Dimitra

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Dimitra

Dimitra

Eros Poet

Doch am Ende bin ich immer wieder alleine zurückgeblieben. Du bist deutlich älter als ich und es steht mir nicht zu, dir dumme Ratschläge zu geben, aber tue dir einen Gefallen und lasse sie gehen. Wenn du anfängst, in deiner Trauer und in deinem Schmerz zu leben, glaub mir, dann bist du verloren, so verloren, wie ich es auch schon war. Es tut mir leid, dass ich dich gestört habe. Ich werde jetzt gehen“.

Wow, was für ein unglaublicher Auftritt. Ich schaue zur Tür und Dimitra hinterher, bringe aber kein einziges Wort der Antwort heraus. Eines ist aber sicher, ihre Ansprache hat mich tief bewegt und direkt im Herzen getroffen. Mit einem solchen „Arschtritt“ habe ich nicht gerechnet und doch habe ich ihn gebraucht. Mehr noch als das. Er war lange überfällig. Ich renne zur Tür und rufe meinem Gast hinter. „Geh nicht“, sage ich und tatsächlich dreht sich Dimitra noch einmal zu mir um. Sie nickt und verschwindet. Ich stehe wie versteinert da und zittere. Dann greife nach meinem Handy, schaue ein letztes Mal auf das Bild von Daphne und lösche es. Es tut zwar unendlich weh, doch es ist für mich an der Zeit, etwas Neues zu beginnen, davon bin ich überzeugt.

Am nächsten Tag mache ich mich wie immer auf zu meiner Taverne, doch nur wenige Meter vor meinem Haus werde ich bereits angehalten und abgefangen. „Guten Morgen“, sagt Dimitra, die unter einem Olivenbaum heimlich auf mich gewartet hat, und ich erwidere ihre Begrüßung. Auch heute ist sie wieder wahnsinnig schön und verführerisch gekleidet. Sie hat ein blaues, kurzes Kleid an, mit tiefem Ausschnitt und einem weißen BH darunter. „Wie wäre es, wenn du heute mal auf dein Schreiben verzichtest und mit mir einen Kaffee am Strand trinkst?“. Ich lächele. Ein Strandbesuch mit Dimitra hört sich nach einem spannenden Abenteuer an. Also machen wir uns auf den Weg. An einem kleinen Kiosk versorgen wir uns nur noch rasch mit Getränken, dann geht es los.

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