Während dieser Erklärung hat sich Olivia bereits umgedreht und stand nun vor dem „Reservierungsbuch“ für den Bottich und die Sauna, und nach kurzem Nachdenken schrieb sie etwas hinein.
„Schatz ist das für dich in Ordnung, von 21.00 Uhr sind wir für 30 Minuten im Badebottich und gleich danach noch eine halbe Stunde in der Fass-Sauna?“, fragte Olivia.
Diesem bettelnden Blick konnte Martin nicht widerstehen und er nickte lachend.
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Ihr Zimmer war großzügig bemessen, mit einem Doppelbett, einer geräumigen Dusche und einem fantastischen Ausblick auf den gefrorenen Grimselsee. Olivia und Martin verstauten ihr Gepäck und prüften schon mal die Bequemlichkeit der Betten. Olivia entschied sich für die linke Betthälfte, sodass Martin näher beim Fenster schlief. Eine Runde kuscheln musste fürs Erste ausreichen, verspürten sie langsam Hunger, da seit dem Morgenessen doch schon einige Zeit vergangen war.
Im Erdgeschoss gingen sie ins Restaurant und nach einem Blick in die Karte bestellten sie sich eine Kleinigkeit zu essen. Mit Erstaunen stellten sie fest, dass hier in dieser „Abgeschiedenheit“ selbst eine Kleinigkeit auf kulinarisch hohem Niveau serviert wurde. Olivia und Martin ließen sich ihren Salat schmecken und genossen die Ruhe, welche selbst hier im Restaurant herrschte.
Nach dem Essen zogen sie sich warme Kleider an und beschlossen, einen Rundgang draußen zu machen. An der Reception wurden sie darauf hingewiesen, dass im Untergeschoss Schneeschuhe zur freien Verfügung stehen würden. Damit wäre es möglich, den „kürzesten Winterwanderweg im Berner Oberland“ um den Spittelnollen, also den Felsen, auf dem das Hotel steht, zu begehen.
Der Weg führte vom Hotel weg und schon nach wenigen Meter drehte er nach rechts und stieg an. Zum Glück hatten sie auf den Rat der Dame an der Reception gehört und die Schneeschuhe montiert, denn ohne diese wäre es eine sehr rutschige Angelegenheit geworden.
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