Lieber Leser! Du hast möglicherweise weit über 70 meiner Erzählungen gelesen. Wieso eigentlich? Ähneln die Frauen, die darin vorkommen, Deiner eigenen Geliebten? Oder sind all die Saras, Hannas, Alexandras, all die Honigtöpfchen, Pfirsiche, Austern und Orchideen völlig anders als das, was Du zuhause antriffst? Etwa gar… ein heimliches Kontrastprogramm? Nun ja… ich will Dich nicht weiter mit Fragen bedrängen. Wenn Du Dich genauer mit den Beschreibungen all dieser Frauen befasst, wird möglicherweise Claudia herausstechen. Claudia aus "Kenias Strände" und aus "Club Kuba". Gähnst Du jetzt? Dein Problem. Claudia ist nämlich real existent. Sie ist eine meiner besten Freundinnen.Schon immer hatte sie ihrem Freund Ron etwas verheimlicht: Ihre ausgesprochene Schwäche für schwarze Männer. Nein, mein Leser, es geht nicht um das, woran Du denkst. Claudia machte sich keine Gedanken über grosse, pralle schwarze Schwänze. Dazu war sie zu unbedarft. Sie mochte aber diese Aura des Fremden, Geheimnisvollen. Tiefe Stimmen, federnder Gang… und, ja, sie hatte die Aufmerksameit genossen, die ihr an den Stränden Kenias zuteil geworden waren. Seit über einem Jahr lebte sie mit Ron zusammen. Dieser schlug sich als Fahrradverkäufer durch und war manuell durchaus begabt, was sich beim aufreizenden Liebesspiel zeigte. Claudia war ihrem Ron in dieser Hinsicht total verfallen – und er ihr. Er mochte ihren breiten Hintern, ihre kleinen, süssen Brüste und ihre neckische Brille. Ron liebte es, Claudias Wuschelkopf zu streicheln; sie wiederum mochte Rons markante Nase, seine feingliedrigen Hände und seinen kleinen, festen Hintern. Sie war stolz darauf, zu Ron zu gehören – um so mehr, als er sich nach zahllosen Gesprächen dazu entschlossen hatte, zu ihr an den Rosenweg zu ziehen. Die beiden führten einen bescheidenen Haushalt – Ron unterstützte seine Claudia bei ihrer kaufmännischen Zusatzausbildung finanziell.
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