Die Tochter des Chefs

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Die Tochter des Chefs

Die Tochter des Chefs

Peter Hu

Helene hatte ihn noch nicht bemerkt, wie er da, mit nichts als seinem Badehandtuch bekleidet, den Weg zwischen den Lebensbäumen herab zum Pool schlenderte. Ich sehr wohl.
Doch Helene fühlte sich in ihrer Gier einfach zu gut an, um sie zu warnen oder von ihr abzulassen. Zu spät war es ohnehin. Und dann grub sie auch noch in ihrer Geilheit alle verfügbaren Fingernägel in meinen Rücken, während das Wasser um uns herum schäumte…

...in diesem Augenblick kam ich still, aber heftig. Helene kam auch, ...und das ziemlich laut.
Ich suchte Halt am Beckenrand. Dass Helene cool war, wusste ich nicht erst seit heute. Dass sie so cool war, hatte ich nicht gedacht. Denn inzwischen hatte auch sie ihren Vater bemerkt.
„Hallo Helmut“, ...begrüßte sie ihn, wie sonst jeden Morgen im Büro. Denn sie wohnte zwar auf demselben Grundstück, aber in einem eigenen Bungalow.
„War heiß heute, aber wir sind früher fertig geworden. Ist der Auftrag bei Sullermanns unter Dach und Fach?“

War Helene schon cool, verschlug es mir bei Helmut buchstäblich die Sprache.

„Wirklich heiß heute. Nach der Plackerei habt ihr euch n’en Bier verdient. ...Ja, bei den Sullermanns geht es Montag los.“  ...Mit diesen Worten griff er in den Außenkühlschrank gleich neben seiner Badeliege ...und reichte uns die Flaschen ins Becken. Unter der Wasserlinie steckte ich noch immer in seiner erregt zuckenden Tochter.

Er ließ sich nichts anmerken, ...zündete den Grill an und lud mich, wo ich schon einmal da war, auch gleich zum abendlichen Grillen ein. Helene streifte sich einen Bikini über, ...und Helmut schenkte mir eine Badehose. Als seine Frau nachhause kam, gab es auch noch Kartoffelsalat. Als ich am späten Abend endlich heim ging, waren wir schon fast eine kleine Familie.

Doch nein, soweit kam es am Ende natürlich nicht.
Als ich am Montag auf den Platz kam, ging alles wieder seinen gewohnten Gang. Helene fuhr mit mir wegen des Aufmaßes zu den Sullermanns; ...in langen Hosen und entsprechender Oberbekleidung. Und am Abend hieß es, noch etwas Unterricht für meine Gesellenprüfung.  Kein verliebtes Lächeln, kein heimliches Petting unterm Schreibtisch. Es gab auch keine heißen Spiele im Materiallager. Alles lief so routiniert ab, als wäre nie etwas zwischen uns gewesen.

Ich bestand die Prüfung dann auch, dank Helene`s Unterweisungen, mit einer guten Zwei. Sie war eine erstklassige Ausbildungsgesellin, ...und würde bald auch eine erstklassige Ausbildungsmeisterin abgeben; ...spitze im Handwerk ...und auch spitze im Pool. ...Denn im Bett habe ich sie schließlich nie kennengelernt. ;-)

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