Er war glücklich und auch sie schwelgte in dem kleinen Rausch, den materieller Besitz für kurze Zeit entfachen kann. Sie wählte für das Dinner ein kurzes, hellblaues Kleid, das ihre schmale Figur perfekt betonte und sie sehr attraktiv erscheinen ließ, dazu elegante rote Schuhe mit hohen Absätzen. Das Kleid war großzügig ausgeschnitten und man sah die Träger und die Ansätze der Körbchen eines minimalen, fast durchsichtigen roten BHs, mehr brauchte sie nicht und leider konnte auch dieses Kleidungsstück ihren Busen nicht vergrößern, und wenn er von oben in ihren Ausschnitt blickte, sah er fast nichts, aber auch das war in Ordnung, er hatte sich daran gewöhnt. Um den Hals trug sie eine Kette aus bunten Steinen und an den Armen mehrere Ringe aus ebenfalls bunten, geflochtenen Bändern. Wieder schminkte sie sich mit großer Sorgfalt, setzte aber andere Schwerpunkte, betonte ihre feminine Seite, indem sie ihren Mund grellrot anmalte. Sie fragte, ob ihm das gefalle und er nickte, denn der Kontrast zu der dunklen Haut war wieder genial und der Lippenstift entsprach weitgehend der Farbe ihrer High-heels. Während sie sich fertigmachte, beklagte sie, dass sie nicht mehr Rundungen habe, und fragte ihn besorgt, ob sie ihm auch so gefalle. Sie war sehr zufrieden, als er dies eilfertig bestätigte. Auch sie war zufrieden, weil diesmal ihre Fingernägel die richtige Form hatten. Am Ende des Verschönerungsprozesses bewunderte sie sich ausgiebig in dem Spiegel im Bad und war mit dem Resultat offensichtlich sehr zufrieden, denn sie summte nun fröhlich vor sich hin. Er lobte sie sehr für ihren Geschmack, sagte, dass sie wirklich schön und elegant aussehen würde, wie eine junge Dame vor ihrem ersten Ball. Er machte auch noch ein paar Bilder von ihr, diesmal auch vor dem Haus. Es war in der Tat eine deutliche Verwandlung, die mit dem Mädchen stattgefunden hatte.
Bittersüß
schreibt Thunders