Die Winter-Ruhe-Oase oder „Wo die Energien fließen“

Eine nicht alltägliche Familie - Teil 52

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Die Winter-Ruhe-Oase oder „Wo die Energien fließen“

Die Winter-Ruhe-Oase oder „Wo die Energien fließen“

Grauhaariger

"Eine nicht alltägliche Familie“ ist die dritte Staffel der Geschichten um die Pilotin Olivia Andersson. Aufbauend auf „Eine nicht alltägliche Beziehung“ und "Eine nicht alltägliche Ehe".

Nur langsam kam sie von ihrem „Flug über den Wolken“ herunter und sie drehte sich auf die Seite. Martin legte sich hinter sie und nahm sie wieder in die Arme, damit sich seine Frau etwas beruhigen konnte.
Völlig befriedigt und müde von dem erlebnisreichen Tag schlief Olivia in Martins Armen ein. Er zog noch die Decke über sie beide und kurz darauf sank auch er in einen tiefen Schlaf …

*****

Am nächsten Morgen blinzelten Martin und Olivia in das Tageslicht, hatten sie doch am Vorabend vergessen, die Vorhänge zu schließen. Ein Blick nach draußen ließ sie erschaudern, hatte sich vor ihrem Fenster mindestens 10 Zentimeter Neuschnee gesammelt. Auch vom strahlenden Sonnenschein des gestrigen Tages war nichts mehr zu sehen, alles war weiß und es schneite große Flocken.
Trotz der gestrigen „Anstrengungen“ hatten die beiden tief und erholsam geschlafen. Nun wurde es aber langsam Zeit, sich der Morgentoilette zu widmen und sich anschließend zum Morgenessen zu begeben. Das Buffet war im Arvensaal bereitgestellt und beinhaltete alles, was das Herz begehrte. Verschiedene Sorten Brot, Butter, Käse, aber auch eine Auswahl von Flocken und „Müesli“ gab es und natürlich Speck, Eier und sogar Lachs. Die Eheleute ließen sich das Frühstück in Ruhe schmecken, denn so schnell gab es nicht wieder etwas zu essen.
Ihre Abreise war auf 11 Uhr vorgesehen und würde wie die Anreise wieder etwa zwei Stunden dauern. Einige der Gäste dachten bereits jetzt mit etwas mulmigem Gefühl an die Fahrt mit der Seilbahn, würde der Wind heute doch stärker wehen als gestern. Schon bald war es so weit und sie verließen „ihr“ Zimmer und begaben sich ins Parterre, um an der Reception den Schlüssel zurückzugeben. Dort wurde ihnen nochmals bestätigt, dass alles bereits abgerechnet ist und für Olivia und Martin keine weiteren Kosten entstehen würden. Mit Erstaunen nahmen sie dies zur Kenntnis und begaben sich dann ein paar Meter weiter zum Treffpunkt, wo sich die Gruppe für die Rückreise besammelte.
Ein paar Minuten später traf auch ihre Begleitung in Person von Leni Abplanalp ein, und nachdem die Gruppe vollständig war, ging es nach draußen in das Schneetreiben, um zu der Hospizbahn im Untergeschoss des Parkhauses zu gelangen. Olivia und Martin warfen noch einen letzten und auch ein wenig wehmütigen Blick zurück zum Hospiz, welches heute durch den Schneefall einen anderen Anblick bot.
Leise, aber kräftig fiel der Schnee und verwischte schon kurz hinter der Gruppe die Spuren. So als wollte er damit sagen: „Alles, was hier geschehen ist, bleibt auch hier!“
Die Türe zum Parkhaus schloss sich hinter der Gruppe mit Olivia und Martin. Draußen herrschte jetzt Stille und Kälte. Eine einsame Bergdohle zog ihre Kreise …

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