstrand gemacht, zu meinem Nacktbadestrand. Ob ich das Nina zumuten konnte? Sie war doch gerade eben erst angereist? Dann entschied ich mich. «Willst Du hier relaxen – oder lieber am Strand?», fragte ich sie.
Ich, Nina: «Was für eine Frage»… mein Herz klopfte bis zum Hals. Anita hatte mir schon mehrmals von ihrem Strand vorgeschwärmt und mir auch verraten, dass sie dort, völlig unbeobachtet, nackt badete. Dass sie es liebte, wenn das Meerwasser ihre intimsten Stellen liebkoste, dass sie sich eins fühlte mit der Natur… und nun wollte sie mich wohl daran teilhaben lassen. Eilends legte ich mir im Gästezimmer mein Gepäck zurecht, ich mag es ordentlich. Zahnbürste. Crèmes. Nachthemd. Hausschuhe. Und ein Buch von Sebastian Fizek auf dem Beistelltisch. Ich mag die direkte, schnelle Art seiner mittlerweile zahlreichen Thriller. «Badetücher habe ich, mehr brauchen wir nicht», rief mir Anita gut gelaunt zu und ging vor mir her, die Verandatreppe hinunter, zu unseren eBikes, die uns in den nächsten Tagen gute Dienste leisten würden. Wieder konnte ich den Blick kaum von Anitas Hintern lösen, diesem frechen, kräftigen, liebeshungrigen Arsch meiner Freundin… Meine Schläfen pulsierten. Ich sog den Pinienduft tief ein und genoss die Fahrt ans Meer, in dem schon Odysseus aufgebrochen war und seiner geliebten Penelope über 10 Jahre nicht mehr begegnen durfte – dafür aber Polyphem, dem einäugigen Riesen und Nausikaa, einer Inselschönheit, die den Helden seine Penelope beinahe hätte vergessen lassen.
Die Gegend wurde noch einsamer, als wir den Wald hinter uns liessen. Dann bremste Anita abrupt. «Schau, hier», sagte sie. Ich brachte den Mund nicht mehr zu. Dutzende von Schildkröten warteten hier auf ihren Nachwuchs, von der Sonne warm beschienen, jeden Moment würden die Babies schlüpfen.
Eindeutig gesteigert!
schreibt michael_direkt