Die Sexfalle

Rotkerbchens Abenteuer - Teil 17

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Die Sexfalle

Die Sexfalle

Peter Hu

Während Rotkerbchen noch von den Wonnen eines vielarmigen Liebhabers träumte, war der tapfere Eichling bereits in die „Sexfalle“ getappt.

...„Mäuse fängt man mit Speck, Geillinge lockt man mit scharfen Düften“, ...lachte der böse Zauberer.

Ein kleiner, aber keinesfalls rein dekorativer Marterpfahl stand mitten auf seinem Schreibtisch. In süffisanter Grausamkeit kitzelte der gemeine Magier den daran befestigten Eichling mit einer weichen Daunenfeder. Und zwar an seiner „kitzligsten“ Stelle.

„Da konstruiert man jahrelang an ausgefallenen Drachenwesen herum, um seine Macht mit Angst und Schrecken zu verbreiten und lästige Gegner auszuschalten, dabei braucht es nichts weiter, als eine dralle, blonde Bauernmagd, und der schlüpfrige Geilling sitzt in der Falle“...

So sinnierte der Schwarzmagier zufrieden, während er genüsslich die Instrumente der Tortur vor seinem schlotternden Opfer ausbreitete.

Da gab es Federn von verschiedener Stärke, Bürsten, „Vibratorschlingen“ ...und manch anderes mehr, was einen kleinen „Eichlingsgnom“ zum Wahnsinn treiben konnte.

„Ist es denn nicht klüger auszupacken, bevor all dieses hier zum Einsatz kommt? Am Ende erreiche ich doch immer mein Ziel. Sträuben bedeutet Pein“ ...säuselte der Böse nahezu fürsorglich, während er gedankenverloren mit dem uhrwerksähnlichen Mechanismus einer „Hochtourigen Mördermuschi“ spielte.

„Alles! ...Bloß nicht die „Hochtourige Mördermuschi!“ ...wimmerte der Gnom, schon nach wenigen Worten nahezu gebrochen.

„Greta! … serviere mir doch eine kleine Stärkung“, ...befahl der Hausherr.

„Die "Besprechung" wird sich gewiss noch hinziehen.“

Schon die bloße Nennung dieses Namens verursachte dem Gnomen schlimmste Kopfschmerzen. Wie konnte er nur auf eine solch falsche Kreatur hereinfallen?

Denn es war dieser perfekt durchgesteilte, täuschend echte Sexroboter, der unseren ausgehungerten Helden in den Hinterhalt gelockt hatte.

Schon ihr eigenartiger, irgendwie gestelzter Gang, hätte ihn stutzig machen müssen. War da nicht sogar ein leichtes Quietschen in ihren Knien, als sie sich so liebenswert lächelnd zu ihm herunterbeugte?

Greta B2/F2 war die beinahe perfekte Imitation eines Superweibes. Zu perfekt. Das hätte dem Geilling eigentlich sofort auffallen müssen...

Diese „Lustwaffe“ (und sie war durchaus als Waffe konstruiert), war eben nicht von dieser Welt. Und da der Eichling nicht an Außerirdische glaubte, konnte sie ja eigentlich nur aus dem Labor des bösen Mogul Finsterbart stammen.

Eine blonde Giftfalle. Konstruiert, um Königreiche zu erobern. Kleine, immer geile Gnome, waren da eigentlich nur willkommenes Trainingsmaterial für den selbstlernenden Roboter.

Während sich der Schwarzmagier noch für das anstrengende Verhör stärkte, nutzte unser armer Gnom die gewonnene Galgenfrist, um seine eigene Dummheit von Herzen zu bereuen. Meditierend schloss er also die Augen. Die Bilder waren sofort wieder da...

*

...Es war gar nicht mehr so weit, bis zu seiner gemütlichen Wohnhöhle. Gewiss würde Rotkerbchen irgendwann auch hierher zurückkehren. Denn wo sollte sie auch sonst nach ihm suchen? Der Märchenwald war schließlich recht groß und unübersichtlich. Und dass sie nach ihm suchen würde, da war sich der Gnom ganz sicher. Denn wer einmal von einem Geilling beglückt...

Ein fröhliches Liedchen auf der Eichel, schritt er also selbstbewusst den altbekannten Weg hinab, als er plötzlich am Rande der Lichtung ein herzerweichendes Schluchzen vernahm.

,Ah, das Rotkerbchen war also noch schneller als ich‘, ...dachte der Geilling noch freudig erregt.

,Und wie rührend. Es beweint mein frühes Ende. Da wird es sich aber freuen, wenn ich in voller Größe vor ihm stehe.‘...Vorsichtig pirschte sich der Wandel-penis an den Quell des traurigen Schluchzens heran. Denn er liebte Überraschungen.

...Und überrascht wurde der Gnom in der Tat. Denn er hatte sich gründlich geirrt. Es war nicht etwa das Rotkerbchen, dass sich dort in hemmungsloser Trauer erging.

Da hockte ein blonder, sündig schöner Engel, ...mit Beinen bis unter die Ohren, einem Arsch, der nicht von dieser Welt war, ...und dazu mit ein paar Milchspendern ausgestattet, die jeder Rettungsschwimmerin zur Ehre gereicht hätten…

‚Hatte sich das schöne Kind einfach nur im Wald verirrt?‘ ...Der Geilgnom pries alle ihm bekannten Götter. ‚Welch ein Sahneschnittchen hatten sie ihm da nur vor die Tür gelegt’...

Augenblicklich war Rotkerbchen vergessen. Er hatte schließlich schon lange nichts anständiges mehr „gegessen“. Und „Eichgeillinge“ sind, dass weiß ja jedes Kind, nicht eben für ihre Treue berühmt...

„Ja, schönes Kind, was weinst du denn so bitterlich? Schließlich haben wir doch Frühling, die schönste Zeit im Jahr“... So trällerte der Gnom aus dem Gebüsch. Denn er schätzte diese Spielchen.

Scheinbar verdutzt, wandte sich die überraschte Blondine auf der eigenen Achse um. Ihr hübsches Gesichtchen wandte sich mal hier, mal dorthin, und suchte nach der Quelle dieser beruhigenden Stimme. Während sie so forschend auf und ab hüpfte, hüpften auch ihre göttlichen Vollfleischmelonen in verführerischer Lockung.

‚Welch ein vollendetes Hinterteil schmiegt sich denn da nur durch die dünne Seide?‘ ...ging es dem Gnom sogleich durch die Eichel.

Lange, stramme Beine zeigten ihr animalisches Muskelspiel. Denn ihr Kleid war verdammt kurz. Viel zu kurz, wenn es nach Sitte und Moral jener Tage ging...

Die Braut war nicht zu dünn. Aber auch nicht eben dick. Die pralle Versuchung, wie von den Göttern selbst geschaffen. Konnte der Gnom denn auch ahnen, dass sein Schöpfer kein Gott, sondern ausgerechnet der schwärzeste Fürst des Waldes war?

Dem Geilling lief schon das Wasser im Munde zusammen. Er interessierte sich nur noch für die saftige Frucht zwischen diesen knackigen Schenkeln.

„Hier unten bin ich“, ...rief der Gnom neckend. Sie musste sich schon herabbeugen, wenn sie ihn sehen wollte. Und der Ausblick versprach so einiges...

Blondi folgte der Stimme, ...sie ging in raubtierhafter Eleganz auf die Knie.

Ein leichtes, mechanisches Quietschen störte die perfekte Bewegung. Aber der Eichling hegte keinen Argwohn. Denn bei diesen Aussichten, wollte er an alles, nur an nichts Böses denken.

„Gib dich endlich zu erkennen, denn ich kann dich nicht finden“, ...gurrte die mechanische Versuchung und ließ ihre Zunge vorfreudig über schwellende Lippen gleiten.

„Oder bist du etwa so ein böser Kobold von jener Sorte, vor denen mich meine Großmutter immer gewarnt hat? Ich bin nämlich vom rechten Pfad abgekommen, ...und habe schreckliche Angst, so allein im finstren Märchenwald...“

Auf allen Viren robbte das falsche, blonde Superweib bei diesen Worten durchs Gras, und ließ dabei alles schaukeln, was halt so schaukeln konnte. Die üppigen Titten drohten jeden Augenblick aus dem Ausschnitt zu springen, so heftig war das Glockengeläut über unserem Helden im Einsatz. Er wusste gar nicht, wo er zuerst hinschauen sollte.

„Noch ein Stück vorwärts, dann kannst du mich sehen“, ...dirigierte der Geilling seine vermeintliche Beute lüstern auf sich zu.

„Ja, noch ein Stück, ...noch ein Stück, so ist es gut...“

Nun hörte er schon das luftige Sommerkleid über sich hinwegrauschen. Gierig tastete sich sein Blick an ihren festen Oberschenkeln empor.

Sie waren vollkommen nackt. Nicht ein einziges Härchen glitzerte auf der zarten Seidenhaut. Es gab auch nicht ein einziges Pickelchen, ...nicht ein winziges Muttermahl, oder auch nur das geringste Grübchen.

‚War diese Haut nicht einfach schon zu glatt, ...zu perfekt?‘ Er konnte nicht einmal feinste Poren erkennen. Auch vermisste der Eichling jeglichen doch sonst so begehrten Duft, wie er sich unter der Glocke dieses Kleides jetzt doch eigentlich hätte stauen müssen.

„Vorsicht!!! Das Weib ist aus Gummi!!!“ ...warnte ihn da noch eine innere Stimme. „Was stimmt mit deinen Sinnen nicht? ...Das ist Barbis große Schwester, ...nur in er 3.0 Version!“

Aber des Geillings Denken war nur noch auf den Trieb fixiert. Auch wusste er gar nicht, was Gummi überhaupt war. Denn im Märchenwald war dieses Material natürlich völlig unbekannt.

„Rieche doch nur, schöpfst du denn überhaupt keinen Verdacht? Lauf doch endlich fort!“ ...schrie die „Innere Stimme“ jetzt schon mehr als panisch.

Doch der Geilling wollte nicht auf sie hören. Diese Optik genügte vollkommen, all seine anderen Sinne und Reflexe zu betäuben. Er sah nur noch diese blanke Wahnsinnsfeige. Ein kleines Tautröpfchen, glaubte er auch schon an ihrer linken Lippe zu erkennen. Es ging ein leichtes Lüftchen. Und war da nicht plötzlich auch ein leichter Duft? Oder spielte ihm die Fantasie nur einen Streich?

Doch, ganz sicher, ...plötzlich duftete es. Der Zauberer hatte wirklich an alles gedacht. Ein winziges Ventil öffnete sich ...und die Feige begann zu glänzen. Jetzt war die Täuschung nahezu perfekt…

Wie ein Pfeil auf dem Bogen, machte sich der Gnom zum Schuss bereit. Wenn der Geilling sprang, verfehlte er niemals sein Ziel. Und das saftige Feentor stand inzwischen weit offen...

Der imaginäre Bogen spannte sich bis zum Bersten. ...Dann schnellte die Sehne los...

„Autsch“

...Ja, ...das war eine Überraschung! ...Fragt sich nur für wen?

Blondi blieb absolut cool. Der Eichling war für gewöhnlich auf andere Reaktionen gefasst. Hier gab es weder Freudenschreie noch wonniges Quieken; nicht einmal erschrecktes Schimpfen, oder wütenden Protest. Auch wollte sich kein zuckender Willkommensgruß einstellen.

Noch ehe der Gnom sich seiner Verwunderung richtig klar wurde, ...und weit flinker, als er den Rückzug antreten konnte, schnappte die gestellte Falle zu. Nichts, als scharfer Schein, teuflisch realistische Silikonformgebung, ...ja, auch ein wenig naturidentisches Gleitmittel war im Spiel, hatten unseren Helden buchstäblich aufs Glatteis geführt. Er war gerade bis zum Anschlag eingefahren, als auch schon das Gitter hinter ihm zuschnappte...

Welch Meisterwerk der Täuschung? Welch Wunder an Design und Ingenieureskunst. Auch wenn sie gewiss auch noch ganz gut Kochen, Waschen und Bügeln konnte. Nähen und Betten machen, stand gewiss auch auf ihrem Programm, wenn sie nicht gerade den Hausherren beglückte, oder sie eben auf der Jagd war, wie in diesem Augenblick. Denn man konnte über ihren Konstrukteur sagen, was man wollte: Mogul F. dachte recht vielseitig, ...und er war sehr praktisch veranlagt.

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