Die Verwandlung

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Die Verwandlung

Die Verwandlung

Yupag Chinasky

Dann konzentrierte er sich auf die verschiedenen Teile seines Körpers, um diese und sich insgesamt vollends zu entspannen, wie es die Regeln des autogenen Trainings verlangten. Auf einmal spürte er jedoch eine Hand auf seinem Oberschenkel. Er erstarrte. Das durfte nicht sein, eine Störung durfte jetzt nicht erfolgen. Das hätte er der kleinen Schwarzen sagen müssen. Aber vielleicht war es nur ein Versehen. Er hielt die Augen weiterhin geschlossen und sagte nichts. Die Hand blieb aber nur kurze Zeit liegen, dann suchte sie sein Knie, umfasste es und drückte es. Er fand das ganz angenehm, obwohl er nun den Faden verloren hatte und sich nicht länger auf seinen Solarplexus oder gar sein Kleinhirn konzentrieren konnte. Als die Hand aber nun den Oberschenkel hochfuhr und zielgerichtet seine intimste Stelle suchte, dort herumfummelte und sein Glied, das sich natürlich sofort regte, zu drücken begann, ging ihm dies entschieden zu weit. Wütend öffnete er die Augen. Amy hatte sich zu ihm gebeugt und sah ihn erwartungsvoll mit ihren großen Rehaugen an, die aber sofort Erschrecken ausdrückten, denn er reagierte absolut nicht so, wie sie es wohl erwartet hatte. Ärgerlich ergriff er ihre Hand und drückte sie von sich weg. So etwas solle sie nie mehr machen. Er sei keiner, der kleine Mädchen vergewaltige. Er wolle keinen Sex im Auto und mit einem Kind schon gar nicht und außerdem, es war das erste Mal, dass er es offen aussprach, würde sie stinken, ob sie das wisse, verdammt mächtig stinken und mit so einem Stinktier, könne er auf keinen Fall Sex haben. Es würde ihn ekeln, wenn er nur daran dächte. Sie würde ihn ekeln und am liebsten würde er sie gleich hier rausschmeißen und ohne sei weiterfahren und sie könne sehen, wie sie zurechtkäme, das sei ihm scheißegal. Und außerdem würde ihm ihr ständiges Kaugummikauen auf den Keks gehen und sie solle endlich damit aufhören.

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Bittersüß

schreibt Thunders

Mich berührt diese schöne Geschichte. Die Beziehung zwischen der jungen Amy und dem reifen Erzähler hat etwas Besonderes. Der traurige Schluss passt zum realistischen Stil. Ich weiß, wie schwer es ist, seine Leser emotional zu erreichen. Dies ist mit dieser Geschichte gelungen! Gruß von Andreas (Thunders)

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