Die verbotene Route

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Die verbotene Route

Die verbotene Route

Jürgen Lill

Die Welt um sie herum – der Dschungel, die Gefahr, die Ruinen – verschwamm zu einem einzigen, glühenden Punkt. Die Reibung ihrer eigenen Haut, das Gewicht seines Körpers und diese unaufhörlichen, zärtlichen Küsse trieben sie an den Rand. Ein heftiges Beben erschütterte sie, als sich die erste Welle des Höhepunkts in ihrem Schoß formte, allein ausgelöst durch die Anbetung ihrer Brüste.
Als die Erschütterung des ersten Orgasmus durch Marijanas Körper ebbte und sie atemlos, mit weit aufgerissenen Augen gegen die kalte Felswand lehnte, ließ Julio ihr keine Zeit, wieder ganz zu sich zu kommen. Mit einer Zärtlichkeit, die in krassem Widerspruch zu seinen narbigen Händen stand, bettete er sie auf die ausgebreitete, nach Erde und Abenteuer riechende Decke am Boden der Spalte.
Noch immer wirkten seine Bewegungen beim Entkleiden fast ehrfürchtig ungeschickt. Seine Finger verhedderten sich kurz im Saum ihrer Hose, als er sie über ihre Hüften streifte, doch sein Blick blieb dabei fest auf sie geheftet – als würde er eine Reliquie enthüllen. Als sie schließlich vollkommen nackt vor ihm lag, blass und schimmernd in der feuchten Dämmerung, hielt er inne. Die Härte seiner eigenen Erregung war durch den Stoff seiner Hose deutlich sichtbar, ein schmerzhaftes Pochen, das er jedoch zugunsten dieses Moments ignorierte. Er kniete sich zwischen ihre Beine. Ganz behutsam, mit dem sanften Druck seiner Handflächen gegen ihre Knie, spreizte er ihre Schenkel. Marijana zitterte, die Kühle der Luft und die Hitze seines Atems bildeten einen berauschenden Kontrast auf ihrer empfindlichen Haut.
Dann senkte er den Kopf.
Wie zuvor bei ihren Brüsten, ließ er sich unendlich viel Zeit. Er küsste zuerst die Innenseiten ihrer Oberschenkel, gierig den Duft ihrer Weiblichkeit einsaugend, der nun schwer und süß die Spalte erfüllte.

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