Die Verwandlung

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Die Verwandlung

Die Verwandlung

Yupag Chinasky

Er sah sie an, während er sich leise anzog. Sie lag, immer noch zusammengerollt wie eine Katze auf der einen Seite des breiten Bettes. Neben sich, noch deutlich sichtbar, die Kuhle, die sein Körper gebildet hatte, und die immer noch feucht war. Die Nacht war schwül und warm, wie all die letzten Nächte, und zu dem Schweiß, den man in solchen Nächten selbst dann verbreitet, wenn man nichts anderes tut als schlafen, kamen noch die Ausdünstungen und Düfte, die man verströmt und die Körperflüssigkeiten, die man verliert, wenn man sich lange und intensiv liebt, wenn man nicht genug voneinander bekommen kann, wenn man gierig und hemmungslos erobern und besitzen will und alles daransetzt, sich und den Partner glücklich zu machen. Sie hatten sich in der Tat lange und intensiv geliebt und sie hatten, bei Gott, viel Schweiß abgesondert, er und das schwarze Mädchen, das nun tief schlief, sich von all den Anstrengungen der Nacht erholte und nicht ahnte, dass er sie gleich verlassen würde. Sie hatten sich geliebt, wie sich nur zwei Menschen lieben können, die sich wie durch ein Wunder gefunden hatten und urplötzlich spürten, dass sie füreinander bestimmt waren. Und dennoch war es das Beste, sie zu verlassen, das Beste, was er für sich und auch für sie tun konnte, dachte er, während er zum Waschbecken ging, sich die Augen kurz auswusch und den Mund ausspülte. Natürlich war er auch müde und hätte gerne bis in den Vormittag hinein geschlafen, so wie sie es wohltun würde, aber es ging nicht. Er war schon immer gut darin, rechtzeitig aufzuwachen, auch ohne Wecker. Aber an diesem Tag, der die Sonne noch nicht gesehen hatte, brauchte er diese Fähigkeit gar nicht, weil er die ganze Nacht kein Auge zugemacht hatte, weil er zu aufgeregt zum Schlafen war, weil er sich lange überlegt hatte, ob es fair wäre, sie einfach allein in dem Motel aufwachen zu lassen, sie sich selbst zu überlassen nach all den schönen Stunden oder ob er doch lieber mit dem Weggehen warten sollte, bis sie wach war. War es nicht eine Gemeinheit, zuzulassen, dass sie völlig überrascht feststellte, dass Platz neben ihr leer war und dass sie vergeblich warten würde, dass er aus dem Bad käme? Erst allmählich würde sie merken, dass auch sein Gepäck weg war. Sie würde voller Unruhe aufstehen, zum Fenster gehen und sehen, dass auch das Auto nicht mehr vor der Tür des Motels stand. Sie würde erst hoffen, er wolle sie mit einem besonderen Frühstück überraschen, sich aber zugleich fragen, warum er sein Gepäck mitgenommen habe. Aber spätestens, wenn sie das Geld sehen würde, das er gleich auf den Nachttisch deponieren würde, spätestens dann, wüsste sie Bescheid. Die Vorstellung, dass sie dann sehr traurig wäre, trieb ihn um, aber vielleicht wäre sie auch nur ein kleines bisschen traurig, würde ein paar Tränen vergießen, sich vielleicht ärgern, weil sie wieder allein war und sich überlegen müsste, wie sie von hier weg kam. Vielleicht würde sie die ganze Sache, die ganze kurze Beziehung, diese seltsame Affäre, sogar schon bald vergessen. Sie war keine Affären gewohnt, es war ja nichts Besonderes, dass sie mit einem fremden Mann zusammen war. Nein, das bestimmt nicht, dachte er weiter, nach all dem, was zwischen ihnen beiden geschehen war. Nach all den Worten, wie sehr sie ihn liebe, wie sehr sie ihn brauche, nach all den Beweisen, den ihr schmaler Körper zu geben imstande war, aber auch nach all den Geschenken, die sie so glücklich gemacht hatten. Vor allem aber, nach diesen wunderschönen, gemeinsamen Stunden, die leider viel zu kurz und viel zu schnell vergangen waren. Er war sich ziemlich sicher, dass sie bestimmt noch lange an ihn denken würde, an dieses seltsame Abenteuer, an diese Verwandlung eines Menschen, denn auch er würde an sie denken, sein ganzes Leben lang, da war er sich absolut sicher, denn was er mit diesem jungen Mädchen erlebt hatte, war einmalig, war einzigartig und würde sich nie, nie mehr in seinem Leben wiederholen.

Und trotz allem war dieser Abschied, so wie er ihn geplant hatte, das Beste für sie beide. Jetzt gleich einfach still und leise zu gehen, nachdem er alles geregelt hatte. Das Zimmer war schon im Voraus bezahlt, fast das ganze Bargeld, das er noch hatte, lag nun auf dem Nachttisch, dazu ein kleiner Zettel. «I will never, never forget you. You are the best what I got in my life, but I have to leave and fly back home and this is the best way to do it, otherwise I would die. I love you from all my heart and will never forget you, my dear Amy!» Er hasste Abschiede, er hasste sie wegen der Tränen, die vergossen wurden und wegen der Versprechungen, die dann doch nicht eingehalten wurden. Besser ein harter, fairer Schnitt, als dieses Gesülze und Geflenne und dieses «komm bald wieder, vergiss mich nicht, schreibe mir, ruf mich an, versprich mir, dass du wiederkommst.» Vergessen würde er sie sicher nicht, aber alles andere könnte er nicht versprechen. Sie würden sicher nie mehr in diesem Leben zusammenkommen und all diese Möglichkeiten der Kommunikation waren sinnlos, weil sie den Trennungsschmerz nur hinauszögerten. Was würde es nützen, zu telefonieren oder zu skypen oder sich endlose e-mails zu schreiben, von Briefen ganz zu schweigen. Das Einzige, was er von ihr wollte, wäre mit ihr zu schlafen und das könnte er natürlich mit keiner Fernbeziehung erreichen. Und ein richtiges Wiedersehen, war trotz aller Liebe schlicht und einfach unmöglich. All das hatte er sich lange überlegt, als er neben ihr lag, aber er musste sich gestehen, dass er immer nur seine eigene Position gesehen hatte, nicht nachgedacht hatte, wie sie diesen übereilten, ja geradezu würdelosen Abschied aufnehmen würde. Sich nie überlegt, dass sie sich vielleicht verraten fühlte, auf jeden Fall verlassen und dass sie sich verzweifelt nach dem Warum fragen würde und ob sie wohl selbst Schuld an diesem fiesen Abgang hätte. Vielleicht hätte er die Erinnerungen an sie länger wachhalten können, aber dazu hatte er ja die vielen Fotos, die er von Amy gemacht hatte und die alle noch auf der Speicherkarte der Kamera und der Festplatte seines Laptops schlummerten. Ach ja, dachte er, als er die Kameratasche und seinen Koffer schon in der Hand hatte, ein letztes Bild sollte er doch noch machen, obwohl er schon so viele hatte. Ein letztes Bild, anstelle eines letzten Kusses, der sie vielleicht aufgeweckt hätte. Er holte die Kamera aus der Tasche, stellte sie so ein, dass sie auch bei dem spärlichen Licht, das die Straßenlaterne durch das Fenster warf, noch ein brauchbares Bild machte. Das Klicken kam ihm sehr laut vor, lauter als sonst, aber außer ihren regelmäßigen Atemzügen gab es ja auch keine anderen Geräusche, nur noch den Kühlschrank, der ab und zu schnarrte. Er machte ein paar Bilder aus unterschiedlichen Positionen, dann ging er, die Kamera um den Hals hängend, endgültig aus dem Zimmer, verstaute das Gepäck, setzte sich hinter das Steuer und fuhr davon, der Sonne entgegen, die sich nun am Horizont andeutete.

Sie hatte verwahrlost ausgesehen, als sie sich das erste Mal begegneten. Er war an diesem sonnigen, heißen Spätnachmittag mit seinem kleinen Mietwagen von der Nationalstraße zu der Tankstelle abgebogen. Er hatte sie erst gar nicht bemerkt, weil sie vor dem Kiosk, der zu der Tankstelle gehörte, auf einer Bank gesessen und bisher vergeblich darauf gewartet hatte, dass jemand sie mitnehmen würde. Erst als er begonnen hatte, den Tank zu füllen und sie rasch auf ihn zu gerannt kam, war sie ihm aufgefallen. «Can I get a ride with you? Please, please. I’m waiting for hours. Nobody is coming. Nobody is going  in my direction. It is a fucking hell. Please, sir, don’t disappoint me.» Während das Benzin noch lief, schaute er sie nun genauer an und er ließ sich gehörig Zeit, bevor er antwortete. Er sah ein junges, dünnes, geradezu dürres Mädchen, das aber ziemlich groß war, es war fast so groß wie er und er gehörte gewiss nicht zu den Kleinen im Lande. Sie hatte eine sehr dunkle schwarze-braune Haut, die aber an manchen Stellen mehr, an anderen weniger, mit einem grauen Schleier belegt war und dichte, lockigen, aber verfilzten Haaren, die wie eine Haube oder eine Krone ihren Schädel umrahmten. Auch die Haare wiesen eine deutliche, hellgraue Staubschicht auf und waren bestimmt schon lange nicht mehr gewaschen worden. Auf ihrer hohen Stirn glitzerten sehr viele Schweißperlen in der Sonne. Ihr Gesicht war nicht besonders hübsch, etwas zu breit, vor allem die Nase und die Lippen waren zu voll und sehr nachlässig mit einem viel zu intensiven Rot geschminkt. Wenn sie den Mund aufmachte und das endlose Gekaue eines Kaugummis unterbrach, sah er große, blendend weiße Zähne, die in der oberen Reihe der Schneidezähne, genau in der Mitte, eine deutliche Lücke aufwiesen, eine Art Markenzeichen, dachte er. Das Schönste an ihr waren aber Augen, das fand er von Anfang an, sehr schöne, große Rehaugen, die auch ohne Worte alles Mögliche ausdrücken konnten. Das würde er noch feststellen, aber im Moment lagen darin nur Hoffnung und Verzweiflung und eine große Bitte. Sie trug ein verwaschenes, viel zu großes T-Shirt mit kurzen Ärmeln und großen, schwarzen Scheißflecken unter den Achseln, das wohl einmal violett gewesen war, aber jetzt nur noch ein undefiniertes Blau-grau aufwies. Auf dem Rücken war eine große, blaue, rot umrandete 8 aufgedruckt und auf der Vorderseite das inzwischen verwaschene Emblem einer Uni, die sich nicht mehr identifizieren ließ. Ihre Shorts waren im Gegensatz zu dem Hemd, äußerst knappe und mit auffallend großen Knöpfen bestückt. Auch sie hatten die Farbe gewechselt, denn sie waren bestimmt einmal weiß gewesen, aber nun nur noch grau und ziemlich verdreckt. Ihr Outfit, neben dem Hemd und der Hose trug sie nur noch ganz einfache Sandalen, schmälerte jedoch nicht den reizvollen Anblick ihrer Beine. Sie waren sehr lang und ausgesprochen wohl proportioniert. Schlanke, dunkelbraune Beine, mit schmalen Fesseln, schön geschwungenen Waden, gleichmäßigen Knien und kräftigen Oberschenkeln, die bestimmt das Kräftigste an ihrer insgesamt superschlanken Figur waren. Auch die Füße waren wohl geformt, wenn auch ganz besonders verdreckt, aber man konnte immerhin noch erkennen, dass die Fußnägel stellenweise rot lackiert waren. Abgesehen von den schönen Beinen, waren ihr sonstigen Formen nicht sehr ausgeprägt weiblich. Der Busen war klein und in dem weiten T-Shirt kaum wahrnehmbar, ihre Hüften waren fast männlich schmal und ihr Hintern wies keine ausgeprägten Rundungen auf, er erschien ihm, wie ein etwas zu groß geratener Kinderpopo. Nur die langen Arme und vor allem die Hände waren ihm noch positiv aufgefallen. Letztere waren lang und schmal und auch sehr dreckig, mit Fingernägeln, die vereinzelt noch Reste von Farbe aufwiesen und abgesehen von zwei, drei Versuchen, sie künstlich zu verlängern und zu stylen, sehr kurz und wenig attraktiv waren.

Er hatte, während das Benzin in den Tank floss, genug Zeit gehabt, sich all diese Einzelheiten einzuprägen, denn anstatt gleich zuzustimmen, zu sagen, «ok, you are welcome», wie es eigentlich seine Art war, hatte er gezögert. Vielleicht zuerst unbewusst, weil er sich immer gut überlegte, wen er in einem fremden Land im Auto mitnahm. Junge Männer, vom Typ „angry young men“ ganz bestimmt nicht, die wollte er lieber nicht in seiner Nähe haben. Ältere Männer und ältere Frauen waren kein Problem, Mütter mit Kindern sowieso nicht, aber bei jungen Frauen zögerte er auch. Eigentlich suchte er die Gesellschaft von Frauen. Er war ein Mann, der Frauen liebte, besonders junge Frauen, aber bei halbwüchsigen Teenagern musste man vorsichtig sein, sie konnten einen beklauen, sich an einen ranmachen und dann vielleicht laut schreien, weil sie sich belästigt fühlten und einem weiß Gott was anhängen. Auch bei diesem Mädchen hatte er gezögert. Sie schien trotz ihrer Größe noch keine 18 zu sein. Er hatte aber auch noch aus einem anderen Grund gezögerte und der fiel ihm erst verspätet wieder ein, nachdem er ihr schon klar gemacht hatte, dass er sie nicht mitnehmen würde. Der eigentliche Grund war, dass dieses Mädchen müffelte, dass es ausgesprochen schlecht roch. Er nahm ihren schlechten Körpergeruch deutlich wahr, als sie, um ihrem Wunsch Nachdruck zu geben, dicht an ihn herangetreten war. Ein Geruch, der selbst den Gestank von Benzin, der auf jeder Tankstelle dominierte, übertönte. Er ekelte sich vor diesem Geruch und er ekelte sich logischerweise auch vor diesem Mädchen, das ihn verbreitete und das ihn immer noch anflehte, zwar ohne Worte, aber jetzt mit diesen großen Augen, die ihn trotz aller Abneigung faszinierten. Vielleicht war es auch die Furcht, ein paar Stunden mit diesem stinkenden Mädchen in dem engen, heißen Auto verbringen zu müssen, diese Person dicht neben sich zu haben, ihr und ihrem Gestank stundenlang nicht entkommen zu können. Diesem Teenager, der so offensichtlich, so offengerüchlich schlecht roch, dass er dadurch all die weiblichen Reize die er hatte, zu Nichte machte. Das Mädchen hat durchaus ihre Reize, dachte er weiter, während er nun den Schlauch einhängte und den Tank wieder verschloss, zum Beispiel diese phantastisch schönen, langen Beine und eine dunkle Haut, die er liebend gerne streicheln würde, wenn, ja wenn sie nicht so dreckig wäre. Und dann waren da noch diese Augen und sie besaß, trotz aller Schäbigkeit, einen gewissen Charme, den natürlichen Charme junger Mädchen, dem kein Mann widerstehen kann. Aber das alles, stellte er leise seufzend fest, wurde von diesem Aussehen einer Streunerin und diesem Gestank eines Stinktiers zu Nichte machte. Er sagte aber nicht gleich Nein, sondern zunächst nur, «wait a moment, I’ll pay.». Und während er zur Kasse ging und bezahlte, dachte er angestrengt nach. Ein junges Mädchen mitzunehmen, war nicht nur eine gute Tat, es versprach auch Gesellschaft und ein wenig Abwechslung. Eine mittlere Stinkbombe mitzunehmen, erforderte einfach zu viel Überwindung, aber er könnte sie ja, wenn er es wirklich nicht mehr aushielt, unter einem Vorwand wieder aussteigen lassen, zum Beispiel an der nächsten Tankstelle oder im nächsten Ort. Aber nein, wozu sollte er diesen Aufwand treiben und so stand sein Entschluss endlich fest und er sagte zu ihr, die natürlich immer noch neben dem Auto wartete: «I am very sorry, but I never take any hitchhakers with me. You understand. I never do it.»

Sie sagte kein Wort, ging nur langsam und sichtlich traurig zu dem Kiosk zurück, während er sich in das Auto setzte und einen Parkplatz im Schatten suchte, aber den gab es nicht und so stellte er den Wagen dicht neben dem Kiosk ab, denn er brauchte nicht nur Benzin, sondern auch ein kaltes Getränk und etwas zwischen die Zähne, sein Magen hatte seit dem Frühstück nichts mehr bekommen und das war auch nicht gerade üppig gewesen. Sie saß wieder auf der Bank und nun tat sie ihm sogar etwas leid, weil sie so traurig dasaß und ihn vorwurfsvoll anstarrte. Er bekam sogar ein schlechtes Gewissen, denn er es abgelehnt, einem Menschen zu helfen, der anscheinend dringend seiner Hilfe bedurfte. Wenigstens ein bisschen musste er das wieder gutmachen und so fragte er sie, «Do you want a drink or something to eat?» Im Freien würde man es ja neben ihr aushalten und ein bisschen schuldig fühlte er sich. Dann saßen sie sich vor dem Kiosk gegenüber, tranken Cola und aßen schwammige Sandwiches mit Pommes. Er hätte sie gar nicht fragen müssen, um zu wissen, dass sie auch hungrig und durstig war, sehr sogar, denn sie bat um eine zweite Flasche Cola und weiteres Sandwich, während er Mühe hatte, trotz seines Hungers, dieses seltsame Gebilde, das sich Sandwich nannte, hinunterzuwürgen. Er würde am Abend alles nachholen und richtig gut speisen, wenn es in dieser Gegend überhaupt ein ordentliches Restaurant gäbe. Er beobachtete sie, wie sie gierig das belegte Brötchen verschlang und auf einmal merkte er, dass er Mitleid mit diesem Mädchen hatte und dass dieser Geruch, der vielleicht gar nicht so schlimm war, an den man sich vielleicht sogar gewöhnen konnte, ihn zumindest für kurze Zeit ertragen konnte, kein ausreichender Grund war, sie nicht mitzunehmen. Vorsichtig fragte er, wo sie denn hinwolle und wie lange sie schon warten würde. Sie nennte ihm eine Stadt, die so weit weg war, dass er sie heute bestimmt nicht mehr erreichen würde und dass sie schon den ganzen Nachmittag auf dieser beschissenen Tankstelle verbracht habe, ohne dass einer sie mitgenommen habe. Sie schöpfte neue Hoffnung und fragte, ob er heute und mit ihr nicht eine Ausnahme machen könne. Er zögerte, aber vielleicht nur, um ihr zu zeigen, wie fest er zu seinen Prinzipien stand, dann merkte er, wie blöd das war und nickte. Sie fragte, «You will do it, really?» Und nachdem er ihr ausdrücklich zugesichert hatte, dass sie mitkommen könne, nicht die ganze Strecke, aber bis in die nächste Stadt, war sie sehr dankbar und sagte mehrfach, «God bless you. Thank you very much. God will surely thank you for that.». Sarkastisch antwortete er, dass es ihm lieber wäre, wenn sie das selbst täte, eine kleine Anspielung, dass er es mit Gott nicht so halten würde wie sie, aber sie ignorierte die Bemerkung, weil sie sich nun ganz auf ihr Essen konzentrierte, um möglichst rasch fertig zu werden.

Als nun also das Eis gebrochen war, kamen sie fast zwangsläufig ins Gespräch und er erfuhr, dass sie Amanda hieße, dass aber alle Amy zu ihr sagten und dass sie 18 Jahre alt sei, ganz bestimmt sei sie volljährig, versicherte sie, als sie seinen skeptischen Blick sah. Und weiter, dass sie noch zur Schule ginge, aber Ferien habe und ihre Tante aufsuchen wolle, die in einer etwas entlegenen Stadt wohne. Da sie kein Geld habe, keinen Penny, wie sie betonte, müsse sie trampen und sei auf Leute, wie ihn angewiesen. Zwischendurch schmachtete sie ihn regelrecht an und sagte, sie sei ja so dankbar und würde ihren Wohltäter niemals vergessen. Er war sich nicht sicher, ob das mit der Tante stimmte oder ob er nicht doch eher eine Ausreißerin vor sich hatte oder gar ein Mädchen, das schon im jungen Alter auf der Straße lebte. Er verstieg sich sogar in den Gedanken, dass es sich bei diesem Mädchen, das so unschuldig tat, vielleicht um so etwas wie eine moderne Wanderhure handelte, denn ohne Geld kann keiner leben, ein bisschen Geld würde auch sie brauchen, andererseits, war es nicht sehr sinnvoll sich so verkommen zu lassen, wenn man auf derartige Dienstleistungen angewiesen ist. Doch schon kurze Zeit später sollte sich diese Vermutung anscheinend bestätigen. Aber noch saßen sie im Kiosk, er trank zum Abschluss seiner kargen Mahlzeit einen lauwarmen, dünnen Kaffee, sie ihre dritte Cola und steckte sich einen Kaugummi in den Mund, den er ihr auf ihre Bitte gekauft hatte. Er versuchte sie nun darauf vorzubereiten, dass er sie vermutlich gar nicht lange mitnehmen könnte. Er sei Fotograf und müsse seine Ziele und seine Aufenthalte immer den Orten anpassen, an denen er vorbeikäme. Er wüsste nie genau, wie lange er verweilen würde und vor allem auch nicht wo. Es könnte durchaus sein, dass er ganz spontan anhalten würde, wenn ihm ein Ort interessant erschiene und manchmal müsste er auch lange warten, bis das Licht geeignet sei, denn das richtige Licht sei ganz wichtig beim Fotografieren. In solch einem Fall bliebe ihr nichts anderes übrig, als sich ein anderes Auto zu suchen. Aber statt enttäuscht zu reagieren, zeigte sie sich geradezu begeistert. «That’s great, I love fotografing. Don’t worry, I have time. I’ll stay with you.» Er resignierte, aber nun hatte er ihr schon eine Zusage gemacht und er würde sich daran halten müssen. Bevor sie zum Auto gingen, holte Amy eine dicke, für die Jahreszeit viel zu warme Jacke und einen alten, schäbigen Matchsack unter der Bank hervor. Der Matchsack war nicht nur schäbig, sondern auch nur teilweise gefüllt, was durchaus dafürsprach, dass sie wenig materiellen Besitz mit sich herum schleppte.

Im Auto machte Amy es sich so bequem wie möglich, was angesichts ihrer Größe und ihrer langen Beine gar nicht so einfach war. Aber sie hatte den Beifahrersitz weit nach hinten geschoben, die Fersen bis fast unter den Po gezogen und die Knie, die bis halb in die Windschutzscheibe ragten, abgewinkelt. Sie fragte als Erstes, mit einem neuen Kaugummi im Mund, ob sie das Radio anmachen und Musik suchen dürfte. Er schüttelte den Kopf, die Radioprogramme hier würden ihm alle nicht gefallen, er fände die Musik langweilig, aber er habe ein paar CDs dabei, die er immer hören würde. Er warnte sie jedoch, diese Art von Musik würde sie bestimmt nicht mögen. Sie wollte wissen, was es sei, aber statt einer Antwort, schob er die CD mit Klavierkonzerten von Mozart in den Schlitz. Sie war tatsächlich überrascht, reagierte aber anders, als er gedacht hatte. Sie schloss die Augen, hörte eine ganze Weile konzentriert zu und sagte dann andächtig: «It’s great. What a great music.» Diese Bemerkung bewirkte, dass ihm das Mädchen Amy auf einmal viel sympathischer wurde. Ein Mensch, der Mozart liebte, das war doch schon einmal eine Gemeinsamkeit, ein solcher Mensch konnte gar nicht schlecht sein. Und nun fand er auch, dass sich der Gestank in Grenzen hielt, weil beide Seitenfenster offen waren und der Fahrtwind für genügend Frischluft sorgte. Sie waren vielleicht eine halbe Stunde gefahren und er dachte inzwischen gar nicht mehr daran, sie loszuwerden, als sich eines seiner Vorurteile dann doch zu bestätigen schien.

Er war von der Hauptstraße auf eine kleine Nebenstraße abgebogen und hatte im Schatten einiger Bäume angehalten. Es war schon fast ein kleines Wäldchen, gegen die Sicht von der Straße geschützt und auch vor der heißen Sonne. Weit und breit war kein Mensch. Amy hatte ihn ein wenig irritiert angeschaut, aber er hatte ihr versichert, er müsse nur dringend pinkeln und dann würde er gerne ein paar Bilder von ihr machen, sie habe doch gesagt, dass sie es möge, fotografiert zu werden. Sie nickte und stieg ebenfalls aus. Nachdem er sein Geschäft ein paar Meter weiter und geschützt von einem dicken Baumstamm erledigt hatte, machte er eine Reihe von Aufnahmen, mit und ohne Auto, Amy in der Totale, dann nur ihr Gesicht. Er war ganz in seine Arbeit vertieft, wie immer, wenn es darum ging, gute Bilder zu machen und sie folgte nicht nur seinen Anweisungen, sondern entwickelte auch eigene Ideen und nahm verschiedene Posen ein. Ein gutes Modell, dachte er, und ihr Zustand einer fortgeschrittenen Verwahrlosung machten die Bilder viel interessanter als diese bescheuerten Beauty-Bilder, die er nicht leiden konnte. Als sie mit der Arbeit fertig waren und wieder Platz genommen hatten, wollte er sich noch einen Moment entspannen. Er war etwas müde, wie immer am Nachmittag, und ein paar Minuten autogenes Training, das er leidlich beherrschte, würden ihn für den Rest des Tages wieder fit machen. Er stellte die Lehne seines Sitzes weit zurück, streckte sich wohlig aus, dehnte sich, reckte sich, verschränkte die Arme im Nacken, schloss die Augen und seufzte wohlig und schon ein wenig entspannt. Dann konzentrierte er sich auf die verschiedenen Teile seines Körpers, um diese und sich insgesamt vollends zu entspannen, wie es die Regeln des autogenen Trainings verlangten. Auf einmal spürte er jedoch eine Hand auf seinem Oberschenkel. Er erstarrte. Das durfte nicht sein, eine Störung durfte jetzt nicht erfolgen. Das hätte er der kleinen Schwarzen sagen müssen. Aber vielleicht war es nur ein Versehen. Er hielt die Augen weiterhin geschlossen und sagte nichts. Die Hand blieb aber nur kurze Zeit liegen, dann suchte sie sein Knie, umfasste es und drückte es. Er fand das ganz angenehm, obwohl er nun den Faden verloren hatte und sich nicht länger auf seinen Solarplexus oder gar sein Kleinhirn konzentrieren konnte. Als die Hand aber nun den Oberschenkel hochfuhr und zielgerichtet seine intimste Stelle suchte, dort herumfummelte und sein Glied, das sich natürlich sofort regte, zu drücken begann, ging ihm dies entschieden zu weit. Wütend öffnete er die Augen. Amy hatte sich zu ihm gebeugt und sah ihn erwartungsvoll mit ihren großen Rehaugen an, die aber sofort Erschrecken ausdrückten, denn er reagierte absolut nicht so, wie sie es wohl erwartet hatte. Ärgerlich ergriff er ihre Hand und drückte sie von sich weg. So etwas solle sie nie mehr machen. Er sei keiner, der kleine Mädchen vergewaltige. Er wolle keinen Sex im Auto und mit einem Kind schon gar nicht und außerdem, es war das erste Mal, dass er es offen aussprach, würde sie stinken, ob sie das wisse, verdammt mächtig stinken und mit so einem Stinktier, könne er auf keinen Fall Sex haben. Es würde ihn ekeln, wenn er nur daran dächte. Sie würde ihn ekeln und am liebsten würde er sie gleich hier rausschmeißen und ohne sei weiterfahren und sie könne sehen, wie sie zurechtkäme, das sei ihm scheißegal. Und außerdem würde ihm ihr ständiges Kaugummikauen auf den Keks gehen und sie solle endlich damit aufhören. Beleidigt zog sich Amy auf ihren Sitz zurück, spuckte den Kaugummi aus dem Fenster und begann nun leise sich zu rechtfertigen. Sie wollte ihm ja nur zeigen, dass sie dankbar sei, nicht mehr und warum er denn hier gehalten habe. Es sei doch klar, dass er Sex wollte, wenn er an einem so abgelegenen Ort halten würde. Pinkeln hätte er ja in der Tankstelle können. Zum Pinkeln verlässt man doch nicht die Hauptstraße, man hält einfach an und als Mann stellt man sich einfach neben das Auto, warum in diesen Wald fahren, wenn nicht, um zu vögeln. Und dann habe er sich ja fast hingelegt, die Augen geschlossen und gestöhnt. Es sei für sie klar gewesen, dass er jetzt nur darauf gewartet habe, dass sie den Anfang mache. Das sei doch normal, das sei doch immer so, mit allen. Sie könne gar nicht verstehen, dass er so wütend sei, weil sie ihm doch nur das geben wollte, was er auf jeden Fall von ihr erwarten würde, den Lohn für das Mitnehmen und das Essen. Das sei normal, das sie immer so. Sie könnte verstehen, dass er wütend wäre, wenn sie sich gewehrt hätte, ja dann hätte er so komisch reagieren können, aber sie habe ja nur das getan, was er auf jeden Fall erwartet habe, oder etwa nicht? Was sei schon dabei, ein bisschen Sex im Auto, ein bisschen fummeln und blasen, mehr könne man in der engen Kiste ja gar nicht machen. Und dass sie stinken würde, täte ihr leid, sie könne nichts dafür, und wenn er unbedingt wolle, würde sie aussteigen, aber nicht hier in der Wildnis, sondern im nächsten Ort oder an der nächsten Tankstelle. Sie argumentierten noch eine Weile herum, dann fuhr er weiter und die Wut verrauchte so langsam wieder, dafür hatte sich durch ihre Worte ein anderer Gedanke eingeschlichen, einer der ihm immer mehr gefiel und immer mehr Gestalt annahm. Warum sollte er eigentlich nicht mit diesem Mädchen Sex haben? Ob sie stinkt oder nicht, dachte e weiter, aber sie ist eine Frau und sie hat nichts gegen Sex, im Gegenteil sie erwartet das geradezu, das scheint wohl ihre Art und Weise zu sein, auch ohne Geld zu überleben, also doch eine Wanderhure? Na wenn schon! Und so langsam wurde der Gedanke immer konkreter und nahm die Form eines Plans an. Wie konnte er vermeiden, sich so mit ihr einzulassen, wie sie gerade war, so dreckig und ungepflegt, so stinkend. Und wo könnte das geschehen? Das Auto war viel zu klein und unbequem. Wenn schon Sex, dann richtigen, dann nicht nur einen lausigen Handjob. Sex im Freien? Warum nicht, aber wo war man ungestört, solche Plätze wie das Wäldchen gab es nicht viele und zurück wollte er nicht fahren. Außerdem würde sie nach wie vor stinken und der Ekel vor ihr wäre immer noch da. Während er schweigend auf der holprigen Straße dahinfuhr und versuchte, allzu große Erschütterungen zu vermeiden, schwieg auch Amy und auch die Musik hatte er nicht wieder eingeschaltet. Er fand Mozart in dieser Situation unpassend, sie hätte ihn auch nur abgelenkt, denn er konzentrierte sich nun darauf, seinen Plan weiterzuentwickeln.

Sie waren etwas zwei Stunden gefahren, er hatte Amy nicht rausgeschmissen und er fand es nun an der Zeit, seinen Plan umzusetzen und sich als Erstes um eine Unterkunft zu kümmern. Es gab zwar auch in dieser etwas abgelegenen Gegend Motels und in den größeren Ortschaften hatte er Schilder gesehen, die auf „bed&breckfast“ hinwiesen und ab und zu waren sie auch an einem Hotel vorbeigekommen, aber man konnte ja nie wissen, ob sie nicht total belegt waren oder ob gerade auf vielen Meilen einfach nichts mehr kommen würde. Dies war eine der fast immer unbegründeten Ängste, die ihn plagten, wenn er über Land fuhr, deshalb hatte er sich angewöhnt, immer rechtzeitig ein Quartier zu suchen, um dann entspannt den Abend zu genießen, um schön und in aller Ruhe essen gehen zu können, statt weiter und weiter zu fahren, bis dunkel und gefährlich war. Das würde er auch heute tun und er müsste nun so langsam anfangen, Amy in seinen Plan einzuweihen und ihre Zustimmung erfragen. Nach dem Ereignis in dem Wäldchen ging er davon aus, dass sie ein Zimmer mit ihm teilen würde, aber so ganz sicher war sich doch nicht. Immerhin hatte er sie ganz schön beschimpft und abgeschreckt und ihr klar gemacht, dass er nichts von ihr wolle, wenn sie so bliebe, wie sie war. Um sicherzugehen, wollte er erst einmal ihre Bereitschaft testen. Als sie die nächste größere Ortschaft erreichten, eine kleine, gesichtslose Kleinstadt, aber immerhin mit gleich zwei Motels am Stadtrand, hielt er vor dem einen, das ihm etwas besser vorkam, an und wandte sich seiner Begleiterin zu. Er wolle für heute Schluss machen, er sei lange genug gefahren und sei jetzt müde, er hätte einfach keine Lust mehr, weiterzufahren. Sie könne ja versuchen, ein anderes Auto anzuhalten, um vielleicht doch noch heute zu ihrer Tante zu kommen. Sie reagierte so, wie er es gehofft hatte. Sie sah ihn erst ungläubig, dann sehr traurig mit ihren großen Rehaugen an und dann rannen sogar ein paar Tränen über ihre Wangen. Sie sagte aber nichts und bettelte nicht so, wie an der Tankstelle, aber ihr Verhalten zeigte ihm klar und deutlich, ihr lag es sehr daran, bleiben zu dürfen und am nächsten Tag weiter mitgenommen zu werden. Vermutlich hatte sie seine Ablehnung sehr ernst genommen und glaubte nun, dass er sie loswerden wolle. Ob sie ihre Tante anrufen wolle, sie könne sein Handy haben, setzte er sein etwas fieses Spielchen fort, denn eins war klar, wenn sie nicht bleiben wollte, wäre er sehr enttäuscht. Sie schüttelte den Kopf. Der Tante sei es sicher recht, wenn sie heute noch nicht käme. Sie sei sich gar nicht einmal sicher, ob sie überhaupt willkommen sei. Sie habe sie nicht einmal informiert, dass sie auf dem Weg zu ihr sei, sie wollte sie eigentlich überraschen und das könnte sie auch noch am nächsten oder übernächsten Tag. Sie schwieg, er reagierte nicht. Dann war aber ihre Angst, allein gelassen zu werden, größer als die vor einer neuerlichen Ablehnung. «What shall I do now?», flüsterte sie leise und sah ihn traurig an. Er spielte noch ein Weilchen den unnachgiebigen Macho, ja er weidete sich fast an ihrer Angst, nur, um dann in einem noch besseren Licht als ihr Helfer und Retter dazustehen, denn er wollte keinesfalls, dass sie ihn verließe. Und so gab er scheinbar nach und erläuterte ihr seinen Plan.

Sie wisse ja selbst, begann er vorsichtig, dass sie dringend ein Bad brauche und nicht nur das, ihre Kleider seien eine Zumutung, die würden sicher auch stinken und müssten gewaschen werden. Er würde ihr anbieten, eine Nacht in diesem Motel zu bezahlen, Zimmer gäbe es ja noch genügend, es stünden nur zwei Autos im Hof. Er machte eine Pause und beobachtete das Mädchen. Sie schaute ihn erwartungsvoll an, sagte aber nichts. Er räusperte sich, dann fuhr er fort. Sie könne auch, wenn sie wolle und nichts gegen ihn habe, also, sie könne auch bei ihm im Zimmer übernachten. Nach seiner Erfahrung seien die Zimmer in den Motels immer groß und Betten gäbe es genügend. So könnten sie sich einen Zimmerpreis sparen und dafür, wieder eine Kunstpause, könne er ihr ja morgen ein paar neue Sachen zum Anziehen kaufen. Aber nur unter einer Bedingung fuhr er rasch fort und sah sie unverwandt an. Die Bedingung sei, dass sie sich gründlich duschen oder baden müsse, bevor er auch nur daran denken würde, mit ihr ein Zimmer eine Nacht lang zu teilen. Amys Mine hellte sich schlagartig auf, wahrscheinlich hatte sie erwartet, dass er Forderungen hinsichtlich ihrer Sexbereitschaft stellen würde, sie vielleicht gar zu perversen Handlungen verpflichten wolle. Sie schaute ihn fröhlich an und sagte, das sei ja wunderbar und sie würde alles, aber auch alles tun, was er wollte. Über Sex redeten beide nicht, aber es musste ihr wohl klar sein, dass es darauf hinauslaufen würde, aber sie hatte anscheinend nichts dagegen oder es war für sie selbstverständlich, wenn er das glaubte, was sie ihm im Wäldchen gesagt hatte. Und für ihn wäre das wichtigste Problem, das dagegen sprach vom Tisch, wenn sie sich erst einmal gründlich gewaschen hatte, denn eigentlich, er sagte es nicht, dachte es aber, ist sie doch ein ganz nettes Mädchen. An der Rezeption mussten sie ihre Namen und die Nummer des Autokennzeichens in ein Buch eintragen. Dem jungen Mann schien es aber völlig egal zu sein, wer sie waren und was sie da hinschrieben und warum sie zusammen in einem Zimmer sein wollten. Er kassierte das Geld für eine Nacht im Voraus, gab ihm einen Schlüssel und sage, sie seien in Nummer 6, und wenn sie etwas bräuchten, kaltes Bier zum Beispiel, könnten sie es bei ihm jederzeit bekommen, er sei die ganze Nacht da.

Das Zimmer war, wie erwartet, ziemlich groß, groß genug, um eine ganze Familie unterzubringen. Die Einrichtung bestand aus dem üblichen Standard, ein Doppelbett, zwei weitere Einzelbetten, ein Kleiderschrank, ein großer Kühlschrank, ein Tisch, vier Stühle, ein Flachbildschirm und in dem Bad in einem Nebenraum Waschbecken, Dusche, eine Badewanne und ein, durch eine transparente Plastikwand abgetrenntes WC. Amy fragte, ob sie jetzt gleich baden könne, sie wisse ja selbst, dass sie es nötig habe und sie sei ganz heiß drauf, denn sie habe schon ewig nicht mehr in einer richtigen Badewanne gelegen. Gut, stimmte er zu, sie solle gleich in die Wanne gehen, während er sich erkundigen würde, wo man hier essen gehen könne. Amy verschwand im Bad, er ging zur Rezeption, bekam die gewünschte Auskunft und kehrte mit zwei Dosen Bier in das Zimmer zurück. Er hörte, wie sie, laut plätscherte und noch lauter sang. Sie hatte eine schöne Stimme und kannte anscheinend viele Texte und Melodien. Er legte sich auf das Bett, öffnete eine Dose und genoss das kalte Bier und die Gewissheit, nicht mehr länger auf der staubigen Landstraße fahren zu müssen. Noch mehr gefiel ihm aber die Aussicht, dass Amy mit ihm die Nacht verbringen würde. Die ganze Zeit während seines Aufenthalts war er allein gewesen. An den Tagen beschäftigt mit dem Suchen von Motiven und für die Nächte hatte sich nie eine Gelegenheit für eine weibliche Gesellschaft geboten. Er hatte allein gegessen, allenfalls mit der Bedienung geschäkert, war manchmal noch zu einem einsamen Spaziergang aufgebrochen und genauso einsam zurückgekehrt, um dann die Nacht allein in einem dieser großen Betten zu liegen. Er war sehr froh, dass sich jetzt, kurz vor Schluss seiner Reise, schon am späten Abend des übernächsten Tages war sein Rückflug und er musste noch viele Kilometer bis zum Flughafen zurücklegen, doch noch die Gelegenheit für ein kleines Abenteuer bot und sei es auch nur für diese eine Nacht. Amy hörte nicht auf, zu plätschern und zu singen und so stand er schließlich auf, ging zum Bad und öffnete die Tür, ohne anzuklopfen. Er blieb im Türrahmen stehen und beobachtete sie, aber sie bemerkte ihn nicht, weil sie vollauf damit beschäftigt war, ihre Haare mit viel Shampoo zu bearbeitete und hielt dabei die Augen geschlossen. So konnte er sie, ein weiteres Mal an diesem Tag, in aller Ruhe betrachten. Sie war tatsächlich sehr dünn, das wurde, da sie nackt war, nun noch deutlicher. Ihre Kurven waren alles andere als ausgeprägt, weder der Busen, noch die Hüften, den Po konnte er nicht sehen, weil sie in der Wanne saß und auf dem Wasser Schaum schwamm. Auch ihre schönen Beine waren weitgehend von dem Schaum verdeckt, bis auf die Knie, die wie die Berge in einem Atoll herausragten. Als er den Kontrast zwischen ihrer dunklen Haut und dem weißen Schaum sah, wurde ihm klar, dass sie eine schöne Haut besaß, glatt und ohne Pickel, eine sanfte Streichelhaut, eine Haut, die er sehr mochte. Dunkelhäutige Frauen in allen Schattierungen hatten ihm schon immer gefallen, besser als die bleichen Nordlichter oder gar diese unsäglichen Blondinen, aber eine solch dunkle, dünne Frau hatte er noch nie nackt vor sich gesehen. Er musste sich eingestehen, dass sie ihm immer mehr gefiel und wenn dieser verdammte Gestank endlich erfolgreich bekämpft wäre, gäbe es keinen Grund mehr, es mit ihr zu treiben, außer vielleicht die Tatsache, dass sie eine Hure war und sich ihren Lebensunterhalt mit Sex verdiente und trotz ihrer Jugend schon wer weiß wie viele Männer im Bett gehabt hatte. Von wegen Schule, von wegen Tante und all den anderen Märchen. Aber ob Hure oder nicht, sie war da, was wollte er mehr.

Nachdem Amy den Schaum aus ihren Haaren mit der Handbrause gespült hatte und ihre Augen wieder öffnete, sah sie ihn endlich. Sie lächelte ihn völlig unbefangen an und meinte, solch ein Bad sei wunderschön und er solle ihr doch das Handtuch geben, das an der Wand hing. Er nahm es und während reichte es ihr, dabei sah er, dass auf dem Boden nur ihr T-Shirt und die Shorts lagen, aber weder ein BH noch ein Slip. Sie stieg aus der Badewanne und begann sich abzutrocknen. Fast beiläufig fragte er sie, ob sie keine Unterwäsche trüge. Doch, war die Antwort, aber sie habe nicht viel dabei und alles sei dreckig und einen BH bräuchte sie eigentlich nicht, dafür sei ihr Busen zu klein, ob er das noch nicht gemerkt habe. Dann war sie fertig und stand nackt vor ihm und jetzt konnte er auch die Details ihres Körpers betrachten, die vor her vom Wasser und vom Schaum verdeckt worden waren. Er sah nun ihre kleinen Brüste direkt vor sich, die aber wie zum Ausgleich große, aufgerichtete Warzen besaßen, die noch viel dunkler als ihre Haut waren und in großen Höfen von kleinen Pickeln umgeben waren. Er konnte nun auch ihre sehr schmale Taille und die Hüften bewundern, die ihm nun doch etwas breiter vorkamen und auch ihr Po erschien ihm nun fester, runder und größer als in den Shorts. Als er sie so im Ganzen sah, fand er, dass ihre Proportionen für ihre Figur und ihre Größe durchaus stimmig waren, dazu diese fantastischen Beine, die er nun von ihrem Ursprung, von den Hüften bis zu den Zehen bewundern konnte. Fast am besten gefiel ihm aber ihr Haut, die tiefbraun und samten, ihren grauen Schleier verloren hatte. Überhaupt waren alle Körperteile, die ihm bei ihrem ersten Anblick als besonders verdreckt aufgefallen waren, jetzt makellos sauber. Sie merkte natürlich genau, dass er sie eingehend betrachtete, fast als ob er sie abschätzen wollte, wie auf einem Sklavenmarkt oder in einem dieser thailändischen Großbordelle mit den zahlreichen Nummerngirls. Aber es schien ihr nichts auszumachen, sie wurde keineswegs verlegen, sondern sah ihm direkt in die Augen. Vielleicht überlegte sie, ob sie noch einmal einen Vorstoß machen sollte oder doch lieber seine Initiative abwarten sollte. Vielleicht dachte sie, dass der richtige Zeitpunkt immer noch nicht gekommen war oder seine Ablehnung im Wäldchen bedrückte sie immer noch, jedenfalls unterließ sie einen neuerlichen Annäherungsversuch und auch er hielt sich zurück. Sie ging stattdessen in das Zimmer, kramte in ihrem Matchsack, zog ein anderes T-Shirt und verblasste Jeans heraus, aber weder einen BH noch einen Slip. Das T-Shirt war sehr eng, ihre großen Brustwarzen hoben sich deutlich ab, und es endete weit über der Taille, sodass nun viel Haut sichtbar war, und die Jeans reichten nur bis zur Mitte der Waden. Beides zusammen machte sie sehr sexy. Die neuen Kleidungsstücke waren nicht viel ansehnlicher als die Alten, aber sie rochen weniger intensiv und zudem setzt sich nach dem Bad ganz deutlich der Geruch der Seife und des Shampoos durch, was er als höchst angenehm empfand.

Sie sei jetzt fertig, sagte sie, obwohl die Haare noch nass waren, aber das sei kein Problem, weil sie jetzt ganz locker seien, würden sie schnell trocknen, ob er sie mal fühlen wolle. Er wollte und er war überrascht, wie fest sie waren, wie ein Geflecht aus dünnem Draht. Was er jetzt vorhabe, wollte sie als Nächstes wissen und tänzelte ein wenig in dem Zimmer umher, ein junges, unbekümmertes Mädchen, das einfach Lust am Leben hatte. Erst selbst wolle noch duschen und dann könnten sie essen gehen, war seine knappe Antwort. Das schwammige Sandwich sei längst verdaut und er hätte Lust auf ein riesiges Steak mit viel Pommes. Ob sie so etwas auch möge. Sie nickte begeistert. Sie könne immer essen und würde nie dick werden, alle, die sie kennen, würden sich wundern und sie selbst fände das auch seltsam, aber sie sei nicht krank, habe keinen Magenkrebs oder was auch immer, sie sei ganz normal und kerngesund, dabei zeigte sie, wie zum Beweis, ihre schneeweißen Zähne mit der Lücke, an denen aber ansonsten absolut nichts auszusetzen war. Ja, sie habe mächtig Hunger, bestätigte sie und sie wolle auch ein Steak, weil sie schon seit ewigen Zeiten keines mehr gegessen habe, jedenfalls kein großes mit viel Pommes. Steak mit Pommes sei ihr Leibgericht. Er öffnete die zweite Bierdose und reichte sie ihr. Sie nahm einen kleinen Schluck und gab sie ihm zurück. Sie möge kein Bier, es sei zu bitter und der Alkohol würde dem Körper schaden und sie wolle gesund leben. Er trank die Dose leer, dann gingen sie zum Auto und er fuhr zu dem Restaurant, das ihm der junge Mann an der Rezeption genannt hatte. Es war eher eine Imbissbude als ein richtiges Restaurant, aber man konnte in einem kleinen Innenhof im Freien sitzen und die zwei Steaks, die schon bald kamen, waren richtig groß und die Portion Pommes die dazu serviert wurde und der frische Salat ebenfalls. Er bestellte sich wieder ein Bier, sie bevorzugte eine Cola. Cola schien ihr absolutes Lieblingsgetränk zu sein. Sie ließen es sich schmecken, während er sie amüsiert beobachtete. Von guten Tischsitten schien sie nicht viel zu halten, sie stütze die Ellenbogen auf, hielt Messer und Gabel auf eine unmögliche Weise, nahm einen Schluck, während der Mund noch voll war, und sprach auch mit vollem Mund. Aber meistens schwieg sie und konzentrierte sich auf das Essen.

Als alles aufgegessen war, es blieb wirklich nichts übrig, und er seine zweite Dose Bier aufmachte, waren beide sehr zufrieden. Sie blieben sitzen und unterhielten sich und er erfuhr noch ein paar interessante Dinge aus ihrem Leben. So zum Beispiel, dass sie gerne in die Schule ging und auch eine gute Schülerin sei, mit sehr guten Zeugnissen, dass aber ihr Leben zu Hause die Hölle sei. Ihr Vater sei öfters cholerisch und würde sie dann grundlos beschimpfen und manchmal sogar schlagen. Ihre Mutter sei schwach und ängstlich und würde ihr nie beistehen. Es käme öfters zum Streit, weil nie genug Geld da sei, deswegen würde sie auch nie welches haben. Um diesem Zustand wenigstens in den Ferien zu entkommen, habe sie beschlossen, diese bei ihrer Tante zu verbringen. Sie gestand auch freimütig, dass sie schon seit ein paar Tagen unterwegs war, weil sie fürchtete, bei der Tante nicht Willkommen zu sein, aber auf keinen Fall zurückwolle, dann sich lieber so durchschlagen, sagte sie gleichmütig. Und weil sie kaum Geld habe, nur ein wenig Erspartes, sei sie in diesen Zustand geraten, für den sie sich jetzt auch schämen würde. Sie habe wirklich sehr ungepflegt ausgesehen, in ihren alten Kleidern und ungewaschen, als sie sich im Spiegel im Bad betrachtete hatte. Ja, er habe recht, sie habe wirklich sehr dreckig und heruntergekommen ausgesehen, und weil sie immer viel schwitzen würde, habe sie auch so gestunken. Sie würde sich jetzt nicht mehr wundern, dass er sich vor ihr geekelt habe und sie erst gar nicht mitnehmen wollte. Aber nun sei es ja besser, nun sei sie sauber, würde schön nach Seife und Shampoo duften und alles sei doch jetzt gut. Neben diesen Fakten erfuhr er auch ein paar Dinge, die ihn richtig erstaunten und sehr für sie einnahmen. Er hatte ja schon gemerkt, dass sie klassische Musik liebte und nun erzählte sie ihm, dass sie im Schulchor mitsänge und auch eifrig Literatur lese. Alles, was sie in der Schulbücherei in die Finger bekäme, würde sie lesen, dort gäbe es zwar nicht viel und die Bücher seien total veraltet, aber immerhin gäbe es etwas zum Lesen. Sie habe eine große Sehnsucht nach der Welt der Literatur und wenn es möglich wäre, würde sie gerne Literatur und Sprache studieren, aber dazu brauche sie ein Stipendium und es sei nicht sicher, dass sie eines bekäme, nicht weil sie zu dumm oder ihre Eltern nicht arm genug seien, sondern nur deswegen nicht, weil sie keine Beziehungen zu denen habe, die das Geld verteilten, die in den Gremien säßen, in denen alles Wichtige entschieden wurde. Für sie käme im günstigsten Fall ein Job als Verkäuferin infrage oder ein Job bei einem Sozialdienst, aber in beiden Berufen würde man kaum etwas verdienen. Sie wurde richtig wütend, als sie das sagte und als er das Thema der sozialen Ungerechtigkeit vertiefte, merkte er, dass sie auch politisch sehr interessiert war und dass sie sogar fast auf derselben Linie lag, wie er, obwohl hier natürlich die politische Landschaft eine völlig andere war, Aber es gab seltsamerweise zwischen diesem jungen Mädchen und einem alten Akademiker eine Reihe von Gemeinsamkeiten, wie die Welt betrachtet wurde und wie man sie verbessern könnt. Nur als sie kurz auf das Thema Religion zu sprechen kamen, merkte er gleich, dass sie hier in keiner Weise übereinstimmten. Während er ein absoluter Atheist war, engagierte sie sich sehr in ihrer evangelikalen Gemeinde, in der Gospelchor sie auch sang. Er brach das Thema lieber ab und schlug vor, in das Motel zurückzukehren, da es mittlerweile ziemlich spät geworden sei. Er bedankte sich ausdrücklich für den schönen Abend mit ihr und machte ihr viele Komplimente, was sie alles wusste und alles tat und gestand, dass er sie an der Tankstelle total falsch eingeschätzt habe. Für sich selbst kam er zu dem Schluss, dass sie ihm nun deutlich sympathischer war und er fühlte zum ersten Mal eine gewisse Zärtlichkeit, ja fast so etwas wie Liebe, in sich aufkommen, aber das sagte er ihr natürlich nicht.

Im Motel angekommen, bestand sie darauf, sich noch einmal zu duschen und diesmal setzte er sich nicht auf das Bett, sondern ging mit in das kleine Bad und beobachte sie, wie sie sich auszog und wieder lange einseifte, ihre Haare zum zweiten Mal gründlich wusch. Als sie fertig war und schließlich wieder vor ihm stand, nass und nackt, hielt er es nicht mehr länger aus und umarmte sie. Endlich konnte er das tun, wonach er sich unbewusst gesehnt hatte, seit er ihr an der Tankstelle begegnet war, obwohl sie ihn da noch richtig abgestoßen hatte. Aber jetzt war sie sauber und stank nicht mehr und er hatte das große Verlangen, sie zu umarmen und ihre Haut zu streicheln, diese schöne, dunkle, samtene Haut. Sie schien seine Liebkosungen, die sich über ihren ganzen Körper erstreckten, zu genießen, denn sie gurrte leise, wie eine kleine Katze, umschlang mit ihren langen Armen seinen Hals, und schmiegte sich eng an ihn. Und sie tat noch etwas, was er nicht erwartet hatte und was ihm ebenfalls ausnehmend gefiel. Sie schloss die Augen und suchte mit ihrem Mund den seinen, küsste ihn aber nicht, öffnete ihn nur ein wenig und wartete, dass seine Lippen die ihren berührten, dass er seine Zunge in ihren Mund schob, dass er endlich das tat, was sie von ihm erwartete. Sie erwiderte seine Küsse voller Inbrunst. Lange blieben ihre Lippen aufeinander gepresst und ihre Zungen wanderten in ihren Mündern umher und eine Menge Speichel wurde ausgetauscht und viele Hormone wurde freigesetzt und so wurde der Boden für all das bereitet, was in dieser Nacht noch kommen sollte. Sie drückte, während sie sich küssten, ihren mageren Körper an seinen, nahm dann seine Hand und legte sie auf eine ihrer kleinen Brüste und er fühlte erstaunt, wie die ohnehin schon großen Brustwarzen noch größer und sehr steif wurden. Er ließ die Hand auf ihrem Busen, betastete und drückte die kleinen Hügel, rieb an den Warzen, um auf jeden Fall ihren erigierten Zustand zu erhalten. Die andere Hand legte er auf ihren Hintern, der ihm nun gar nicht mehr klein und kindlich vorkam, sondern fest und rund und vor Erregung vibrierend, besonders als er mit den Fingern tief in die Spalte eindrang und quasi durch die Hintertür den Haupteingang erreichte und dort Einlass heischte, der ihm auch breitwillig gewährt wurde. Ihre Erregung wuchs und auch seine hatte deutlich zugenommen. Sie gingen zurück in das Zimmer, er zog sich rasch aus und sie legten sich, nun beide nackt und immer noch nass, doch zunehmend durch den Schweiß, den beide verströmten, auf das große Bett und setzten ihr Vorspiel höchst variantenreich fort. Er streichelte ihre Haut ausgiebig und voller Zärtlichkeit und sie genoss ganz offensichtlich seine Berührungen, denn sie betastete ihn ebenfalls ausgiebig und bald ergänzten sie das Spiel ihrer Finger durch zahllose Küsse auf alle möglichen Stellen ihrer Körper. Schließlich nahm sie sein groß und steif gewordenes Glied erst in die eine, dann in die andere Hand, drückte und streichelte es und erreichte, dass er sehr geil wurde. Sie hielt dabei die Augen geschlossen und seufzte voller Lust. Sie war eine wahre Könnerin, vielleicht, so dachte er einen Moment lang, weil sie sich ihr Zubrot durch Prostitution verdiente, aber wenn schon, sie war jetzt hier bei ihm und nur für ihn da und nur das zählte. Dann begann er ihre schwarze Muschi mit dem rosaroten Loch ausgiebig zu lecken und er merkte, wie sie zuckte und ihr Becken rhythmisch hob und senkte und das machte ihn weiter heiß und er merkte, wie sich sein Orgasmus langsam anbahnte, wie es in seinen Lenden zog und er es nicht mehr lang aushalten könnte. Er flüsterte, er sei soweit und wie sie es am liebsten hätte. Ohne zu reden, nur durch die Bewegungen ihrer Hände, dirigierte sie ihn in die Rückenlage. Doch noch bevor sie sich auf ihn hockte, gestand er ihr, bereits heftig keuchend, dass er keine Kondome dabei habe, ob sie denn welche habe. Sie antwortete nur, dass er keine bräuchte und sie auch nicht, dass er nichts zu befürchten habe, weil sie garantiert sauber sei und er nichts, weil sie in diesen Tagen nicht empfängnisbereit sei. Er solle aber jetzt den Mund halten und weitermachen.

Dann war es endlich soweit. Sie hockte auf ihm, führte sein Glied vorsichtig in ihre Scheide und begann dann ihren Unterleib rhythmisch zu bewegen. Er sorgte mit kurzen, heftigen Stößen dafür, dass sein Glied immer wieder tief in sie eindrang. Sie stieß kleine Schreie aus und ihre Bewegungen wurden schneller, heftiger und unkontrollierter. Aber als er merkte, dass er kurz vor der Entladung war, unterbrach er trotz ihrer Versicherung, es könne nichts passieren, seine rauschhaften Bewegungen und zog sein Glied aus ihr heraus. Sie war irritiert, vielleicht sogar enttäuscht, weil sie sich immer noch in einer Phase der sich widerholenden Orgasmen befand, was er deutlich an den reflexhaften Bewegungen ihres Beckens, dem leisen Stöhnen, dem verzerrten Gesichtsausdruck und den geschlossenen Augen festzustellen glaubte. Sie stellte sich aber klaglos auf die neue Lage ein, nahm sein Glied wieder in die Hand und brachte ihn mit schnellen, gekonnten Bewegungen rasch zum Höhepunkt. Er ejakulierte und war somit absolut und vollständig befriedigt. Schwer atmend, nach Luft geradezu ringend und schweißgebadet blieb er nach diesem Galopp weiter auf dem Rücken liegen und versuchte sich zu erholen, sich zu entspannen, neue Kräfte zu sammeln und sich vor allem klar zu machen, dass er soeben, trotz der Unterbrechung, einen der schönsten Orgasmen seines ganzen Lebens erfahren hatte und dieses höchst angenehme Erlebnis sollte möglichst lange nachwirken. Amy dagegen schien sich weder sehr angestrengt noch eine besondere Erfahrung gemacht zu haben, denn sie lag wortlos und völlig entspannt neben ihm. Die Müdigkeit fing an, ihn zu übermannen und er war gerade dabei einzuschlafen, als er spürte, wie ihre Hand erneut nach seinem Körper tastete und gleich darauf gezielt begann, sein schlaffes Fleisch wieder aufzurichten. Er war sofort hellwach und zu seinem eigenen großen Erstaunen, gelang ihr das auch nach einiger Zeit und sein Erstaunen wuchs noch weiter, als sie sich, immer noch wortlos, erneut auf ihn hockte, in exakt der selben Stellung und ihren Unterleib wieder sanft und gleichmäßig und sehr präzise bewegte. Sie brauchte wieder viel Zeit, gab aber nicht auf und er merkte, dass sie erneut von kleinen Orgasmen geschüttelt wurde, während er bisher nur ruhig dalag. Aber diese Erkenntnis schien ihn, seinen Körper und vor allem seinen Schwanz direkt zu beflügeln, denn er merkte, wie sich dieses wunderbare Gefühl, dieses körperliche Sehnen erneut in ihm aufbaute und nach Erlösung drängte. Ohne dass er selbst viel machte, nur ab und zu ihre kleinen Brüste drückte und ihren Hintern an sich zog, kam er zum zweiten Mal an diesem denkwürdigen Abend und entlud sich in ihr und diesmal ohne Vorsichtsmaßnahmen. Sie schien es zu merken, weil am Ende auch seine Beckenbewegungen etwas schneller geworden waren und er nun auch stöhnte, aber sie schrie nun regelrecht auf und trommelte mit ihren Fäusten auf seine Brust und stöhnte, er solle nicht aufhören, er solle um Gottes Willen weitermachen bis in alle Ewigkeit, das sagte sie tatsächlich. Aber natürlich musste er aufhören, allein schon, weil sein Schwanz nach der erneuten Ejakulation fast in sich zusammenbrach, völlig schlaff wurde und von selbst und freiwillig die Grotte verließ, in der er so maßlos verwöhnt worden war. Diesmal schien auch Amy voll auf ihre Kosten gekommen zu sein und gab von ihren Gefühlen viel mehr Preis, als beim ersten Mal. Sie schluchzte und weinte, versicherte aber mehrfach, es sei die Freude, die sie überwältigt habe. Als sie sich weiter beruhigt hatte, sagte sie, dass es ihr noch nie so gut gegangen, in ihrem ganzen Leben nicht, wie in dieser Nacht, der Sex mit ihm sei wunderschön gewesen und er sei alles andere, als ein alter Mann, er sei ein junger Hengst, ein wilder Hahn, ein perfekter Geliebter. Er freute sich über ihre Worte und war glückselig, dass er es tatsächliche geschafft hatte, in kurzer Zeit zweimal einen Orgasmus zu bekommen und, was ihm fast noch wichtiger war, diese junge Frau, die vermutlich andere, jüngere, potentere Liebhaber gewohnt war, auch bis in das Paradies zu treiben. Aber nun war er völlig ausgelaugt und erschöpft und beide schliefen auch rasch eng aneinander geschmiegt ein und wachten erst auf, als die Sonne schon hoch am Himmel stand.

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