Die anderen Männer räusperten sich. Sie waren, im Gegensatz zu Dalbert, keine Anatomen. Er aber schien tatsächlich bei jeder Patientin darauf zu warten, dass sie sich entkleidete, auf dass er ihren Venushügel bewundern, ihn in sich aufnehmen konnte.
Schweigend löste sich die Runde auf. Man beschloss, die Selbsthilfegespräche in der Folgewoche fortzuführen. Als die Männer sich verabschiedet hatten, blieben nur Joana und Ute zurück. «Verrückt, was es alles gibt», lachten die beiden, nun bereits etwas weniger verlegen. «Wollen wir den Jungs nicht einfach eine kleine Freude machen?» Halblaut, als gäbe es Zuhörer:innen, tuschelten die beiden Frauen mit Sebastian. Dessen Blut verließ den Kopf und sammelte sich anderswo. Diese geilen, geilen jungen Trauben aber auch!
Eine Woche später war die Konstellation unverändert. Erwartungsvoll saßen die Männer in der Runde, Joana und Ute tänzelten etwas später herein, beide mit nackten Bäuchen, beide in bunten tights, beide ihren Venushügel präsentierend. In einer Art Bauchtanz bewegten sie sich durch den Raum, und nicht nur Sebastian war es, der nahezu den Verstand verlor. «Wir leben den Venushügel, das ist unser heutiges Motto», sagte Sebastian mit heiserer Stimme. «Wenn ich bitten darf…» Joana zwinkerte ihrer Freundin zu und fragte sich zugleich, ob sie sich da nicht gerade etwas viel zumutete. Aber sie hatte bereits Vertrauen zu Sebastian gewonnen, schob ihre Tights nach unten und legte sich auf den Untersuchungstisch. Auf den zweiten Tisch, den Sebastian in der Zwischenzeit angeschafft hatte, legte sich Ute. Beide waren untenrum nicht völlig nackt. Sie gaben nur ihre sorgfältig rasierten Venushügel den Blicken frei.
Vom Tisch mit den Getränken holte sich Sebastian den Rahmbläser und setzte ihn auf Joanas Bauch. «Seht genau her», sagte er heiser.
Die Venushügel-Selbsthilfegruppe
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