Die Verwandlung

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Die Verwandlung

Die Verwandlung

Yupag Chinasky

Auch er sei sehr glücklich mit ihr, war seine Antwort, aber im Gegensatz zu ihm, sei sie blutjung und würde sicher noch viele dieser Glücksmomente in ihrem Leben genießen, während er für sich da nicht so sicher sei. Er sei ja durchaus glücklich verheiratet, aber in der Beziehung zu seiner Frau würden mittlerweile die platonischen Werte überwiegen. Sie verstand ihn nicht gleich und er erläuterte, dass sie keinen Sex mehr miteinander hätten. Das verstand sie und fand es sehr schade, weil Sex so wichtig sei und so viel Spaß machen würde. Sie bot ihm an, immer wenn er Sex brauche, zu ihr zu kommen, sie würde ihm alles geben, was er wolle und noch viel mehr. Er war gerührt und scherzte, so oft könne er die weite und teure Reise gar nicht machen, wie er sie benötigen würde und wenn er sie jedes Mal mit neuen Kleidern ausstatten müsse, wäre er bald ein armer Mann. Aber sie sage, durchaus ernsthaft, das sei eine Ausnahme gewesen und sie würde niemals, wirklich niemals von ihm Geld für ihre Liebe verlangen. Er war wieder sehr gerührt und musste kämpfen, dass nicht ein paar Tränen in ihm hochstiegen. Dann war auch dieses kurze, romantische Zwischenspiel beendet, sie fuhren zurück in das Motel und das Finale ihrer kurzen, aber höchst intensiven Beziehung stand bevor.

Im Motel angekommen, wollte Amy wieder duschen. Es sei ein so herrliches Gefühl und sie könnten ja dieses Mal zusammen duschen, das sei eine neue Erfahrung, die sie noch nie gemacht habe und bloß vom TV her kenne. Er war einverstanden und dann standen sie in der engen Kabine und umarmten sich, während das lauwarme Wasser über ihre Körper rann. Amy war fast so groß wie er und so konnten sie sich auf Augenhöhe gegenseitig einseifen und abwaschen, sich betasten und drücken und küssen und stöhnen und so einen höchst intensiven, höchst spannenden Akt der gemeinsamen Körperreinigung vollziehen.

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Bittersüß

schreibt Thunders

Mich berührt diese schöne Geschichte. Die Beziehung zwischen der jungen Amy und dem reifen Erzähler hat etwas Besonderes. Der traurige Schluss passt zum realistischen Stil. Ich weiß, wie schwer es ist, seine Leser emotional zu erreichen. Dies ist mit dieser Geschichte gelungen! Gruß von Andreas (Thunders)

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