„Tritt ein!“ Sie stieß eine angelehnte Tür auf. Er betrat einen größeren Raum. Sie schloss die gekippten Fenster, regelte und dimmte das Licht. Sie wies auf eine kleine Sitzgruppe. „Magst du etwas trinken: Kaffee, Tee, Wasser?“
„Wasser!“
„Mit oder ohne Blubber?“
„Ohne.“
Sie brachte es, schob die Schale mit den Schweizer Praliné-Kugeln näher. „Bitte, bedien‘ dich!“.
Er schaute sich um: Ein Futon am Boden mit allen Utensilien, die dort so vor jeder Massage lagen. Natürlich die obligatorischen Buddhafiguren. An den Wänden hingen stilvolle gerahmte Drucke, wenn er es richtig erkannte mit erotischer Note.
„Also, was mache ich jetzt mit dir, habe ich dich doch von deinem Arbeitsplatz weggelockt? Oder andersherum: Hast du spezielle Wünsche?“
„Eigentlich nicht“, sagte er schon wieder.
Sie schnaubte im Spaß: „Bist du auch sonst im Leben so lala und unentschieden?“
„Ne, eigentlich, äh sorry, nein!“
„Was hältst du davon, dass wir’s vom Setting her machen, wie du es kennst. Du lässt dich einfach überraschen, was ich ‚Dominantes‘ mit dir mache.“
„Das klingt sehr gut!“. Das „sehr“ zu betonen, war ihm jetzt wichtig.
Nach etwas Smalltalk sagte sie schließlich: „Du gehst duschen und machst dich frisch, ich bereite alles vor. Du findest auch deinen Sarong dort. Ich hole dich ab und dann schau‘n wir mal, wohin die Reise führt“. Sie zeigte ihm das Bad, er entkleidete sich, duschte ausgiebig mit steigender Spannung, auch im Untergeschoss, wickelte sich in den Sarong und wartete voller Ungeduld.
Er hörte Geräusche und schließlich ein Klappern, das näher kam. „Peter, bis du bereit?“ Er öffnete die Tür und riss Augen und Mund auf: Was für ein Anblick! Die ohnehin schon große Frau wirkte auf Absätzen geradezu übermenschlich groß. Ihr Outfit haute ihn um. An den Beinen schwarze Netzstrümpfe, halterlos.
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