Die liebestolle Alte

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Die liebestolle Alte

Die liebestolle Alte

Marlies Tauner

Aus: "Afrikanisches Dekamerone -
Erotische Geschichten, nacherzählt von Marlies Tauner"

Es war einmal eine uralte Frau. Die wollte unbedingt noch einmal poppen. Sie fand aber keinen Mann, der dazu noch Lust gehabt hätte. Da nahm sie eine Kuh, zog sie an einem Strick hinter sich her und sagte jedem: „Ich schenke dem die Kuh, der mit mir schläft“. Sie musste sehr lange herumlaufen. Schliesslich kam sie mit der Kuh an Kondos Haus vorbei. Dessen Frau stand gerade vor der Tür und hörte alles. Als ihr Mann abends von der Arbeit nachhause kam, berichtet sie ihrem Mann: „Heute ist eine steinalte Frau mit einer schönen, jungen Kuh vorbeigekommen. Sie will die Kuh demjenigen geben, der mit ihr schläft, aber bisher hat sie noch keinen gefunden.“ „War die Kuh schön?“ fragte Kondo. Seine Frau nickte „Es war eine sehr schöne Kuh, aber die Frau war sehr alt und hässlich.“ Aber Kondo meinte: „Darauf kommt es ja nicht an.“
Am nächsten Tag ging er nicht zur Arbeit. Er setzte sich scheinbar gleichgültig vor seiner Tür auf die Erde und wartete ab. Nach einiger Zeit kam die Alte mit der Kuh wieder vorbei und rief: Die Kuh bekommt der geschenkt, der mit mir schläft! “Kondo betrachtete erst die Kuh genauer, dann sah er sich die alte Frau an. Die sprach ihn an: “Na, was ist, willst du nicht mit mir schlafen“ Kondo antwortete: „Au ja, sehr gerne will ich mit dir schlafen, und auf die Kuh kommt es dabei überhaupt nicht an. Aber wenn ich etwas mache, will ich es auch ordentlich tun. Um dich so richtig ordentlich zu befriedigen, muss man sehr stark sein. Ich bin aber momentan leider etwas schwach, wegen unserer kärglichen Nahrung. Ich müsste die Kuh erst gegessen haben, um es dir so recht kraftvoll zu besorgen.“ „Wenn es weiter nichts ist,“ meinte die Frau, „so ist das in Ordnung. Ich lasse dir die Kuh da. Du schlachtest sie und isst ordentlich Fleisch, und wenn du dann so richtig stark bist, schläfst du mit mir. Kondo war einverstanden, bat sich aber acht Tage Zeit aus, um die Kuh zu essen. „Gut“, sage die Frau, „in acht Tage komme ich wieder.“ Und sie ging fröhlich tänzelnd davon.
Kondo schlachtete sofort die Kuh. Er legte Kopf, Blut und den Darminhalt beiseite; der Rest wurde gekocht und zubereitet. Die ganze Familie ass jeden Tag Fleisch und war sehr glücklich über das gute Essen.
Die acht Tage waren noch nicht um, da kam die alte Frau schon wieder vorbei, um sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen. „Ist die Kuh schon aufgegessen? Bist du schon stark genug?“ Kondo zeigte auf den Kopf der Kuh und sagte: Schau, hier liegt noch das, was am meisten Kraft gibt. So schnell kommt die Kraft nicht wieder, wenn man vorher so geschwächt war.“ Die alte Frau ging, aber am nächsten Tag war sie wieder zurück, um sich zu erkundigen. So ging das nun alle Tage, bis die Kuh endlich aufgegessen war. „Morgen werde ich die Alte wohl glücklich machen müssen“, seufzte er zu seiner Frau. Sie sagte: „Das wirst du schon müssen.“ Kondo tröstete sie und sagte: „ Mit der Alten werden wir auch noch fertig werden, ich habe da schon einen Plan.“
Am anderen Morgen rief er seine Frau zu sich und beschmierte ihren Unterleib und ihre Beine mit dem Blut und dem Kot der Kuh. Dann sagte er zu seiner Frau: “So, nun setze dich vor die Tür und erwarte die Alte und sage ihr...“ , den Rest flüsterte er ihr leise ins Ohr. Im Laufe des Vormittags kam die hässliche Alte und fragte erschrocken die am Boden kauernde Frau: Oh je, was ist denn mit dir geschehen?“ Kondos Frau jammerte: „Mein Mann hat doch gestern den Rinderkopf gegessen. Da ist er furchtbar stark geworden. Und dann hat er sich beim Schmied noch einen eisernen Dorn für seinen Penis machen lassen. Heute nacht sagte er zu mir: „Komm, ich will probieren, ob ich für die hübsche, alte Frau stark genug bin. Und dann hat er mich so zugerichtet. – Übrigens, er wartet in Haus auf dich. Er meint, du würdest wohl länger bleiben, denn er sei jetzt sehr stark.“
Als die alte Frau das hörte, rannte sie so schnell sie konnte davon und zog sogar um, in eine weit entfernte Gegend.

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