Die Versteigerung

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Die Versteigerung

Die Versteigerung

T. D. Rosari

„Manchmal ein wenig widerborstig.“, ergänzte er. Der Mann murmelte ein leises „Hmmm…“. Er schien zu überlegen. Dann fasste er Bridget streng ans Kinn. Bridget hatte das Gefühl, eine kleine Schülerin zu sein, die vom gestrengen Lehrer zur Rechenschaft gezogen wird. „Widerborstig also!“ „Nichts, was eine strenge Hand nicht unter Kontrolle bringen könnte.“, fügte Nate ergänzend hinzu.
Der Mann nickte. „Ich werde diese Sklavin erwerben. Wie stellen sie sich ihre Rolle vor?“ „Ich halte mich völlig heraus. Ich sehe zu, sonst nichts!“, erklärte Nate.
Das Rollenspiel des Sklavenmarkts sah vor, dass die Partner der Sklavinnen auf die Einhaltung der vereinbarten Regeln achteten. Der Maskierte schien mit Nates Antwort nicht zufrieden zu sein. Ihm schwebte ein anderes Arrangement vor und Bridget spürte sofort, dass der Maskierte mit ihr allein sein wollte.
Eine gespannte Ruhe lag über den Verhandlungen, die bisher zu konsensual verlaufen waren. Dann griff der Mann langsam in seine Hosentasche und zog ein Bündel Banknoten heraus. Es war richtiges Geld, keine fiktiven Eros-Taler. Bridget schlug das Herz bis zum Hals. Da war es einem Ernst, sehr ernst sogar! Bridget merkte, wie sie die Situation erregte.
Bridget bemerkte, dass auch Nate überrascht war. Sie war aber verblüfft, wie sehr er sich unter Kontrolle hatte. Denn echtes Geld hatte in diesem Rollenspiel eigentlich nichts verloren. „3.000 Euro für zwei Stunden mit ihrer Sklavin!“, erklärte der Maskierte. Es klang weniger als ein Angebot, sondern vielmehr wie eine Feststellung. Bridget wusste, dass Nate auf diesen Deal nicht eingehend würde. Bridgets Abenteuer- und Experimentierfreude verlangen ihm oftmals sehr viel ab. Und er war niemand, der sich Absicherung auf ein Drahtseil wagte. „5.000!“, sagte Nate wie aus Pistole geschossen. Er zeigte nicht die geringste Verunsicherung, er wirkte völlig Herr der Lage. Bridget hätte nie gedacht, dass ihr Nate bereit war, aus einem Spiel Ernst werden zu lassen. Ein Tsunami sexueller Gefühle überrollte Bridget. Dieses Rollenspiel fühlte sich jetzt viel authentischer an, die Grenze zwischen Spiel und echtem Leben begannen, zu verschwimmen.
„Einverstanden!“ Der Mann zog weitere Scheine hervor und drückte Nate das Geld in die Hand. Dann nahm er Bridget an der Hand und zog sie hinter sich her Richtung Playroom. Er öffnete mit einer Keycard die Tür und schob die verblüffte Frau in den Raum.

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