Sie schaute ihn mit ihren Rehaugen dankbar an und fuhr dann in einem deutlich verlegenen Ton fort, sie wolle sich bei ihm entschuldigen. Als er nachfragte, wofür, antwortete sie erst nicht. Als er weiterbohrte und sagte, man brauche sich doch nicht für die Glücksmomente zu entschuldigen, die man erleben würde, wurde sie konkreter. Wie schon gesagt, habe sie die Kontrolle über ihren Körper total verloren, sei in einem Nichts versunken, in einem Meer des Glücks und da sei es eben passiert. Was denn fragte er, nun schon ein wenig ungeduldig. Da sei es eben passiert, dass sie ihr Pipi nicht mehr halten konnte, dass alle ihre Körpersäfte in dem Moment des höchsten Glücks aus ihrem Körper geströmt seien. Ob er es nicht gemerkt habe, ob es nicht unangenehm gewesen war, ob er sich nicht genauso vor ihr geekelt habe, wie an der Tankstelle. Er war von ihrem Geständnis überrascht, aber weit davon entfernt, ihr einen Vorwurf zu machen. Ja, er habe gemerkt, wie ihre Feuchtigkeit schlagartig zugenommen habe, als sie sich in voller Ekstase wie wild verkrampft hatte, aber er habe nicht an Pipi gedacht, sondern nur, dass sie voll mit aufgestauten Flüssigkeiten war, die sich gelöste hatten. Aber, beruhigte er sie, selbst jetzt, da sie ihm das gesagt habe, würde es ihm nichts ausmachen und er würde sich auf keinen Fall vor ihr ekeln. Ekeln, das war einmal, das sei Vergangenheit. Jetzt seien sie ein echtes Liebespaar und da könne nichts, aber auch gar nichts ekelig sein. Sie war sehr dankbar, murmelte, dass sie ihn unendlich liebe, schloss die Augen und suchte nach seiner Hand.
Bittersüß
schreibt Thunders