Er starrte erschrocken auf seinen Freudenspender. Dort hatte sich ein dreister Moskito in aller Ruhe niedergelassen, um sich ungestört an seinem Blut zu laben. Und davon hatte sich im Zielgebiet reichlich angestaut. Sein laut gebrülltes „Nein!“ beeindruckte weder das Insekt noch die beiden Gespielinnen. Natürlich setzte wenig später ein an dieser Stelle besonders unangenehmes Jucken ein und er hatte nicht die Spur einer Chance, etwas dagegen zu unternehmen.
In der Zwischenzeit hatten sich die gegenseitigen Zuwendungen der beiden Frauen auf dem Hotelbett weiter intensiviert. Als wollten sie das lesbische Kamasutra durchturnen, rieben sie sich jetzt gegenseitig im Scherensitz zu neuen Höhepunkten. So hemmungslos, wild und aktiv hatte er seine eigene Frau noch nie erlebt. Hatte sie sich bei ihm bisher bewusst zurückgehalten? Oder hatte einfach die unerwartete Konfrontation anerzogene Hemmungen gelockert? Erneut stieg Unruhe in ihm auf. Aus einem frechen Traum war auf eine vollkommen unerwartete Weise Realität geworden. Welche Folgen würde das für ihre Beziehung haben?
Ein neuer Luftangriff riss ihn aus seinen Gedanken. Der Duft des vergossenen Blutes hatte mehrere Artgenossen des ersten Angreifers angelockt und jetzt umkreisten gleich zwei Mücken seinen Schaft. Und er war denen immer noch genau so wehrlos ausgeliefert wie beim ersten Mal. Kurz nacheinander wagten beide Insekten die Landung, suchten sich freie Plätze auf seiner Kuppe und stachen unbarmherzig zu. Die Viecher schienen zu spüren, dass ihnen hier keine Gefahr drohte und zuzelten in aller Seelenruhe so viel Blut, wie ihr maximales Startgewicht zuließ. Sie hinterließen einen nun wirklich unerträglichen Juckreiz und brachten seine Eichel zum Glühen wie den Scheinwerfer eines Leuchtturmes an einem einsamen Strand. Er ruckelte und zuckte in seinem Sessel herum, aber nichts half gegen das gemeine Gefühl.
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