Es sollte noch einige Tage dauern, bis ihr klar wurde, was soeben passiert war. Judith wischte sich die Tränen ab, wobei sie ihr letztes Tempo verbrauchte. In diesem Moment reichte ihr jemand ein neues Papiertaschentuch. Es war Pauline, die Judith gar nicht bemerkt hatte. Das hippe Mädchen mit dem rebellischen Gestus lächelte Judith aufmunternd zu. Sie erwiderte zaghaft, konnte nicht glauben, dass sie jemand mochte. Als der Bus die Türen öffnete, setzten sich die jungen Frauen nebeneinander. Eine weitere Klassenkameradin trieben derweil ganz andere Dinge um. Rebekka fühlte sich ziemlich oben auf, was stark mit ihrer Mutter zusammen hing. Rebekka brachte sie dazu, sie übers Knie zu legen. Das Mädchen verbuchte das als Erfolg, da sie es genau so geplant hatte. Bekka ließ sich gern ein bisschen auf den Po klapsen, solange es nicht allzu schlimm wurde. Ihre Mama haute zwar ordentlich drauf, aber richtig abschreckend fand Rebekka diese Strafe nicht. So blieb es nicht aus, dass sie die Mama reizte, wann immer sich eine Gelegenheit bot. Heike Jensen fiel auf, dass sich ihre Tochter sehr widerspenstig gab. Konnte es sein, dass Rebekka einen weiteren Povoll haben wollte? Dachte sie vielleicht, dass ihre Mutter nicht in der Lage sei, eine strenge Strafe zu vollziehen? Heike lächelte, als sie darüber nachdachte. Ihr 19jähriges Töchterchen sollte sich wundern! Eine entsprechende Situation ergab sich, als sie Rebekka bei einer Lüge ertappte. Heike bat Bekka darum, ihrem Bruder das vorgekochte Mittagessen aufzuwärmen. Heike arbeitete Teilzeit und konnte nicht immer zuhause sein, wenn Lukas von der Schule kam. Der junge Mann war ziemlich dünn, weshalb Heike Wert darauf achtete, dass er genug zu essen bekam. Rebekka versprach, dass sie nach Lukas schauen wollte, wenn Heike auf der Arbeit war.
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