Die Thurgauerin

35 8-13 Minuten 0 Kommentare
Die Thurgauerin

Die Thurgauerin

Anita Isiris

Viktor zog einen Stuhl ans Bett seiner Frau. „Ich muss Sie nun bitten, den Raum zu verlassen, Sie dürfen aber bald zurück zu ihr“, äusserte sich Serino und schob den Rollwagen an Hannas Bettseite.

„Ich möchte ihn dabeihaben“, sagte Hanna bestimmt und drückte die Hand ihres Gemahls. Serino wusste kaum, wie reagieren, denn in aller Regel beugten sich die Patientinnen und Patienten den Gepflogenheiten im Spital. Hannas Hand war schweissnass, so aufgeregt war sie. Viktor drückte sie ruhig. Sein Kaiser-Wilhelm-Schnauzer bebte leicht, der Gatte konnte seine eigene Erregung kaum verbergen. „Sie wollen... meine Frau rasieren?“, fragte er mit gespielt bedrohlichem Unterton. „Ich will nicht. Ich muss“ entgegnete Serino und errötete, was aber aufgrund seiner Hautfarbe nicht erkennbar war.

Viktor stand auf und machte eine einladende, wenn auch theatralische Geste. Langsam schob der Dunkelhäutige Hannas Bettdecke zurück; Hannas Spitalnachthemd war bis über die Mitte der Oberschenkel hochgerutscht. „Möchten Sie vielleicht vorher noch... auf Toilette?“, erkundigte sich Serino. „Da war ich gerade“, antwortete Hanna und ergab sich in ihr Schicksal. „Eine Hygienemassnahme, diese Rasur“, seufzte Serino, zuckte mit den Schultern und desinfizierte seine Hände, was nicht nur zur bevorstehenden Rasur gehörte. Er konnte mit dieser Routinehandlung auch seine Verlegenheit ein bisschen überspielen.

Dann zog Hanna ihr Spitalnachthemd bis unter die Brüste hoch, entblösste ihren Bauch und offenbarte ihre Scham. Wie bei den meisten Thurgauerinnen war auch Hannas Vulva dicht behaart, ein dunkles, sehr weiblich anmutendes Wäldchen. „Könnten Sie bitte... die Beine ein wenig spreizen?“, forderte der Dunkelhäutige seine Patientin höflich auf. Ermutigend drückte Viktor Hannas Hand und nickte seiner Frau zu. „Was sein muss, muss sein, Hanna“, sagte er heiser, während seine Frau die Beine anzog und sie auseinanderfallen liess.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 5420

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben