Die Tänzerin

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Die Tänzerin

Die Tänzerin

Paul Magallas

Die Frau neben ihm wirkte unverkrampft, offen und natürlich, da brauchte er sich weder zu schämen noch um den heißen Brei herumzureden.
„Dann hast du meinen Blick schon richtig gedeutet. Ja, mir gefällt, was ich sehe. Dein Traum-Körper in diesem hinreißenden Anzug. Du hast Geschmack und dein Schneider – oder ist’s eine Schneiderin – kann was. Und ja, meine Lieblingsregion ist perfekt modelliert“. „Wo soll das sein?“ „Na eben, dieser flache fließende Übergang vom Steiß zu deinem bezaubernden Hintern“.
Zunächst sagte sie nichts. Es schien, als ließen beide das bisher Gesagte nachwirken. Viellicht überlegte jede:r für sich, wie das hier weitergehen könnte. „Bist du allein da?“ „Ach, mein Carsten, hat’s nicht so mit dem Tanzen. Der hat sich schon ins Hotel verzogen. Wahrscheinlich zockt er dort wieder mit seinen Kumpels am PC. Hast du Lust, an die frische Luft zu gehen?“ Angesichts der stickigen Luft im Saal keine schlechte Idee. Sie schien Gefallen an ihm gefunden zu haben. Obwohl er deutlich älter als sie war, schien ihr das nichts auszumachen. Er war als Freund der Familie und früherer Nachbar zur Hochzeit eingeladen worden und alleine da. Etwas Gesellschaft und solch ansprechende gefiel ihm. „Gerne!“ Schon ging sie voran und durch die offene Glastür hinaus in den dunklen Garten. „Willst du hier rauchen?“ „Ich rauche nicht… Ich will nur etwas abkühlen nach all den Tänzen – „,“… die ja eine Augenweide waren. Für mich jedenfalls“. „Komm, wir gehen ein Stück. Hast du Angst?“ „Sollte ich?“ So schlenderten sie über die Kieswege, hörten das Knirschen unter den Füßen. Sie hatte wunderschöne nackte Füße ihn stilvollen Sandalen. Plötzlich blieb sie stehen. „Hast du Lust, die Lieblingsstelle zu berühren?“ Das kam jetzt unvermittelt. Sie wartete seine Antwort gar nicht ab, sondern nahm seine rechte Hand und legte sie sich an die Stelle ihrer Rückseite. „Und – wie fühlt es sich an?“ „Gigantisch!

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